Ebola-Impfstoff wird erstmals am Menschen getestet

Ebola Impfstoff am Menschen getestet
Für die freiwilligen Tester des Ebola-Impfstoffes besteht nach Aussagen US-amerikanischer Gesundheitsbehörden keine Ansteckungsgefahr © Corbis

Die WHO schätzt, dass seit Ausbruch der aktuellen Ebola-Epidemie im Dezember 2013 fast 2.000 Menschen an dem tödlichen Virus gestorben sind. Heilmittel sind bisher über ein experimentelles Niveau nicht hinausgekommen. Doch jetzt wird ein neuer Ebola-Impfstoff erstmals an Menschen getestet. Praxisvita hat für Sie die Fakten.

Nur wenige Menschen wurden bisher überhaupt mit neu entwickelten Medikamenten – wie z.B. ZMAPP – behandelt. Doch selbst wenn die bisher noch sehr umstrittene Wirkung solcher experimentellen Medikamenten bestätigt werden sollte – im Falle von ZMAPP überlebten von sieben behandelten Patienten fünf – und gefährliche Nebenwirkungen durch weitere Tests ausgeschlossen werden können, besteht immer noch das Problem der Beschaffung ausreichender Behandlungsdosen für tausende infizierte Menschen in Westafrika.

 

Impfmittel könnte Ebola-Ausbreitung stoppen

Um eine weitere Ausbreitung des mittlerweile stark mutierten Ebola-Virus zu verhindern, testen US-amerikanische Forscher deshalb in einer aktuellen Studie einen neuen Impfstoff gegen Ebola – erstmals an menschlichen Probanden. Der dazu verwendete Wirkstoff wurde bereits an zwei Frauen verabreicht. Weitere 20 Probanden im Alter von 18 bis 50 Jahren sollen demnächst in den eiligst angelegten Versuchsaufbau mit einbezogen werden. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass der Wirkstoff in der Anwendung bei Affen bereits erfolgreich getestet werden konnte.

Entwickelt wurde der Impfstoff – mit den Namen VRC-207 – vom US-amerikanischen Institut für Allergien und ansteckende Krankheiten sowie dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline. Nach Aussagend der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (NIH) bestehe für die freiwilligen Probanden keine gesundheitliche Gefahr, da der Versuchsaufbau so gestaltet sei, dass eine Ansteckung mit Ebola nicht möglich ist.

Hamburg, 5. September 2014

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