Eiweißbrot: Die Low-Carb-Alternative im Check

Redaktion PraxisVITA

Wer trotz Low-Carb-Diät auf eine leckere Stulle am Abend nicht verzichten möchte, für den ist Eiweißbrot die scheinbar ideale Lösung. Aber: Kann man mit Eiweißbrot auch wirklich abnehmen?

Eiweißbrot auf einem Brettchen
Eiweißbrot steckt voller Proteine Foto:  iStock/lutavia
Inhalt
  1. Abnehmen mit Eiweißbrot?
  2. Wie gesund ist Eiweißbrot?
  3. Eiweißbrot bei Glutenunverträglichkeit
  4. Eiweißbrot-Rezept
 

Abnehmen mit Eiweißbrot?

Eine beliebte Methode zum Abnehmen ist die Low-Carb-Diät. Dabei werden möglichst wenig Kohlehydrate zu sich genommen. Vor allem abends soll auf Kohlehydratreiche Kost verzichtet werden. Das bedeutet aber auch: Das klassische Abendbrot muss leider ohne Brot auskommen, denn die herkömmliche Stulle aus klassischen Mehl steckt leider voller Saccharide (Kohlehydrate).

Wie der Name schon sagt, soll Eiweißbrot hingegen einen besonders hohen Eiweißanteil haben. Es besteht beispielsweise aus Weizen-, Soja- und Lupineneiweiß. Das Problem nur: Zwar enthält es mehr Eiweiß (auch Protein genannt) als herkömmliches Brot, allerdings hat es viel mehr Kalorien.

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Wie gesund ist Eiweißbrot?

Um den Kohlenhydratanteil zu verringern und dennoch eine brotähnliche Konsistenz zu erzeugen, werden dem Eiweißbrot Ölsaaten hinzugefügt, die sich wiederum auf den Fettgehalt auswirken. Das zeigt sich vor allem an den Kalorienangaben. In 100 Gramm Eiweißbrot stecken beispielsweise 248 Kalorien, in Vollkornbrot 200 Kalorien und selbst in Toast nur 290 Kalorien.

Ein erhöhter Eiweißkonsum soll die Fettverbrennung anregen und den Muskelaufbau fördern. Alles schön und gut. Jedoch kommt es beim Abnehmen immer auf die Kalorienbilanz an – und die ist bei den vermeintlichen Fitmachern durch mehr Fett und Zucker oft sogar höher als in den Standard-Pendants. Hier hilft nur der Blick auf die Nährstoff-Angaben oder gleich der Griff zu von Natur aus mageren Eiweiß-Lieferanten wie Joghurt oder Quark. Ihre Proteine können im Gegensatz zu industriell zugesetzten auch besser vom Körper aufgenommen werden.

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Eiweißbrot bei Glutenunverträglichkeit

Viele glauben, dass Eiweißbrot kein Getreideeiweiß, sogenanntes Gluten, enthält, welches viele mit Verdauungsproblemen in Verbindung bringen. Ein Irrtum. Um den Eiweißanteil im Brot zu erhöhen, wird nämlich jede Menge Gluten zugefügt. Außerdem enthält das Brot zwar weniger Kohlenhydrate, durch seinen Fettanteil aber mehr Kalorien.

 

Eiweißbrot-Rezept

Wer dennoch das Eiweißbrot einmal probieren möchte, muss es nicht zwangsläufig beim Bäcker oder im Supermarkt kaufen, sondern kann die Proteinbombe auch einfach selbst backen. Mit dem folgendem Rezept wird es auf jeden Fall richtig lecker!

Für ca. 28 Scheiben Eiweißbrot:

  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g geschrotete Leinsamen
  • 4 EL Weizenkleie
  • 2 EL Dinkel-Vollkornmehl
  • Backpulver
  • Salz
  • Magerquark
  • Eiweiß
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne

Zubereitung: 1 Päck. Backpulver und 1 TL Salz mischen. 300 g Magerquark und 8 Eiweiß (Gr. M) zugeben und verkneten. Eine Kastenform (10 x 30 cm) mit Wasser einstreichen und mit 1–2 EL Weizenkleie ausstreuen. Den Boden der Form mit Backpapier auslegen. Teig in die Form füllen, mit je 2 EL Kürbis- und Sonnenblumenkernen bestreuen. Im heißen Ofen bei 175 °C (Umluft: 150 °C) ca. 50 Min. backen.

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