Durchfall wie Wasser: Ursachen und was hilft

Susanne Petersen Medizinredakteurin

Mehrmals täglich Durchfall wie Wasser schwächt und kann sogar gefährlich werden. Welche Ursachen können dahinterstecken, welche Symptome sind möglich und was hilft? Die Antworten!

Inhalt
  1. Plötzlicher Durchfall wie Wasser
  2. Ursachen für starken Durchfall
  3. Diese Symptome gibt es beim flüssigen Stuhlgang
  4. Durchfall wie Wasser: Wann zum Arzt?
  5. Durchfall wie Wasser: Was tun?
 

Plötzlicher Durchfall wie Wasser

Meist tritt der flüssige Stuhlgang ohne längere Vorwarnung auf. Vielleicht ein Bauchgrummeln, Unwohlsein oder Übelkeit als Begleitsymptom, und schon geht es los. Vom normalen Durchfall, der dadurch definiert wird, dass er mehr als drei Mal am Tag auftritt, unterscheidet sich der wässrige vor allem in seiner Konsistenz.

Wenn diese häufiger auftritt, kommen kaum noch feste Bestandteile des Stuhls aus dem Darm. Es fließt förmlich aus dem Rektum. Diese großen Wassermengen schwächen nicht nur den Kreislauf, dem Körper werden auch wichtige Spurenelemente entzogen

Eine Frau sitzt auf Toilette
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Ursachen für starken Durchfall

Diese auch Diarrhö genannte Erkrankung wird meist von Bakterien oder Viren verursacht. Bei Bakterien sind oft verunreinigte Lebensmittel die Quelle, Viren werden von Menschen übertragen. Manche Keime und Viren können sehr schwere Durchfälle verursachen, wichtige Elektrolyte ausschwemmen und sogar gefährlich werden.

Salmonellen oder Noroviren sind Beispiele für Auslöser solcher Magen-Darm-Probleme. Manchmal sind andere Erkrankungen die Ursache. Langanhaltende oder chronische Diarrhö kommt bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, bei der Unverträglichkeit von Gluten, bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen oder Krebserkrankungen vor. Wenn ein solcher Stuhlgang länger anhält, sollte die Ursache vom Mediziner diagnostiziert werden.

 

Diese Symptome gibt es beim flüssigen Stuhlgang

Ob Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe oder Fieber: meist kommt die Erkrankung nicht allein. 

Eine Frau sitzt auf Toilette und hat Bauchkrämpfe
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Diese Symptomenkombinationen treten bei der Diarrhö oft gemeinsam auf:

Morgens Durchfall wie Wasser

Wer gleich morgens nach dem Aufstehen dringend zur Toilette muss, hat nicht unbedingt den besten Start in den Tag. Doch keine Panik, nicht immer ist das gleich ein Anzeichen für eine Magen-Darm-Grippe oder Schlimmeres. Haben Sie am Abend zu viel Alkohol getrunken? Das kann den Darm reizen und zu Durchfall führen. Morgens nach dem Aufwachen direkt zu Rauchen kann ebenfalls zu Stuhldrang mit wässriger Konsistenz führen.

Auch Stress oder Nebenwirkungen von Medikamenten wie Antibiotika belasten das Verdauungssystem. Tritt es morgens regelmäßig auf, können Unverträglichkeiten von Lebensmitteln oder Allergien dahinterstecken. Ein Lebensmittel-Tagebuch kann helfen, den Grund dafür zu finden. Wird es gar nicht besser und erstreckt es sich über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten? Dann leiden Sie vielleicht am sogenannten Reizdarmsymptom.

Magenkrämpfe und Durchfall wie Wasser

Dieser Symptomenkomplex ist relativ häufig anzutreffen und ist typisch bei Magen-Darm-Infektionen. Diese treten besonders oft in den Wintermonaten auf und werden durch Schmierinfektionen übertragen. Sei es durch Bakterien oder Viren, die Erreger sorgen für ein ziemliches Durcheinander im Magen. In der Folge schmerzt der Magen, es entstehen Krämpfe und der Mageninhalt wird im Darm nicht richtig verdaut. 

