Emotionale Erschöpfung: 7 Wege aus dem Stress

Mona Eichler Health-Redakteurin

Die Corona-Pandemie bringt nicht nur die Angst vor dem Virus mit sich: Zwischen Lockdown, Home Office und Zukunftsängsten wächst auch die emotionale Erschöpfung von Tag zu Tag. Wir stellen Ihnen 7 Wege aus dem Stress vor, die Sie ganz einfach im Alltag umsetzen können.

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Inhalt
  1. Schluss machen: Feierabend im Home Office und beim Home Schooling 
  2. Grenzen aufzeigen und Aufgaben verteilen
  3. Prioritäten setzen gegen emotionale Erschöpfung
  4. Mehr Miteinander: Videochat im Lockdown 2.0
  5. Emotional erschöpft? Den Moment gestalten
  6. Konzentriert im Hier und Jetzt
  7. Pflanzliche Medizin gegen emotionale Erschöpfung

Die Corona-Pandemie ist ein idealer Nährboden für emotionale Erschöpfung: Die teils harten Lockdown-Beschränkungen in Kombination mit zunehmender Existenzbedrohung und der sozialen Isolation inmitten von Home Office und Home Schooling setzen Körper und Psyche unter enormen Stress. Ganz zu schweigen von der Angst, sich mit dem Virus anzustecken, die vor allem seit dem Aufkommen der Coronavirus-Mutanten zunimmt. 

Was tun gegen emotionale Erschöpfung?


Die simplen Durchhalte-Parolen, die die Menschen im ersten Lockdown noch getröstet haben, greifen nicht mehr. Es wird deutlich: Einfach nur auf der Couch zu sitzen und zu warten, bis eine Herdenimmunität durch die Corona-Impfung entstanden ist, reicht nicht. Wollen Sie aktiv einen Weg aus der emotionalen Erschöpfung finden, dann helfen Ihnen die folgenden Tipps gegen Stress. 

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Schluss machen: Feierabend im Home Office und beim Home Schooling 

Schon vor Corona eine Herausforderung: Die ständige Erreichbarkeit vermeiden. Wer abends beim Fernsehen auf der Couch noch E-Mails aus der Chef-Etage beantwortet, rutscht schneller in eine emotionale Erschöpfung. Im Home Office und auch beim Home Schooling tappt man leicht in diese Falle. Schließlich liegt alles, was mit Arbeit zu tun hat, in greifbarer Nähe. 

Planen Sie deswegen zuhause nicht nur feste Mahlzeiten und Pausen ein, sondern auch einen strikten Feierabend, den Sie bewusst mit einem guten Film, einem Glas Wein oder auch einem entspannenden Bad genießen. 

 

Grenzen aufzeigen und Aufgaben verteilen

Die tägliche Arbeitsbelastung nimmt für die meisten Menschen in der Corona-Krise exponentiell zu. Neben der normalen Arbeit muss man die Betreuung der Kids organisieren, Hygiene-Maßnahmen umsetzen, neue Kommunikations- und Arbeitsabläufe lernen und vieles, vieles mehr. 
 

In all der Hektik ist es wichtig, auch mal Nein zu sagen. Das hilft gegen emotionale Erschöpfung. Aufgaben – egal, ob im Job oder im Privatleben – sollten aufgeteilt und so die Last auf mehrere Schultern verteilt werden. Sprechen Sie eine Überbelastung frühzeitig an und setzen Sie klare Grenzen. 

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Prioritäten setzen gegen emotionale Erschöpfung

Schreiben Sie sich eine Check-Liste: Welche Ihrer Aufgaben ist dringender als andere? Welche können Sie später, vielleicht sogar erst in ein paar Wochen, erledigen? Welche an andere abgeben? 

Wer Prioritäten setzt und sich in stressigen Zeiten den wichtigen Dingen widmet, erlebt einen Motivationsschub. Man bekommt das Gefühl, wirklich etwas zu bewegen. So hat die emotionale Erschöpfung weniger Chancen. 

