Echte Naturtalente

Redaktion PraxisVITA

Toll, dass die Pflanzenapotheke uns so viel zu bieten hat. Aber wann hilft eigentlich was? Die 12 besten Mittel gegen typische Frauenleiden wie Migräne, Hitzewallungen und Co.

 

Einschlaf- & Durchschlafprobleme

Mehrmals pro Nacht aufzuwachen ist völlig normal. Liegen wir allerdings stundenlang wach, grübeln und können nicht mehr einschlafen, wird der Schlafentzug irgendwann zur Qual. Und wirkt sich auch auf unsere Leistungsfähigkeit im Alltag aus. Dann hilft uns die Homöopathie, wieder zurück zu einer erholsamen Nachtruhe zu finden. 5 Globuli Passiflora D6 vor dem Zubettgehen fördern das Einschlafen und stoppen das nächtliche Gedankenkarussell. Bei anhaltenden Schlafstörungen bringen wir Körper und Seele mit 2-mal täglich 5 Globuli Cocculus D12 zurück in Balance.

 

Niedriger Blutdruck

Hui, wer wird denn da schwindeln? Wer niedrigen Blutdruck hat, sollte ihn auf sanfte Weise regulieren: Gleich morgens hilft ein Wermut-Tee, um besser in Schwung zu kommen. Dafür ½ TL Wermutkraut mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 2 Minuten ziehen lassen und abseihen. Für den Frische-Kick sorgt ein nicht zu heißes Bad mit Rosmarinöl. Dabei die Arme und Beine gut abreiben und die Waden am Ende so kalt wie möglich abduschen. Das verengt die Venen, und die ätherischen Öle des Rosmarins regen angenehm den Kreislauf an.

Pflanzenapotheke
Wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden, sollten Sie bereits am Morgen durch einen Wermut-Tee den Kreislauf in Schwung bringen© iStock
 

Zyklusschwankungen

Wie jetzt? Erst bleibt die Regel zwei Monate aus und dann bluten wir plötzlich umso mehr? Schwankungen im Zyklus sind während der Wechseljahre völlig normal. Allerdings kann das auch zur Belastung werden – gerade wenn wir durch besonders heftige Monatsblutungen viel Blut verlieren. Wer seinen Körper in dieser stürmischen Zeit unterstützen möchte, greift zu Schüßler-Salzen: morgens 3 Tabletten Nr. 1 Calcium fluoratum im Mund zergehen lassen, mittags 3 Tabletten Nr. 2 Calcium phosphoricum und abends 3 Tabletten Nr. 7 Magnesium phosphoricum. Um einem Eisenmangel bei starkem Blutverlust vorzubeugen, ist Nr. 3 Ferrum phosphoricum ideal.

 

Kopfschmerzen & Migräne

Wenn es im Kopf pocht, sticht oder drückt, ist schnelle Hilfe gefragt. Zum Glück hat Schüßler gegen Kopfschmerzen und quälende Migräne gleich mehrere Salze parat. Als bestes Schmerzmittel wirkt die sogenannte Heiße Sieben: Dafür 10 Tabletten des Schüßler-Salzes Nr. 7 Magnesium phosphoricum in einer Tasse mit heißem Wasser übergießen und in kleinen Schlückchen trinken. Bei Migräne mit pulsierenden Krämpfen wird Nr. 19 Cuprum arsenicosum empfohlen, bei Druckgefühl Nr. 3 Ferrum phosphoricum. Und wer zusätzlich unter Übelkeit, Schwindel und Erbrechen leidet, greift zu Nr. 4 Kalium chloratum.

 

Träge Verdauung

Nicht nur, dass eine schleppende Verdauung drückt und ziept – auch unser Bäuchlein wölbt sich unschön hervor. Warum das ab 50 häufiger so ist? Östrogen kurbelt die Darmbewegung an. Also wird der Darm in den Wechseljahren träger – bis hin zur Verstopfung. Für ein rundum gutes Bauchgefühl sorgen jetzt pflanzliche Helfer wie Flohsamen (Apotheke.). Sie quellen im Magen auf und fördern so die natürliche Darmbewegung. Am besten täglich 2-mal 1 TL Flohsamen mit einem Glas Wasser einnehmen. Wichtig: über den Tag zusätzlich mindestens 1,5 bis 2 l Flüssigkeit trinken.

