Herz & Kreislauf

Durchblutung verbessern: Die 6 besten Tipps für Ihren Alltag

Mona Eichler Health-Redakteurin

Sie wollen Ihre Durchblutung verbessern? Gute Idee, denn ein gesunder Blutfluss garantiert, dass der gesamte Körper mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Die folgenden 6 Tipps für eine verbesserte Durchblutung lassen sich im Alltag einfach und stressfrei umsetzen.

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Inhalt
  1. Durchblutung verbessern: 3 Tipps für den Feierabend 
  2. Durchblutung verbessern: 3 Tipps aus der Küche
  3. Bessere Durchblutung durch Medikamente?

Die Durchblutung zu verbessern, steigert das Wohlbefinden, da das Blut in unserem Körper lebenswichtige Aufgaben übernimmt. Zum einen versorgt es sämtliche Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Zum anderen transportiert es Zellen, Eiweiße, Blutplättchen, Hormone und andere Botenstoffe dorthin, wo sie gebraucht werden. So werden eine funktionierende Informationsverteilung im Körper, die Abwehr von Krankheitserregern und die Blutstillung von Wunden ermöglicht. Zusätzlich verteilt Blut Wärme im gesamten Körper. Je gesünder der Blutfluss, desto besser und fitter fühlt sich der Mensch also. 

Wollen Sie Ihre Durchblutung verbessern, müssen Sie nicht zum Leistungssportler werden oder Medikamente schlucken. Unsere Tipps helfen ganz simpel im Alltag.

Was sind Durchblutungsstörungen?

Durchblutungsstörungen treten auf, sobald das Blut nicht mehr ungehindert durch die Gefäße fließen kann. Das kommt häufig unbemerkt vor und meistens lösen sich die Durchblutungsstörungen von allein wieder auf. Gefährlich werden sie allerdings, wenn Gewebe oder Organe über einen längeren Zeitraum nicht richtig durchblutet werden. Durch die Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen kommt es zu Organschäden oder abgestorbenem Gewebe. Durchblutungsstörungen können plötzlich (akut) oder dauerhaft (chronisch) auftreten. Ein Beispiel für akute Durchblutungsstörungen ist ein plötzlicher Venenverschluss. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) gehört dagegen zu den anhaltenden Durchblutungsstörungen.

Arterielle Durchblutungsstörungen
Krankheiten & Behandlung Durchblutungsstörungen

 

Durchblutung verbessern: 3 Tipps für den Feierabend 

Bessere Durchblutung dank Fahrradfahren 

Es ist kein Geheimnis, dass Sport den Blutfluss anregt und damit die Durchblutung fördert. Doch gerade jetzt während der Corona-Pandemie wollen die wenigsten von uns ein Fitnessstudio oder einen Kursraum besuchen, in dem man mit anderen schwitzt. Fahrradfahren kommt da gerade recht. Der Sport findet an der frischen Luft statt – kontaktlos alleine oder mit Freunden. Fahrradfahren regt die Durchblutung an und bringt so das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Ein besonders im Herbst erwünschter Nebeneffekt: Durch die Bewegung an der frischen Luft beugt man einer Winterdepression vor. 

Ist das Wetter zu schlecht, um sich aufs Rad zu setzen, kann man übrigens einfach ein paar Treppen steigen. Auch dabei wird der Blutfluss angeregt.

Durchblutung anregen mit Massagen

Eins der bekanntesten Hausmittel für eine verbesserte Durchblutung ist die Bürstenmassage, auch bekannt als Trockenmassage. Dabei gleitet man mit einer weichen Bürste in kreisenden Bewegungen den gesamten Körper entlang. So werden Durchblutung, Lymphfluss und Kreislauf angeregt, was nicht nur wacher und aktiver macht, sondern auch Entschlackungsprozesse im Körper fördert. 

Wer eine intensivere Behandlung bevorzugt, kann mittels einer Massagepistole die Durchblutung anregen. Die Geräte sehen in den meisten Fällen aus wie ein Reiseföhn und lösen mit bis zu 32.000 Schlägen pro Minute und verschiedenen Aufsätzen Muskelverspannungen im Heimgebrauch. Als positiven Nebeneffekt können Sie so die Durchblutung verbessern. 