 

Mehr Miteinander: Videochat im Lockdown 2.0

Kennen Sie das inzwischen auch? Man beendet einen Videochat mit Freunden, doch statt glücklich und zufrieden fühlt man sich emotional erschöpft und einsamer als vorher. Digitale Gruppen-Meetings scheinen ihren Reiz verloren zu haben. 
Das heißt allerdings nicht, dass Sie im aktuellen Lockdown komplett auf Videochats verzichten sollen.

Gehen Sie das Ganze neu an:

  • Verzichten Sie auf Chats mit möglichst vielen Personen und treffen Sie sich online mit ein, zwei Freunden. 
  • Vermeiden Sie stundenlange Video-Sessions: 20 Minuten quatschen und sich dann verabschieden, ermüdet nicht. 
  • Es muss nicht immer mit Video sein. Telefonieren Sie einfach wie in den guten, alten Zeiten.
  • Probieren Sie Themen-Chats aus: Spielen Sie beim nächsten Videocall ein Gesellschaftsspiel, veranstalten Sie einen Witzemarathon oder gucken eine Folge Ihrer Lieblingsserie mit anderen. Das verbindet und macht gute Laune. 

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Emotional erschöpft? Den Moment gestalten

Was die emotionale Erschöpfung im Lockdown zusätzlich triggert: Die Dinge, mit denen wir uns für gewöhnlich etwas Gutes tun, fallen weg. Dinner im Restaurant, ein Stadtbummel, Konzerte, Kino und Theater – all das ist aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht möglich.  

Was hilft: Gestalten Sie Ihre Abende zuhause bewusst schön und abwechslungsreich. Stellen Sie freitags zum Abendessen eine schöne Kerzen auf den Tisch, servieren Sie Popcorn zum Sonntagskrimi und nehmen Sie dienstags an einer virtuellen Museumsführung teil. Auch Konzerte werden vermehrt im TV übertragen – drehen Sie Ihren Fernseher auf volle Lautstärke und tanzen Sie im Wohnzimmer. 

 

Konzentriert im Hier und Jetzt

Emotionale Erschöpfung drückt sich nicht nur in Müdigkeit oder Reizbarkeit aus. Ist man innerlich ausgelaugt, kreisen die Gedanken zunehmend um negative Dinge – meist um mögliche Horrorszenarien in der Zukunft. 

Versuchen Sie, so oft wie möglich im Hier und Jetzt zu bleiben und sich nur mit den Themen zu beschäftigen, die Sie aktuell auch wirklich betreffen. Was hilft: kurze Konzentrationsübungen im Alltag. Dabei können Sie in 30-Sekunden-Übungen alle fünf Sinne ansprechen. Betrachten Sie beispielsweise einen bestimmten Gegenstand ganz genau oder lauschen Sie dem Vogelgezwitscher draußen. Riechen Sie an süßem Obst, lassen Sie ein Stück Schokolade im Mund zergehen oder streicheln Sie sanft an einer unebenen Oberfläche entlang. Diese Übungen helfen Ihnen, im Hier und Jetzt anzukommen. 

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Pflanzliche Medizin gegen emotionale Erschöpfung

Wenn Stress, Sorgen und eine emotionale Erschöpfung die Lebensqualität und den Schlaf rauben, benötigt das Gehirn Hilfe. In der Heilkunde spielt eine Pflanze schon seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle: Der Lavendel. Es gibt sehr viele verschiedene Sorten von Lavendel – rosa, weiß und natürlich lila. Der Arzneilavendel ist der einzige, der für die Herstellung von apothekenpflichtigen Arzneimitteln verwendet wird. Das Öl aus dem sogenannten Arzneilavendel bringt Botenstoffe im Gehirn wieder ins Gleichgewicht und löst so die innere Unruhe. Betroffene schlafen dadurch wieder besser. 

Die Naturarznei hat gegenüber chemisch-synthetischen Mitteln viele Vorteile: So ist die Verträglichkeit gut, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Zudem macht das pflanzliche Mittel tagsüber nicht müde. Außerdem entsteht keine Abhängigkeit oder ein Gewöhnungseffekt. Insgesamt konnten die Wirksamkeit und Verträglichkeit in mehr als 15 klinischen Studien nachgewiesen werden. Arzneilavendel kann bei emotionaler Erschöpfung auf natürlichem Wege helfen.

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