Eileiterentzündung: Symptome, Behandlung, Risiken

Ines Fedder Medizinredakteurin

Eine Eileiterentzündung kann unbehandelt ernsthafte, gesundheitliche Folgeschäden verursachen. Wie man sie erkennt und erfolgreich behandelt; alle Infos hier!

Blonde Frau hält sich den schmerzenden Bauch
Eine Eileiterentzündung äußert sich unter anderem in starken Bauchschmerzen Foto:  istock/nensuria
Inhalt
  1. Eileiterentzündung: Was steckt dahinter?
  2. Alle Infos in der Übersicht: Wodurch kommt es zu einer Eileiter-Entzündung?
  3. Symptome: So äußert sich eine Eileiterentzündung
  4. Diagnose und Behandlung: Wie stellt der Arzt die Entzündung des Eileiters fest?
  5. Faktoren, die eine Salpingitis begünstigen
 

Eileiterentzündung: Was steckt dahinter?

Eine Eileiterentzündung (Salpingitis) bezeichnet die Entzündung des Eileiters, meist aus der Gebärmutter aufsteigend. Generell gilt: Bei einer Entzündung im Unterleib sind fast immer auch die Eileiter mitbetroffen. Eine Salpingitis kommt fast ausschließlich im geschlechtsreifen Alter (16 bis 24 Jahren) vor und tritt häufig kurz nach der Menstruation auf.

 

Alle Infos in der Übersicht: Wodurch kommt es zu einer Eileiter-Entzündung?

Die Infektion wird durch Bakterien ausgelöst, die zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Meist äußert sich eine Eileiter-Entzündung durch Bauchschmerzen, Fieber und Ausfluss. Der Arzt macht einen Abstrich und verschreibt Antibiotika, eventuell zusätzlich Enzyme (spezielle Eiweiße). Das zahlt die Kasse. Eine besonders gefährliche Form ist die Infektion mit Clamydien (Bakterien). Frauen mit häufig wechselnden Partnern sollten sich deshalb mittels Abstrich auf Clamydien testen lassen.

 

Symptome: So äußert sich eine Eileiterentzündung

  • Beidseitige Schmerzen im Unterbauch
  • Erhöhte Temperatur
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Vaginaler Ausfluss

Besonderes Risiko: Die Erkrankung kann sich unbehandelt auf die Eierstöcke ausbreiten, Abszesse bilden oder dazu führen, dass Eileiter und Eierstock miteinander verwachsenen. Dies kann im schlimmsten Fall zu Unfruchtbarkeit (Sterilität) führen. 

 

Diagnose und Behandlung: Wie stellt der Arzt die Entzündung des Eileiters fest?

Der behandelnde Arzt hat mehrere Möglichkeiten zur Diagnose. So kann er sowohl eine Laparoskopie als auch eine Vaginalsonographie durchführen oder ein anderes, bildgebendes Verfahren verwenden. Auch ein Abstrich kann eine bakterielle Infektion nachweisen.
Bei einer Eileiterentzündung sollte in jedem Fall ein Antibiotikum verschrieben werden.

 

Faktoren, die eine Salpingitis begünstigen

  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr
  • Häufig wechselnde Sexualpartner
  • Verhütung mit der Spirale
  • Unbehandelte Infektionen wie Chlamydien oder Gonorrhoe

Quellen:

  • Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch (2002), Walter de Gruyter Verlag, Berlin
  • Roche Lexikon Medizin (1993), Hoffmann-La Roche AG und Urban & Schwarzenberg (Hrsg.), München, Wien, Baltimore
  • Dr. Schaenzler, Nicole/ Dr. med. Hoffbauer, Gabi (2001), Wörterbuch der Medizin, München, Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. KG
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