E-Health: Was dahinter steckt

E-Health-Anwendungen
Mithilfe von E-Health können Anwender ihren Gesundheitszustand kontrollieren und analysieren © Fotolia

Das Gesundheitswesen wird digital: Immer mehr Menschen verwenden ihre Smartphones oder Tablets für Fitness- und Gesundheitsanwendungen. Was es damit auf sich hat.

 

Was bedeutet E-Health?

E-Health (englisch für „electronic health“) ist ein Überbegriff für alle elektronischen Gesundheitsdienste. Ganz neu ist die Bezeichnung allerdings nicht. Erstmals tauchte der Name 1997 in dem Wissenschaftsmagazin „Healthcare PR News and Marketing“ auf.

 

Wofür benötige ich E-Health?

Anwendungen im Sinne von E-Health zielen darauf ab, Patienten im Alltag zu unterstützen und mehr Informationen über ihren Gesundheitszustand zu erhalten. Apps, mit denen Diabetiker oder Migränepatienten ihre Erkrankung gut überwachen können, haben sich seit längerem etabliert. So können Diabetiker z.B. ihren Glukosespiegel per App im Blick behalten. Dass Gesundheit im Trend liegt, haben auch die App-Entwickler erkannt und zahlreiche Fitness-Apps auf den Markt gebracht. „Keine Zeit für Sport" – diese Ausrede gilt nicht mehr, denn viele dieser Apps nehmen nur wenige Minuten in Anspruch. Fitness-Apps versprechen optimales Training – auch ohne teure Geräte oder Personal Trainer im Fitnessstudio. Mit einem Smartphone oder Tablet lassen sich die eigenen Fitnesswerte genau überwachen. Spezielle Apps helfen beim Abnehmen und überwachen den Body-Mass-Index.

E-Health-Anwendungen können in drei Bereiche gegliedert werden:

 

1. Fitness

Zurückgelegte Distanz, Tempo und maximale Geschwindigkeit sind spannende Fakten, die man mit dem Handy teilen kann. Lauf-Apps messen alle wichtigen Werte und empfehlen, wie viel man nach dem Lauf trinken sollte. Sogar Intervallläufe lassen sich mit den Apps besser steuern, weil man nicht ständig auf die Uhr schauen muss, wann die Sprinteinheit geschafft ist. Verbrauchte Kalorien, ein Pokal für geschaffte Trainingsziele und Anfeuerung zwischendurch spornen zusätzlich an. Egal ob Liegestütze, Squats, Crunches oder Asanas: Wer es nicht ins Fitnessstudio schafft, macht sein Smartphone mit Apps zum Personaltrainer. Effektiv für zu Hause sind auch Fitness-Apps, die gezielt bestimmte Körperpartien trainieren. Damit lässt sich auch mal die Mittagspause durchturnen.

 

2. Krankheit

1. Herzmesser

Bei der App "Runtastic Heart Rate Puls" wird der Finger ganz einfach auf die Kameralinse und das rückseitige LED-Licht gelegt, um die Herzfrequenz zu messen.

2. Nährstoffcheck

Die tägliche Info über unsere Nährstoffe ist uns wichtig. Die Mini-Bibliothek "Vitamine & Mineralien" lohnt sich, damit wir uns jederzeit ausgewogen und gesund ernähren.

3. Diätmotivation

Klar fühlen wir uns wohl in unserer Haut! "Lifesum" macht es uns jedoch noch leichter, unsere Kalorien- und Bewegungseinheiten im Blick zu behalten.

4. Einschlafhilfe

"Relax Melodies: Schlaf & Yoga" ist die App für die Entspannung. Wir können unsere eigenen Sounds aus 52 Klängen zusammenstellen.

5. Akupressur

Typische Beschwerden können wir dank der App "Wechseljahre einfach meistern" jederzeit und an jedem Ort einfach wegdrücken oder wegmassieren.

 

3. Forschung

ResearchKit ist eine Software, mit der Apps für die medizinische Forschung entwickelt werden können. Die Anwendung macht das Smartphone zu einem starken Werkzeug für die medizinische Forschung, indem es Ärzte, Wissenschaftler und andere Forscher darin unterstützt, Daten regelmäßiger und zuverlässiger von Teilnehmern zu sammeln, die Gesundheits- und Fitness-Apps nutzen.

 

Warum wird E-Health immer wichtiger?

Laut einer Studie wünscht sich fast jeder zweite Deutsche technische Möglichkeiten, um seine Gesundheitsdaten zu verwalten. E-Health-Anwendungen machen Patienten unabhängiger vom Arzt –insbesondere von Praxisbesuchen und Krankenhausaufenthalten – und verschaffen ihnen mehr Kontrolle über ihren Gesundheitszustand. Mithilfe elektronischer Mittel sollen im Gesundheitswesen die Abläufe verbessert und Patienten, Ärzte, und Therapeuten besser miteinander vernetzt werden. Ziel ist es, mehr Sicherheit und Qualität im Gesundheitswesen zu schaffen und langfristig zur Stabilisierung der Kosten beizutragen.

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