Kohlensäurebäder

Kohlensäurebäder (auch CO2-Bäder) werden zwei gesundheitliche Vorteile nachgesagt: Sie sollen die Durchblutung anregen und den Blutdruck senken. Das in die Badewanne gegebene Kohlendioxid wandelt sich im Kontakt mit Wasser zu Kohlensäure um und kann über die Haut aufgenommen werden. Ursprünglich kamen Kohlensäurebäder vor allem bei Kuraufenthalten zur Anwendung. Inzwischen können die Badezusätze allerdings auch in der Apotheke für Zuhause gekauft werden. 

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Durchblutung verbessern: 3 Tipps aus der Küche

Durchblutung anregen mit Chili

Das in Chilis enthaltende Alkaloid Capsaicin regt den Blutfluss an, indem es jene Nervenrezeptoren, die Hitze und Schmerz erkennen, reizt. Dadurch schüttet der Körper Endorphine aus, was den Stoffwechsel in Schwung bringt. 

Wer einen empfindlichen Magen hat, muss Chili nicht essen, um sich dessen durchblutungsfördernde Eigenschaften zum Vorteil zu machen. Capsaicin kann auch in Form von Salben, Cremes und Pflastern zur äußerlichen Anwendung kommen und so die Durchblutung anregen. 

Knoblauch fördert die Durchblutung

Knoblauch, am besten roh genossen, erweitert die Blutgefäße, was die Durchblutung verbessert. Die schwefelhaltigen Aromastoffe Alliin und Allicin setzen während der Verdauung Stoffe frei, die den Blutfluss fördern. 

Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Wer blutverdünnende Medikamente nimmt, sollte Knoblauch nur in geringen Dosen genießen.  

Weißdorn: Arzneipflanze für eine bessere Durchblutung 

Aber nicht nur Gewürze und die richtige Bewegung sorgen für eine verbesserte Durchblutung. Auch die Natur hält einige Pflanzen für uns bereit, die sich nebenbei sogar positiv auf unser Herz auswirken. Denn eine gute Durchblutung ist nicht nur für die Gefäße in Armen und Beinen wichtig, sondern auch die Durchblutung des Herzens, besser gesagt der Herzkranzgefäße muss gewährleistet sein. Und dafür können wir selbst mithilfe der Natur eine Menge tun, um unseren Lebensmuskel zu unterstützen und so die Durchblutung zu verbessern. So enthält die Arzneipflanze Weißdorn beispielsweise sogenannte oligomere Procyanidine (OPC). Dabei handelt es sich um natürliche pflanzliche Inhaltsstoffe, die die Durchblutung in den Herzkranzgefäßen verbessern. Sie verstärken dadurch die Pumpkraft des Herzens, senken den Blutdruck und schützen sogar vor Rhythmus-Störungen.

Regelmäßig eingenommen, stärkt Weißdorn nicht nur die Leistungsfähigkeit des Herzens, sondern verbessert auch die sogenannte Endothel-Funktion. Denn abgesehen vom Lebensmuskel selbst, spielt auch die Innenauskleidung der Blutgefäße (Endothel) eine wichtige Rolle für die Herzgesundheit. Nur wenn das Endothel intakt ist, können die Gefäße die ausreichende Versorgung des Körpers mit Sauerstoff sicherstellen. Weißdorn kann so neben Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung wesentlich zur Gesunderhaltung der Gefäße beitragen und die Durchblutung verbessern.

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Bessere Durchblutung durch Medikamente?

Bei starken Durchblutungsstörungen, die sich mit einem gesünderen Lebensstil oder Hausmitteln nicht in den Griff kriegen lassen, kann der Arzt Medikamente verschreiben. Allerdings kommen diese erst dann zum Einsatz, wenn sanftere Methoden zur Verbesserung der Durchblutung nicht gegriffen haben.
Zu Durchblutungsmedikamenten gehören neben vielen anderen so genannte Thrombozytenaggregationshemmer, die eine übermäßige Blutgerinnung unterbinden. In der Folge verstopfen Arterien seltener und das Blut fließt leichter durch den Körper. 
Sind nicht etwa verkalkte Arterien der Grund für die Durchblutungsstörungen, sondern eine zunehmende Verkalkung der Gefäße (Arteriosklerose), wird diese mit Medikamenten behandelt. Das kann unter anderem über Fibrate geschehen, die die Blutfettkonzentration im Körper senken und so auch die Durchblutung verbessern. 

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Quellen:
Was ist Blut genau?, in: uniklinikum-saarland.de
Massagepistolen für Nacken, Schulter, Rücken, in: handelsblatt.com

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