Eisenmangelanämie: Blutarmut durch Eisenmangel

Müde ohne ersichtlichen Grund? Vielleicht haben Sie zu wenig Eisen im Blut. Dr. Johannes erklärt, worum es sich bei einer sogenannten Eisenmangelanämie handelt und was hilft.

Ständig müde, antriebslos und blass im Gesicht? Schon nach kurzer Anstrengung abgespannt und erschöpft? Dann könnte sich hinter diesen Symptomen eine Blutarmut verbergen, von den Ärzten auch als Anämie bezeichnet.

 

Wie oft tritt eine Eisenmangelanämie auf?

Die häufigste Form der Blutarmut ist die Eisenmangelanämie. Etwa 80 Prozent aller Anämien sind auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Frauen trifft es mehr als viermal so häufig wie Männer - in Deutschland hatte jede Zehnte schon mindestens einmal damit zu tun. Seltener ist Blutarmut die Folge einer anderen ernsten Erkrankung. In jedem Fall sollte vom Arzt unbedingt abgeklärt werden, was die Ursache einer Blutarmut ist.

 

So beugen Sie einer Eisenmangelanämie vor

Wenn Sie sich vegan oder vegetarisch ernähren, sollten Sie sich gründlich von Ihrem Arzt beraten lassen, wie Sie einer Eisenmangelanämie vorbeugen können. Das in pflanzlichen Lebensmitteln durchaus enthaltene Eisen kann den Eisenbedarf des menschlichen Körpers längst nicht so gut decken wie das Eisen aus tierischen Nahrungsmitteln.

Abgeschlagenheit und Blässe sind typische Symptome eines Eisenmangels
Abgeschlagenheit und Blässe sind typische Symptome eines Eisenmangels© iSTOCBMP

Sorgen Sie dafür, dass Sie ausreichend Nahrungsmittel mit Vitamin B12 und Folsäure zu sich nehmen. Beide Vitamine werden unbedingt zur Blutbildung benötigt. Folsäure ist reichlich in grünem Blattgemüse, Karotten, Nüssen und Vollkornprodukten enthalten. Vitamin B12 befindet sich in Milch, Eiern, Sauerkraut und Fleisch, insbesondere Innereien.

Beugen Sie einer Eisenmangelanämie vor, indem Sie regelmäßige Fleischmahlzeiten, insbesondere Rindfleisch, verzehren. Achten Sie wegen der besseren Aufnahme des Eisens in den Körper darauf, gleichzeitig mit der Fleischmahlzeit Vitamin C zu sich zu nehmen, zum Beispiel mit einem Glas Orangensaft.

 

So reagieren Sie richtig auf eine Blutarmut

Lassen Sie in bestimmten Lebenssituationen vom Arzt überprüfen, ob ein Eisenmangel vorliegt, wenn Sie unter den typischen Beschwerden einer Blutarmut leiden, etwa Leistungsschwäche oder anhaltende Müdigkeit. Kritisch sind eine Schwangerschaft, nach schweren Infektionen oder besonders stressreiche Phasen.

Sprechen Sie Ihren Arzt auch auf eine eventuelle Blutarmut an, wenn Ihre Menstruation besonders lange oder heftig ist, wenn Sie häufig Zungenbrennen haben, wenn Ihre Haut sehr trocken ist und juckt oder wenn Ihre Mundwinkel oft eingerissen sind.

Nehmen Sie bei Verdacht auf eine Blutarmut keine Eisenpräparate ohne Rücksprache mit dem Arzt ein. Eine Überdosierung kann ebenso schädlich sein wie ein Mangel! Verordnet Ihnen ihr Arzt ein Eisenpräparat, dann halten Sie sich exakt an die Einnahmevorschrift. Brechen Sie die Einnahme auf keinen Fall vorzeitig ab, sobald die Beschwerden abgeklungen sind. Es kann drei bis vier Monate dauern, bis die Eisendepots des Körpers aufgefüllt sind.

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