Durchfall beim Hund: Diese Schonkost und diese Hausmittel helfen

Michael van den Heuvel Medizin- und Wissenschaftsjournalist

Durchfall beim Hund ist nicht selten. Sofern keine schwere Krankheit dahintersteckt, kann er aber mit einer Diät und mit Hausmitteln behandelt werden. Wir erklären Ihnen, was gegen Durchfall bei Hunden hilft.

Einem Hund wird ein Napf mit Fressen vor die Schnauze gehalten
Eine falsche Ernährung kann die Ursache dafür sein, dass ein Hund unter Durchfall leidet Foto:  istock_FatCamera
Inhalt
  1. Was sind die Ursachen für Durchfall bei Hunden?
  2. Durchfall beim Hund: Wann sollte man zum Tierarzt gehen?
  3. Welche Schonkost hilft einem Hund mit Durchfall?
  4. Wenn der Hund Durchfall hat: Welche Hausmittel helfen?
 

Was sind die Ursachen für Durchfall bei Hunden?

Durchfall tritt beim Hund relativ häufig auf und hat ganz unterschiedliche Ursachen. In vielen Fällen führt falsche Ernährung zum Durchfall beim Hund. Das können unverträgliche oder verdorbene Lebensmittel sein. Auch die Umstellung von normalem Dosenfutter und Trockenfutter auf BARF-Kost, sprich rohes Fleisch, Innereien und Knochen, wird nicht immer vertragen.

Durchfall kann ebenso auf Magen-Darm-Erkrankungen, Infektionen oder Autoimmunerkrankungen hindeuten. Nicht zuletzt sollte man an eine mögliche Vergiftung des Tieres denken – das kommt immer wieder vor.

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Durchfall beim Hund: Wann sollte man zum Tierarzt gehen?

Wenn ein Hund blutigen Durchfall hat oder sich ein chronischer Durchfall beim Hund entwickelt, so ist Vorsicht geboten. Gleiches gilt, wenn der Durchfall bei Welpen auftritt. Auch Fieber über 40°C deutet auf einen schweren Verlauf hin. Der Tierarzt muss in diesen Fällen abklären, was der Auslöser ist.

Für Durchfall beim Hund entscheidet sich anhand der Ursache, welche Medikamente zum Einsatz kommen. Hat der Hund beispielsweise eine bakterielle Infektion, bekommt er Antibiotika. Um schweren Flüssigkeitsverlust auszugleichen, verabreicht der Arzt dem Hund Elektrolyte als Infusion.

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Welche Schonkost hilft einem Hund mit Durchfall?

Sollte aus medizinischer Sicht nichts dagegensprechen, lässt man den Hund 12 bis 48 Stunden lang fasten. Ausreichende Mengen frisches Wasser sind wichtig. Es empfiehlt sich, mehrere Näpfe dafür bereitzustellen. Nach dieser Fastenperiode erhält der Hund drei bis fünf Tage lang Schonkost.

Für ein Tier mit zehn Kilogramm Körpergewicht besteht eine Mahlzeit aus 125 Gramm gekochtem, klein geschnittenem Hühnerfleisch ohne Knochen, 300 Gramm weich gekochtem Reis und 125 Gramm Hüttenkäse. Diese Diät liefert zwar nicht alle benötigten Vitamine und Mineralstoffe, ist aber für mehrere Tage unproblematisch, um den Darm des Hundes zu beruhigen. Fertig zubereitete Schonkost gibt es auch beim Tierarzt und in Fachgeschäften.

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Wenn der Hund Durchfall hat: Welche Hausmittel helfen?

Hat der Hund Durchfall und keine schwerwiegende Grunderkrankung, kann man ihm Hausmittel geben, die auch beim Menschen zum Einsatz kommen. So verbessern etwa ballaststoffreiche Nahrungsmittel, wie Flohsamen oder Kleie, die Konsistenz des Stuhls.

Bestimmte Milchsäurebakterien (Präbiotika), wie Inulin oder Pektin, unterstützen die Regeneration des Darms, indem sie das Wachstum „guter“ Bakterien fördern. Sie verdrängen im Darm unerwünschte Erreger, die zu Durchfall führen.

Besonders gut ist der Effekt, wenn man dem Hund gleichzeitig Präbiotika und Probiotika gibt – Gerbstoffe, etwa aus Eichenrinde, binden Giftstoffe, die schädliche Darmbakterien produzieren und so Durchfall beim Hund verursachen. 

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