Dulcamara: Gegen Entzündungen und Exzeme

Nicole Lücke Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Dulcamara ist eine anerkannte Arzneipflanze und kann als solche dazu beitragen, chronische Ekzeme zu lindern. Aber auch als homöopathisches Mittel kommt Dulcamara zum Einsatz – in der Form kann die Heilpflanze gegen Entzündungen jeglicher Art helfen.

Eine Dulcamara-Pflanze
Dulcamara kann vor allem bei entzündlichen Erkrankungen Abhilfe schaffen Foto:  istock_dadalia
Inhalt
  1. Was ist Dulcamara?
  2. Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Dulcamara angewandt?
  3. Welche Dosierung und Anwendung bei Dulcamara?
  4. Dulcamara: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?
 

Was ist Dulcamara?

Dulcamara ist ein Nachtschattengewächs und wird auch als „Bittersüßer Nachtschatten“ bezeichnet. Dem Dulcamara-Strauch wird unter anderem eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Grundlage für pflanzliche oder homöopathische Mittel sind die frischen, vor der Blütezeit geernteten grünen Stängel und Blätter.

 

Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Dulcamara angewandt?

Als Arzneipflanze kann Dulcamara unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung chronische Ekzeme lindern. Als homöopathisches Mittel soll Dulcamara insbesondere Personen helfen, die auf feuchte Kälte und plötzlichen Temperaturabfall empfindlich reagieren und sich leicht „verkühlen“. Wärme bessert die Beschwerden in der Regel.

Zu den Anwendungsgebieten, bei denen das homöopathische Mittel zum Einsatz kommt, zählen:

  • Blasenentzündungen und Harnwegsinfekte
  • entzündete Schleimhäute
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Mittelohrentzündung
  • Ausschlag und Nesselsucht, die durch Kälte ausgelöst wird
  • Herpesbläschen
  • Heuschnupfen im Spätsommer
  • Durchfall, der durch Kälte hervorgerufen wird
  • Asthma/Gelenkschmerzen/Rückenschmerzen bei feucht-kaltem Wetter
  • Schmerzen im Gesicht durch Trigeminus-Neuralgie
  • Warzen im Gesicht oder auf dem Handrücken

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Welche Dosierung und Anwendung bei Dulcamara?

Zur Behandlung chronischer Ekzeme sind Extrakte aus Dulcamara-Stängeln als Fertigpräparat erhältlich. Man trägt den Extrakt ein- bis fünfmal täglich auf die Hautstelle auf. Für Schwangere und Stillende ist das Mittel nicht geeignet. Da Bittersüß eine Giftpflanze ist, sollte das Mittel nur äußerlich oder in homöopathischen Dosierungen angewandt werden.

Als homöopathisches Mittel kann man Dulcamara in unterschiedlichen Darreichungsformen und Verdünnungsgraden (Potenzen) kaufen. Häufig empfehlen Homöopathen die Potenzen D6 und D12. Welche Dosierung am besten geeignet ist, richtet sich unter anderem nach der Art der Beschwerden. Bei einer durch Kälte begünstigten Blasenentzündung können erwachsene Patienten zum Beispiel zwei- bis dreimal täglich fünf Dulcamara-Globuli in der Potenz D12 einnehmen.

 

Dulcamara: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?

Extrakte aus Bittersüß-Stängeln sind für Babys, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet. Als homöopathisches Mittel hingegen kommt Dulcamara auch bei Babys und Kindern infrage. Als besonders geeignet gilt es für Kinder, die anfällig für Infekte sind. Pro Gabe erhalten sie eine niedrigere Dosis als Erwachsene: Säuglinge bekommen nur ein Streukügelchen pro Gabe, Kleinkinder zwei Globuli. Kinder, die älter als drei Jahre sind, können drei Globuli Dulcamara einnehmen.

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Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quelle:

Dulcamara-Bittersüß, in: Homöopathie Online

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