Ein „Schneebaby“ erblickt nach 25 Jahren das Licht der Welt

Redaktion PraxisVITA
Schneebaby
25 Jahre nachdem die befruchtete Eizelle für eine zukünftige künstliche Befruchtung eingefroren wurde, freuen sich Tina und Benjamin Gibson über ihr gesundes Baby Emma Wren © Southern Charm Portraits

Emma Wren Gibson ist ein Rekord-Baby. Vergangenen Monat wurde sie in den USA geboren – 25 Jahre nachdem der Embryo für eine In-Vitro-Fertilisation eingefroren wurde.

Am 14. Oktober 1992 begann sich für ein Ehepaar aus Tennessee ein Traum zu erfüllen. Nur wenige Monate nach der Geburt von Tina Gibson spendete ein anonymes Ehepaar eine befruchtete Eizelle, um per In-Vitro-Fertilisation eines Tages einem Paar einen langersehnten Kinderwunsch zu erfüllen.

Mehr als 24 Jahre wurde die befruchtete Eizelle am National Embryo Donation Center in Knoxville, Tennessee, aufbewahrt, bis sich Tina und ihr Mann Benjamin Gibson, die aufgrund seiner Mukoviszidose-Erkrankung keine eigenen Kinder bekommen konnten, für eine Spende entschieden. Der ausschlaggebende Tipp kam von Tinas Vater, der zuvor in den Nachrichten von dem Verfahren gehört hatte. Nachdem das junge Paar bereits einige Pflegekinder umsorgte, durchlief es neben gesundheitlichen Checks ein einer Adoption vergleichbares strenges Auswahlprozedere.

Dann kam der große Tag. Tina und Benjamin Gibson mussten sich für ein Profil der möglichen genetischen Elternpaare und damit für einen Embryo entscheiden. Nur 25 bis 30 Prozent der Einpflanzungen sind erfolgreich – auch ihr erster Embryo war nicht lebensfähig. Doch am 25. November 2017 kam Emma Wren Gibson gesund und fast drei Kilo schwer zur Welt – 25 Jahre nachdem der Embryo eingefroren wurde. Damit bricht das sogenannte „Schneebaby“ den bisherigen Rekord des über 20 Jahre eingefrorenen Embryos. Doch für die Gibsons ist Emma nur die Erfüllung eines langersehnten Traums.

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