„Eine Mini-OP erlöste mich vom Dauerschnupfen“

Frau hat Schnupfen und putzt sich die Nase
Bei einem Dauerschnupfen helfen Medikamente meist nicht mehr weiter. Eine OP kann dann die Lösung sein © Corbis

Dauernd läuft die Nase, man bekommt kaum noch Luft und es wird und wird einfach nicht besser? Eine schreckliche Vorstellung. Genau das hat Katharina Franke jedoch erlebt. Lesen Sie hier Ihre bewegende Geschichte.

 

Mit einer harmlosen Erkältung fing es an

Vor drei Jahren hatte ich eine harmlose Erkältung. Zurück ließ sie einen dauerhaften Schnupfen, der permanent meine Nase verstopfte. Ein paar Wochen später war ich so genervt, dass ich einen Arzt aufsuchte. Nach einem kurzen Gespräch untersuchte er mit einem Ultraschall-Gerät meine Nebenhöhlen. Diese waren stark geschwollen. Da sich mittlerweile Bakterien auf den Schleimhäuten angesiedelt hatten, bekam ich Antibiotika und Kortison. Aber die Entzündung wollte einfach nicht abklingen. Selbst im Sommer näselte ich noch. Das Luftholen fiel mir immer schwerer.

 

Mein Mann fand einen Spezialisten für meinen Dauerschnupfen

Schließlich informierte sich mein Mann im Internet und stieß dabei auf Professor Hans Behrbohm aus Berlin, der sich auf die Behandlung von chronischen Nebenhöhlen-Entzündungen und Dauerschnupfen spezialisiert hat. Ich vereinbarte sofort einen Termin. Zunächst hat mich Professor Behrbohm gründlich untersucht. "Wenn abschwellende Medikamente, Antibiotika und Kortison nicht mehr helfen, sollte unbedingt operiert werden. Denn sonst drohen Komplikationen, die die Augen gefährden können. Im schlimmsten Falle können die Erreger sogar eine Hirnhautentzündung verursachen", erklärte mir Professor Behrbohm.

Prof. Dr. med. Hans Behrbohm, Chefarzt der HNO-Abteilung in der Park-Klinik Weißensee, Berlin
Prof. Dr. med. Hans Behrbohm, Chefarzt der HNO-Abteilung in der Park-Klinik Weißensee, Berlin© privat
 

Bei der OP werden die erkrankten Zellen des Siebbeins entfernt

"Eine wichtige Rolle bei den Nebenhöhlen spielen die Siebbein-Zellen." Diese Zellen bilden eine Art Labyrinth – so groß wie eine Streichholzschachtel. "Anders als bei den herkömmlichen OP-Verfahren werden bei dem neuen Eingriff nur die erkrankten Zellen des Siebbeins entfernt. Das schützt die mittlere Nasenmuschel, die eine wichtige tragende Funktion hat", informierte mich Professor Behrbohm. Ich erfuhr, dass bei dieser sogenannten "Biostatischen Siebbeinchirurgie" per Endoskop mit speziellen Instrumenten ganz schonend operiert wird. "Wir schaffen Zugänge zur Belüftung der Nebenhöhlen. Sekrete können wieder normal ablaufen – die Nase wird so wieder belüftet. Eine OP ganz ohne Narben", beschrieb mir der Arzt das Verfahren.

 

Dauerschnupfen war verschwunden

Ich stimmte diesem Eingriff zu, um endlich wieder frei atmen zu können. Am nächsten Tag war es so weit. Ich bekam eine Vollnarkose. Die OP dauerte nur 30 Minuten. Noch am selben Tag durfte ich nach Hause. Schmerzen hatte ich nicht. Kurz danach war der Dauerschnupfen weg und das Druckgefühl ist inzwischen auch völlig verschwunden.

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