Frau sitzt auf der Toilette.
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Wässriger Durchfall ohne Übelkeit

Ein Zeichen dafür, dass es sich nicht um eine Infektion mit einem Erreger handelt, ist meist, dass begleitend keine Übelkeit auftritt. Der übermäßige Verzehr von Nahrungsmitteln mit Zuckerersatzstoffen (Sorbitol u.ä.) oder von Abführmitteln kann Auslöser für diese Form sein.

Wässriger Durchfall ohne Schmerzen

Ein solcher Stuhlgang ist harmlos, wenn er nur kurz anhält. Über längere Zeit kann auch diese Art der Entleerung das Leben belasten. Zur Ursachenforschung sollten die Essgewohnheiten untersucht werden. Im Rahmen eines Checks beim Internisten können Sie herausfinden, warum die Diarrhö nicht aufhört. 

Bauchkrämpfe und Durchfall wie Wasser

Diese Kombination tritt häufig auf. Akuter Durchfall, der mit Krämpfen einhergeht, wird oft durch eine Infektion ausgelöst. Die Erreger wie Escherichia Coli oder Campylobacter reizen die Darmschleimhaut und fördern zunehmend Flüssigkeit in den Darm. Bei den meisten anderen Auslösern von flüssigem Stuhlgang kommt es ebenfalls zu Bauchkrämpfen. So zum Beispiel bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa

Haferflocken und Banane bei Durchfall
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Der Durchfall wie Wasser ist hellbraun?

Das ist in der Regel normal. Je häufiger dieser flüssige Stuhlgang anhält, desto weniger Bestandteile des festen Stuhls befinden sich noch darin. Je flüssiger er wird, desto heller wird er. Schließlich kommt nur noch durchsichtiges Wasser heraus. Bleibt der Stuhl allerdings hellbraun, könnte es sich auch um eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse handeln.

 

Durchfall wie Wasser: Wann zum Arzt?

Wie bei jeder anderen Erkrankung gilt, dass ein Besuch beim Arzt angeraten ist, wenn das Allgemeinbefinden über einige Tage sehr schlecht ist. Bestehen starke Einschränkungen durch ein geschwächtes Herz-Kreislaufsystem? Fühlen Sie sich schwach, haben starke Schmerzen oder hohes Fieber? Dann sollte ein Arzt verständigt werden. 

Eine Frau sitzt auf Toilette
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Bei diesen Anzeichen zum Arzt:

  • Schwere Bauchschmerzen
  • Dehydrierung
  • Hohes Fieber über mehr als 3 Tage
  • Starker Gewichtsverlust
  • Blut im Stuhl oder Blutungen aus dem Anus
 

Durchfall wie Wasser: Was tun?

Die Therapie bei akuten und chronischen wässrigen Durchfällen hängt von der Ursache ab. Bei normalen Magen-Darm-Infektionen sollte über mehrere Tage Schonkost wie Zwieback, Salzstangen, geriebener Apfel gegessen werden. Fettige Speisen sind tabu. Oberstes Gebot ist viel trinken! Neben Wasser sind besonders Tees geeignet, den Verlust an Flüssigkeit auszugleichen. Wählen Sie Tees mit reichlich Gerbstoffen wie Zubereitungen aus Himbeerblättern. Das verlorene Salz kann durch Gemüsebrühe oder Mineralwasser wieder zugeführt werden. 

Haferschleim, Teetasse und Banane auf einem Tisch
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Dauern die Beschwerden mehrere Tage an, kann eine Elektrolyt-Glukose-Mischung den Salzverlust ausgleichen. Ist Erbrechen Teil der Magen-Darm-Grippe kann eine Infusionstherapie notwendig werden.

Sind Erkrankungen wie das Reizdarmsymptom oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung wie Morbus Crohn die Ursache für die Beschwerden, dann helfen Hausmittel nicht immer weiter. Die Therapie sollte individuell abgestimmt werden, um zunächst das Symptom Durchfall wie Wasser zu beseitigen und dann die Ursache zu bekämpfen.

Quellen:

Wann wird Durchfall gefärhlich?, in: internisten-im-netz.de

Infektiöse Durchfallerkrankungen, in: gastro-liga.de

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