Ebola-Prognose: 1,4 Millionen Infizierte im Januar

Mediziner im Schutzanzug
In vielen Ebola-Gebieten sind nicht genügend Schutzanzüge vorhanden – darin sehen Experten einen Grund für die hohe Ansteckungsrate bei medizinischen Hilfskräften © Corbis

Ebola breitet sich rasant aus – laut aktueller Prognosen wird die Zahl der Infizierten im Januar 2015 die Millionenmarke überschreiten. Praxisvita hat die neuesten Zahlen und Fakten.

Bisher ist es nicht gelungen, die rasante Ausbreitung von Ebola einzudämmen. Laut einer aktuellen Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die Zahl der Infizierten bis zum 2. November auf über 20.000 ansteigen – die Organisation geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Die Seuchenexperten der US-amerikanischen „Centers for Disease Control and Prevention“ erwarten sogar 1,4 Millionen Krankheitsfälle bis zum 20. Januar 2015.

 

Schnelle Verdopplung der Krankheitsfälle

Dem WHO-Bericht zufolge verdoppelt sich die Zahl der Infizierten in Liberia zurzeit nach rund 30 Tagen, in Guinea nach 24 Tagen und in Sierra Leone schon nach knapp 16 Tagen.

Die Sterberate konnte aufgrund mangelnder Daten nicht genau ermittelt werden. Doch von allen Ebola-Infizierten, die über ihren gesamten Krankheitsverlauf beobachtet wurden, starben 71 Prozent.

Die Gesundheitssysteme in den betroffenen Regionen sind laut Experteneinschätzung der katastrophalen Entwicklung der Lage nicht gewachsen. Um eine noch gravierendere Verbreitung des Virus zu verhindern fordert die WHO eine bessere Isolation der Erkrankten und ihrer Kontaktpersonen.

 

Erster Verdachtsfall in der Schweiz

Derweil ist in der Schweiz der erste Ebola-Verdachtsfall aufgetreten. Ein Jugendlicher aus Guinea war vor rund einer Woche in der Asyl-Empfangsstelle des schweizerischen Vallorbe angekommen und ist gestern mit Ebola-Symptomen in das Universitätsspital Lausanne eingeliefert worden.

Hamburg, 24. September 2014

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