Ein Esslöffel Olivenöl am Tag verbessert die Gesundheit Ihres Herzens

Redaktion PraxisVITA
Olivenöl ist gut für das Herz
Die Forscher untersuchten die Wirkung von Olivenöl auf die Herzgesundheit. Dabei stellte sich heraus, dass vor allem die ungesättigten Fettsäuren im Öl einen positiven Effekt haben © Shutterstock

Mithilfe eines neuen Verfahrens gelang es einem internationalen Forscherteam die Wirkung von Olivenöl auf die Gesundheit genauer zu bestimmen als jemals zuvor. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Bereits kleine Mengen haben demnach einen großen Gesundheitseffekt.

Forscher der Universitäten von Glasgow und Lissabon sowie der Mosaiques Diagnostics and Therapeutics AG in Hannover haben in einer aktuellen Studie die Auswirkungen von Phenolen und ungesättigten Fettsäuren auf die Gesundheit untersucht – Stoffe also, die vor allem in Olivenöl zu finden sind.

Für die Untersuchung nahmen gesunde Probanden über einen Zeitraum von sechs Wochen täglich 20 Milliliter Olivenöl zu sich. Die Menge entspricht in etwa der eines Esslöffels und wurde von den Studienteilnehmern z.B. in Verbindung mit einer Mahlzeit eingenommen.

Was genau ist eine koronare Herzkrankheit?

Eine koronare Herzkrankheit (KHK) – nach dem englischen Begriff Coronary Artery Disease auch als CAD bezeichnet – entsteht, wenn der Herzmuskel mit zu wenig Blut versorgt wird. Ursache für die Blutunterversorgung sind fettige, wachsartige Ablagerungen in den Innenwänden der Arterien – das sogenannte atherosklerotische Plaque –, die zu einer arteriellen Verengung und letztlich zu einem Herzinfarkt führen können. Erste Anzeichen einer KHK sind z.B. Schmerzen im Brustkorb, Kurzatmigkeit oder Schwellung der Füße.

 

Halbierung des Risikos für Herzkrankheiten

Nach Abschluss der Studie zeigte sich, dass bereits durch den Verzehr dieser geringen Menge Olivenöl pro Tag das Risiko für Herzleiden – hinsichtlich sogenannter koronarer Herzkrankheiten (KHK) – deutlich gesenkt werden konnte.

Besonders effektiv zeigte sich dieser Effekt demnach bei Menschen, die normalerweise kein oder nur wenig Olivenöl zu sich nehmen. Die Forscher gehen zudem davon aus, dass vor allem die ungesättigten Fettsäuren im Olivenöl den positiven Effekt auf das Herz auslösen.

 

Neue Technik bringt bessere Ergebnisse

Die Forscher – um Studienautor Dr. Bill Mullen von der Universität von Glasgow – ermittelten mithilfe eines neuartigen Testverfahrens (Proteomanalyse) die genaue Konzentration von bestimmten Proteinen im Urin der Probanden. Der Grund: Diese speziellen Proteine sind im Körper als erste Anzeichen für eine koronare Herzkrankheit nachweisbar, bevor entsprechende Symptome bei dem Patienten auftreten.

Hamburg, 24. November 2014

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