Ejaculatio praecox: Symptom ist der zu frühe Samenerguss

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Das charakteristischste Symptom der Ejaculatio praecox ist der subjektiv zu früh empfundene Samenerguss. Je nach Ursache kann der vorzeitige Samenerguss aber auch selbst als Symptom angesehen werden, etwa als Ausdruck einer körperlichen Erkrankung oder einer seelischen Beeinträchtigung.

Dabei ist ein früher Zeitpunkt der Ejakulation an sich nicht unbedingt als sexuelle Funktionsstörung anzusehen. Entscheidend ist vielmehr, ob der Betroffene und seine Partnerin, beziehungsweise Partner, mit ihrem Liebesleben zufrieden sind. Nicht selten überschätzen viele Menschen auch die Dauer, die das Liebesspiel bis zum Höhepunkt haben sollte. So liegt Untersuchungen zufolge der durchschnittliche Zeitpunkt der Ejakulation (Zeit nach Eindringen des Penis) bei etwa fünf Minuten.

 

Typische Symptome der Ejaculatio praecox

  • Der Samenerguss erfolgt vor oder kurze Zeit (ein bis zwei Minuten) nach dem Eindringen des Penis.
  • Der Betroffene kann den Zeitpunkt der Ejakulation nicht steuern und dadurch verzögern.
  • Das Paar empfindet sein Liebesleben als unbefriedigend, es kommt zu Konflikten, eventuell vermeiden der Betroffene oder beide Partner auch sexuelle Kontakte, um dem Problem auszuweichen.
vorzeitiger Samenerguss führt oft zu Beziehungsproblemen
Probleme mit Ejaculatio praecox können das Liebes- und Beziehungsleben belasten. Offen über den vorzeitigen Samenenerguss zu sprechen, Ängste und Gefühle zu kommunizieren ist wichtig für die Partnerschaft© Fotolia

Seltener sind bestimmte Erkrankungen ursächlich am vorzeitigen Samenerguss beteiligt, dann können auch zusätzliche Beschwerden auftreten, etwa ein brennendes Gefühl in der Harnröhre bei einer Harnröhrenentzündung.

Zwar ist ein vorzeitiger Samenerguss an sich keine bedrohliche Krankheit, die Störung kann jedoch – vor allem wenn sie über längere Zeit hinweg besteht – psychisch sehr belastend sein. So kann es sein, dass der betroffene Mann versucht, die Ejakulation beim Sex möglichst lange hinauszuzögern. Die körperliche Anspannung und die Angst, dabei zu scheitern, nehmen dabei nicht nur die Freude und Unbefangenheit des Liebeslebens, sondern können auch Ausgangspunkt von Erektionsproblemen sein. Auf diese Weise kann ein Teufelskreis entstehen, der sowohl für den Betroffenen als auch für den Partner sehr frustrierend ist.

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