Eisenmangel: Ursachen sind vielschichtig

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Eisenmangel-Ursachen sind verschieden. In allen Fällen gilt: Das Eisenkonto ist unausgeglichen. Es wurde zu viel Eisen „abgebucht“ und / oder zu wenig „eingezahlt“. Auf Dauer sind die Eisenreserven erschöpft, wenn etwa Eisen in der Nahrung fehlt, der Bedarf erhöht ist, Eisen nicht aufgenommen werden kann und / oder Eisen verloren geht.

 

Mögliche Eisenmangel-Ursachen sind:

  • Fehl- oder Mangelernährung – Die Quelle für Eisen ist die Ernährung. Einige Nahrungsmittel sind reich an Eisen, etwa Fleisch (v. a. Leber) oder manche pflanzlichen Produkte wie Linsen, Hirse und Sesam. Wer sich unausgewogen ernährt,  riskiert einen Eisenmangel.
  • Die Eisenaufnahme ist erschwert – In einigen Lebensmitteln sind Hemmstoffe enthalten, welche die Eisenaufnahme herabsetzen (z. B. in Eiern, Milchprodukten, Tee). Andere Stoffe fördern die Eisenaufnahme, etwa Vitamin C. Wer also z. B. viel schwarzen Tee trinkt und wenig Vitamin C zu sich nimmt, kann nur wenig Eisen verwerten.
  • Medikamente – einige Medikamente hemmen die Eisenaufnahme, etwa sogenannte Antazida (entsäuern den Magen), Schmerzmittel (Azetylsalizylsäure), Mittel zur Cholesterinsenkung (Clofibrate) und weitere. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie dauerhaft Medikamente einnehmen und einen möglichen Eisenmangel vermuten.
  • Darmerkrankungen – Ist die Funktion des Magen-Darm-Trakts gestört, kann manchmal nicht genügend Eisen aufgenommen werden. Erkrankungen wie Zöliakie sind daher mögliche Eisenmangel-Ursachen.
  • Plötzlicher starker Blutverlust – Unfälle mit Blutungen, Operationen oder versteckte innere Blutungen führen dazu, dass der Körper größere Mengen Eisen verliert.
  • Chronischer Blutverlust – besonders ein chronischer Blutverlust verläuft meistens unbemerkt. Blutungen z. B. durch Magengeschwüre, Hämorrhoiden oder Krebs sind im Stuhl oder Urin nur schwer erkennbar. Auf längere Sicht werden sie zu Eisenmangel-Ursachen. Auch starke Regelblutungen führen zu deutlichen Eisenverlusten.
  • Chronische Entzündungen – Durch Entzündungen und Infekte steht nicht genügend Eisen zur Blutbildung zur Verfügung.
  • Sport – wer viel Sport treibt, hat einen erhöhten Eisenbedarf, u. a. durch Verluste beim Schwitzen.
  • Schwangerschaft – In der Schwangerschaft ist der Eisenbedarf stark erhöht, da zum einen die Plazenta und zum anderen das wachsende Kind Eisen benötigen.
Schwimmer
Da Leistungssportler einen erhöhten Eisenbedarf haben, ist einer der häufigsten Eisenmangel-Ursachen eine Mangelernährung© Fotolia
 

Vererbung als Eisenmangel-Ursache?

Vererbung (sogenannte eisenrefraktäre Eisenmangelanämie) – Im Fall einer sogenannten eisenrefraktären Eisenmangelanämie nimmt der Körper nicht ausreichend Eisen auf, selbst wenn die Nahrung genügend Eisen enthält. Bekannt ist, dass eine Form dieser Blutarmut durch einen Gendefekt ausgelöst wird.

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