Elektromobil: Mehr Eigenständigkeit und sicherer Fahrspaß

Redaktion PraxisVITA

Ein Elektromobil bietet Personen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, ihre persönliche Freiheit uneingeschränkt zu genießen. Die Modelle unterscheiden sich jedoch nicht nur in den Kosten.

Frau fährt auf einem Elektromobil
Ein Elektromobil erleichtert den Alltag ungemein Foto:  istock/elsvandergun
Inhalt
  1. So funktioniert ein Elektromobil
  2. Elektromobil kaufen: Darauf sollten Sie achten
  3. Kostenübernahme Elektromobil: Wer zahlt für die Alternative zum Elektrorollstuhl?

Im Gegensatz zu einem Elektrorollstuhl bietet das Elektromobil einige Vorteile, die es Ihnen ermöglichen, noch selbstbestimmter über ihre Mobilität entscheiden zu können. Die kompakten und wendigen E-Scooter verfügen über mehr Stabilität, sind schneller, haben bessere Fahreigenschaften und eine größere Reichweite.

 

So funktioniert ein Elektromobil

Ein Elektromobil schafft, je nach Modell, Entfernungen von 40 bis 70 Kilometer – ganz ohne Abgase auszustoßen. Es lässt sich einfach am Lenker bedienen, ist vielseitig einsetzbar und somit ein sparsamer und umweltfreundlicher Begleiter auf allen Wegen.

Dank der guten Federung, der großen luftgefüllten Räder und einer hohen Bodenfreiheit können Sie Hindernisse einfach und bequem überwinden. Selbst Steigungen von bis zu 20 Prozent lassen sich von den meisten Elektromobilen mühelos meistern. Die Motorisierung erfolgt üblicherweise über wartungsfreie Akkus, die an einer normalen Steckdose aufgeladen werden können. Der Motor hat in der Regel eine Leistung von 400 bis 800 Watt. 

 

Elektromobil kaufen: Darauf sollten Sie achten

Bei der Kaufentscheidung für ein Elektromobil sollten Sie sich primär an Geschwindigkeit, Reichweite und Komfort orientieren. Im Gegensatz zu Elektrorollstühlen gibt es bei E-Mobilen ein größeres Angebot an verschiedenen Modellen, die sich in einzelnen Bestandteilen unterscheiden – darunter sogar eines für zwei Personen:

  • Elektromobile mit Allradantrieb
  • Sportive Rider mit drei Rädern
  • Faltbare Scooter für Reisen
  • Kabinenfahrzeuge mit Türen
  • Große Zweisitzer

Geschwindigkeit

Während E-Rollis nicht mehr als sechs km/h (Schrittgeschwindigkeit) schaffen, kann ein Elektromobil mit bis zu 25 km/h davonsausen. Entscheiden Sie hier, wie schnell Sie von einem Ort zum anderen kommen wollen und müssen.

Hinweis: Mit einem Fahrzeug, das 10 km/h leistet, dürfen Sie die Straße benutzen. Darunter würden Sie wegen zu langsamer Geschwindigkeit den Straßenverkehr behindern.

Reichweite

Durchschnittlich können Sie bei einem Elektromobil mit einer Reichweite von 40 Kilometern rechnen. Es gibt natürlich auch Modelle, die weniger schaffen, aber auch welche, die bis zu 70 Kilometer weit kommen. Doch durch einige Faktoren können die Richtwerte auch im Nachhinein abweichen:

  • Untergrund und Bodenbelag
  • Beleuchtung
  • Steigungen
  • Witterung
  • Zuladung
  • Reifendruck

Komfort

Je weiter die Strecken, desto mehr spielt Bequemlichkeit eine entscheidende Rolle. Dabei ist natürlich der Sitz der wichtigste Indikator für eine angenehme Fahrt mit dem Elektromobil. Dieser sollte Ihrer Statur entsprechen und für Ihre Größe und Ihr Gewicht ausgelegt sein. Die meisten Modelle verfügen bereits über Sitze, die in Höhe und Entfernung zum Lenkrad verstellbar sind, und haben anpassbare Rücken- und Armlehnen. Falls Sie lange Beine haben und mehr Platz im Fußraum benötigen oder dort Einkäufe platzieren wollen, sollten Sie auch diese Maße bei der Anschaffung berücksichtigen. Einige E-Mobile bieten darüber hinaus noch Stauraum unter dem Sitz. 

Foto: iStock
Alter & Pflege Gehstock: So finden Sie das richtige Modell

Bereifung und Räder

Um nicht jede Bodenwelle zu spüren, sollten Sie nach Möglichkeit darauf achten, dass die Reifen luftbefüllt sind. Sie sind, im Gegensatz zu Reifen aus Vollgummi, leichtgängiger und funktionieren als Stoßdämpfer. Der einzige Nachteil dabei ist, dass sie immer mal wieder aufgepumpt und gegebenenfalls geflickt werden müssen.

Es gibt E-Mobile mit drei Rädern, die sich aufgrund ihres kleinen Wendekreises gut für die Wohnung eignen. Die vierrädrigen Modelle haben größere Räder, sind sportlicher und machen sich daher besonders gut auf unebenem Gelände im Freien.

Bremsen

Der Großteil der Modelle ist, abgesehen von einer manuellen Handbremse, auch mit einer automatischen Magnetbremse (statt Trommelbremse) ausgestattet. Die Kombination bietet ausreichend Sicherheit, um auch bei etwas größerer Geschwindigkeit rechtzeitig zu stoppen.

Kompaktheit

Nur wenige Elektromobile sind zerlegbar, sodass sie auf Reisen mitgenommen werden können. Jene Fahrzeuge sind daher auch mit einer geringeren Leistung ausgestattet und schaffen meist nicht mehr als sechs km/h.

Weitere Kriterien für die Kaufentscheidung sind:

  • Schutz von Batterien und Motor gegen Kor­ro­sion und Spritz­wasser
  • Viel Stauraum
  • Frontkorb vorhanden
  • Mit kompletter Beleuchtung ausgestattet
  • Integrierter Kilometerzähler
 


Kostenübernahme Elektromobil: Wer zahlt für die Alternative zum Elektrorollstuhl?

Ein E-Mobil kostet zwischen 1.500 und 4.000 Euro. Teilweise sind aber auch Sonderangebote für 1.000 Euro zu finden. Hat das Fahrzeug eine Hilfsmittelnummer, zahlt die Krankenkasse. Dies sollten Sie bei der Beratung im Geschäft mit berücksichtigen. Seniorenmodelle, die eine höhere Geschwindigkeit haben, müssen in der Regel aus eigener Tasche bezahlt werden. Jede Krankenkasse handhabt die Übernahme der Kosten für ein Elektromobil anders. Daher sollten Sie sich rechtzeitig und ausführlich in einem Gespräch bei Ihrer Krankenkasse informieren.

Quellen:

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2021 praxisvita.de. All rights reserved.