 

Müdigkeit & Erschöpfung

Der SOS-Trick gegen Schwäche kommt von Pfarrer Kneipp: ein kalter Gesichtsguss! Dafür führen wir einen Wasserschlauch von der rechten Schläfe über die Stirn zur linken Schläfe und wieder zurück. Dreimal pro Seite durchführen und am Ende das Gesicht dreimal mit dem kühlenden Wasser umkreisen. Dabei die Augen schließen und bewusst die Ausatmung betonen. Das Gesicht leicht abtupfen. So tanken wir ruck, zuck neue Energie.

 

Ängste & Stimmungstiefs

Östrogen ist ein Happy-Hormon. Fehlt es uns zunehmend, erhalten Ängste, innere Unruhe und Stimmungstiefs immer mehr Raum. Dem sind wir allerdings nicht hilflos ausgeliefert. Jetzt können Heilpflanzen wie Zitronenmelisse und Lavendel für Ausgleich sorgen. Entweder als Extrakt in Kapselform oder als Tee: 5 g getrocknete Zitronenmelisse und 5 g getrockneter Lavendel mit 200 ml heißem Wasser überbrühen und 2-mal täglich zwischen den Mahlzeiten trinken.

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Auch bei Erkältungen hilft die Natur: weißer Senf löst beispielsweise festsitzenden Schnupfen© iStock
 

Ekzeme & trockene Haut

Trockene, entzündete oder schuppende Haut raubt uns die Nerven? Dann hilft eine Kur mit Schüßler-Salz Nr. 6. Sie reinigt und kräftigt unser größtes Organ und stärkt auch die Schleimhäute von innen. So geht’s: morgens und abends je 3 Tabletten Kalium sulfuricum D6 lutschen. Die Kur so lange durchführen, bis sich das Hautbild bessert. Bei trockener Gesichtshaut können wir die Schüßler-Salbe Nr. 2 als Tagescreme nutzen.

 

Schwaches Immunsystem

Gemein, aber wahr: Mit dem sinkenden Östrogenspiegel verlieren wir auch unser Schutzhormon gegen Infekte. Darum ist es jetzt wichtig, unsere Abwehr zu stärken. Wer häufiger kränkelt, kurbelt mit Echinacea purpurea D3 die Bildung seiner Abwehrzellen an. Als Kur: 2 Wochen lang 3-mal täglich je 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

 

Husten & Schnupfen

Ab sofort haben wir einen Bodyguard bei Erkältungen: weißen Senf. Für eine Auflage bei festsitzendem Schnupfen 2 EL weißes Senfpulver mit 25 ml lauwarmem Wasser verrühren. Auf ein Tuch auftragen, zusammenklappen, auf den Nacken legen und 5 Minuten wirken lassen. Danach die Haut reinigen. Für ein Fußbad gegen Husten 4 EL weißes Senfmehl in 37 Grad warmes Wasser geben. Füße für 10 Minuten darin baden, abspülen, warme Socken anziehen.

 

Rheuma & Gelenkschmerz

Bei den Anthroposophen gilt die Weide als erste Wahl bei Rheuma- und Gelenkschmerzen, insbesondere als Tee: Dafür 1 TL fein geschnittene Weidenrinde mit 1 Tasse siedendem Wasser übergießen, 20 Minuten ziehen lassen und abseihen. Der Tee hemmt Entzündungsprozesse und kann auf diese Weise Schmerzen lindern. Im Akutfall 3 bis 5 Tassen täglich trinken.

 

Blasen- & Harnwegsbeschwerden

Wo ist hier eigentlich die nächste Toilette? Eine Reizblase kostet uns im Alltag viele Nerven. Bei Stress wird das oft umso schlimmer. Doch auch da hat die Homöopathie eine Lösung parat: 2-mal täglich 5 Kügelchen Pulsatilla D12 schenken uns Gelassenheit gegenüber Stress, 2-mal täglich 5 Globuli Petroselinum D6 wirken ständigem Harndrang entgegen. Und wenn sich eine unangenehme Blasenentzündung ankündigt? Gerade im Anfangsstadium hat sich Cantharis D6 als effektives Mittel bewährt. Bei akuten Beschwerden stündlich je 5 Kügelchen auf der Zunge zergehen lassen. Und viel trinken natürlich nicht vergessen.

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