Ebola-Patient in Hamburg gelandet

Ebola-Patient nach Hamburg transportiert
Nach Aussagen eines Sprechers der Hamburger Gesundheitsbehörde ist heute ein Ebola-Patient in Deutschland gelandet. Der Mann soll im Universitätskrankenhaus in Hamburg-Eppendorf behandelt werden © Wiki-Commons

Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer „beispiellosen Infektionsrate“ unter den Helfern der Ebola-Epidemie. Nun wurde ein Ebola-Patient erstmals nach Deutschland eingeflogen und soll im Universitätskrankenhaus in Hamburg-Eppendorf behandelt werden. Praxisvita hat für Sie die Fakten.

Der an Ebola erkrankte Mann ist selbst ein Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und hatte sich bei der Betreuung von Ebola-Patienten in Sierra Leone mit der tödlichen Virusinfektion angesteckt. Ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde bestätigte, dass der Patient heute in Hamburg gelandet ist.

 

Ebola-Patient wird in UKE transportiert

Aktuellen Meldungen zufolge wurde der Mann in einem speziellen Isolierrettungswagen der Feuerwehr unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen vom Flughafen in Hamburg in das Universitätskrankenhaus in Hamburg-Eppendorf (UKE) transportiert. In der Klinik, die weltweit zu den führenden Instituten für Tropenmedizin gehört, soll der Mann stabilisiert und behandelt werden.

 

Viele Helfer sterben an Ebola

Bereits vor zwei Wochen sollte ein Ebola-Patient im UKE behandelt werden. Allerdings verstarb der Mann, der als Arzt ebenfalls Ebola-Patienten behandelt hatte, an den Folgen der Infektion, bevor der Transport nach Deutschland zustande kam.

Vor dem Hintergrund zahlreicher neuer Infektionen warnt die WHO seit Kurzem vor einer „beispiellosen Infektionsrate“ unter Ärzten, Pflegern und Helfern in dem Epidemie-Gebieten in Westafrika. Bislang hätten sich rund 240 Helfer beim Einsatz gegen Ebola mit dem Virus angesteckt – 120 seien in der Folge verstorben. Die Gründe für die hohe Infektionsrate liegen nach Ansicht der WHO in mangelnder Ausrüstung – wie Schutzkleidung – sowie die oft überfordernden Behandlungsbedingungen vor Ort. "Überlastetes Personal ist anfälliger für Fehler“, erklärte ein WHO-Sprecher.

Hamburg, 27. August 2014

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