Elf Wahrheiten über Hexenschuss

Ein Mann hat einen Hexenschuss
In einer aktuellen Studie haben australische Forscher die häufigsten Auslöser eines Hexenschusses aufgedeckt © Fotolia

Vormittags ist das Hexenschuss-Risiko am höchsten – das belegt eine neue australische Studie. Erfahren Sie hier, welches die häufigsten Hexenschuss-Auslöser sind und wie Sie sich schützen können.

Fast jeder kennt das Gefühl, wenn der Schmerz blitzartig in den Rücken schießt – ein Hexenschuss kann uns für Tage außer Gefecht setzen. Doch obwohl er ein so weit verbreitetes Phänomen ist, gab es bisher keine wissenschaftliche Untersuchung zu seinen häufigsten Auslösern. Das haben Forscher des George Institute for Global Health in Sydney jetzt geändert. Dazu befragten sie knapp 1.000 Patienten nach dem Entstehen ihres Hexenschusses.

 

Größte Hexenschuss-Gefahr am Vormittag

Die Befragungen ergaben, dass der Hexenschuss in 40 Prozent der Fälle zwischen acht und elf Uhr eintritt. Als Grund dafür vermuten die Wissenschaftler, dass die Bandscheiben in der Nacht Flüssigkeit aufnehmen und anschwellen. In diesem Zustand seien sie empfindlicher gegenüber Belastungen und anfälliger für Verletzungen. Eine weitere Erklärung könnte sein, dass viele Menschen in den Morgenstunden unachtsamer sind. Die Forscher erstellten eine Liste mit den häufigsten Hexenschuss-Auslösern, absteigend nach der Häufigkeit geordnet.

 

Häufigste Ursachen

  1. Ablenkung während einer Aufgabe
  2. Tätigkeiten, bei denen eine ungewohnte körperliche Haltung eingenommen wird
  3. Tätigkeiten, bei denen Gegenstände fern vom Körper gehalten werden
  4. Tätigkeiten in Interaktion mit anderen Menschen oder mit Tieren
  5. Ruckartige, reflexhafte Bewegungen
  6. Heben von schweren Gegenständen
  7. Allgemein körperliche Anstrengung
  8. Erschöpfung und Müdigkeit

Entgegen gängiger Mythen gehörten Alkoholkonsum und sexuelle Handlungen nicht zu den erfassten Hexenschuss-Auslösern. Aus ihren Ergebnissen leiten die Wissenschaftler drei Maßnahmen ab, um einem Hexenschuss vorzubeugen.

 

Maßnahmen gegen Hexenschuss

  1. Bewegungen des Rückens immer mit Bedacht ausführen, schnelle und ungewohnte Bewegungen meiden
  2. Einen gesunden Lebensstil pflegen: Nicht rauchen, Übergewicht abbauen (BMI 18,50-24,99), langes Sitzen vermeiden (zwischendurch regelmäßig aufstehen und bewegen), regelmäßig Sport treiben
  3. Stress vermindern, beispielsweise mit Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenem Training

Hamburg, 12. Februar 2015

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