Eine Skoliose entsteht meist ohne eine erkennbare Ursache

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Skoliose findet sich in bis zu 90 Prozent aller Fälle keine Ursache. Diese Art der Skoliose wird als idiopathische oder strukturelle Skoliose bezeichnet.

Vermutlich entsteht sie aufgrund eines ungleichmäßigen Wachstums der Rückenmuskulatur und der Wirbelkörper. Wenn eine Seite schneller wächst als die andere, kann es – vor allem in Phasen von schnellen Wachstumsschüben – zu einer Verdrehung der Wirbelkörper und damit zu einer Skoliose kommen.

 

Skoliose ist vererbbar

Vermutlich wird die Veranlagung für eine Skoliose auch vererbt, da es innerhalb einer Familie oft zu einer Häufung von Erkrankungsfällen kommt.
Im Gegensatz zur strukturellen Skoliose lassen sich bei der sogenannten funktionellen Skoliose eindeutige Ursachen feststellen. Die Verkrümmung der Wirbelsäule wird hierbei durch Einwirkungen von außen verursacht.

Skoliose-Ursache unterschiedliche Beinlängen
Wenn eine Seite schneller wächst als die andere, kann es – vor allem in Phasen von schnellen Wachstumsschüben – zu einer Verdrehung der Wirbelkörper und damit zu einer Skoliose kommen. In 90 Prozent der Fälle findet sich allerdings keine Ursache© alamy
 

Häufige Ursachen der funktionellen Skoliose

  • Unterschiedliche Beinlängen
  • Veränderungen im Beckenbereich
  • Schäden der Wirbelkörper, zum Beispiel durch Entzündungen, Osteoporose (Knochenschwund) oder Knochenkrebs
  • Lähmungen
  • Muskelerkrankungen
  • Nervenerkrankungen
  • Bindegewebserkrankungen
  • Schonhaltung aufgrund von Schmerzen (zum Beispiel bei Bandscheibenvorfall, Verspannungen)
 

Wenn die Wirbelsäure krumm wächst: Ursachen für Rundrücken und Hohlkreuz

Unsere Wirbelsäule ist von Natur aus zweifach gebogen: im Brustbereich nach hinten, im Lendenwirbelbereich nach vorn. Bei manchen Menschen sind diese Krümmungen stark ausgeprägt. Dann spricht man vom Rundrücken beziehungsweise Hohlkreuz. Wichtig ist es, solche Verformungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ein Rundrücken kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal ist er angeboren oder eine Folge von Knochenerkrankungen wie Morbus Bechterew und Morbus Scheuermann. Ganz häufig ist er aber das Ergebnis einer Haltungsschwäche, also einer ungenügend trainierten Muskulatur. Das ist meist auch der Auslöser für ein Hohlkreuz. In diesem Fall sind die Bauchmuskeln zu schwach. Bestimmte Sportarten, bei denen die Wirbelsäule stark nach hinten gebogen wird, wie Schwimmen, Turnen oder Speerwerfen, können ebenfalls zu einem Hohlkreuz führen. Im fortgeschrittenen Stadium leiden die Betroffenen immer öfter unter Rückenschmerzen. Es ist wichtig, die Rumpfmuskulatur durch Physiotherapie zu stärken, damit die Wirbelsäule wieder stabilisiert wird.

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