Was Hunde Kindern bringen

Hunde spenden Kindern Trost und stärken ihr Selbstwertgefühl © Fotolia

Wer einen Hund hat, bewegt sich mehr, ist schlanker und gesünder – das stimmt nicht! Eine US-Studie belegt jetzt: Es ist nicht der BMI, der sich verbessert. Aber: Kinder, die einen Hund besitzen, leiden weniger unter Stress und Ängsten.

In einer aktuellen Studie zeigen Forscher des Bassett Medical Centers in New York, dass Kinder weniger an Stress und Ängsten leiden, wenn in ihrer Familie ein Hund als Haustier gehalten wird. Getestet wurden 643 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren über einen Zeitraum von 18 Monaten. 58 Prozent der Kinder leben in einem Haushalt mit Hund, der Rest hatte kein Haustier.

Während im Bezug auf ihren BMI (Body Mass Index), die Zeit, die sie vor dem Fernseher verbringen und die körperliche Aktivität der Kinder keine Unterschiede festgestellt wurden, sind die Ergebnisse, die Angst und Stress betreffen, jedoch eindeutig:

Nur zwölf Prozent der Kinder, die ein Haustier haben, leiden an Ängsten und Stress. Bei den Kindern ohne Hund sind es mit 21 Prozent fast doppelt so viele.

 

Wie verbessern Hunde die psychische Gesundheit von Kindern?

Hunde sind echte Eisbrecher: Sie regen die Kommunikation zwischen Menschen an und befreien so schüchterne Kinder von ihrer Angst, mit anderen in Kontakt zu treten.

Die Studie zeigt: Kinder zwischen sieben und acht Jahren sahen in ihren Haustieren engere Vertraute als in den Menschen in ihrem Umfeld. Die Hunde dienen ihnen als emotionale Stütze und spenden Trost, wenn sie Probleme haben.

Außerdem beweisen zahlreiche Tier-Therapien, dass mithilfe von Hunden, Pferden etc. Angst und Erregung bei Kindern reduziert und Verlustängste gelindert werden. Die geistige Gesundheit von Kindern steigt durch die Behandlung, Entwicklungsstörungen nehmen ab.

In Deutschland sind etwa 10 Millionen Menschen Besitzer eines oder mehrerer Hunde. Im europäischen Vergleich ist das ein geringer Wert. In Frankreich lebt zum Beispiel in 38 Prozent aller Haushalte ein Hund (Deutschland: 8,9 Prozent).

Hamburg, 30. November 2015

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