Drohen Herzogin Kates Kindern Entwicklungsstörungen?

Herzogin Kate litt unter schwerer Schwangerschaftsübelkeit
Herzogin Kate litt unter schwerer Schwangerschaftsübelkeit © Corbis

Die Mutter von Prinzessin Charlotte und Prinz George litt unter schwerem Schwangerschaftserbrechen – eine aktuelle Studie behauptet, dass dadurch Verzögerungen in der Entwicklung ihrer Kinder drohen.

Schon während ihrer Schwangerschaften war die Sorge groß - um die werdende Mama. Herzogin Kate litt an einer seltenen Form der Schwangerschaftsübelkeit, der sogenannten Hyperemesis gravidarum. Sie musste mehrere offizielle Termine absagen und wurde immer wieder ärztlich behandelt. Schließlich droht durch die vermutlich hormonell bedingte Übelkeit ein gefährlicher Flüssigkeitmangel (Dehydrierung) und Nährstoffverlust. Aber nach der Geburt von Prinz George und Prinzessin Charlotte schien alles vergessen. Eine Studie regt jetzt wieder zur Sorge an.

 

Schangerschaftserbrechen kann Kinderhirn schaden

Wissenschaftler der University of California verglichen in einer kürzlich im European Journal of Obstetrics & Gynecology and Reproductive Biology veröffentlichten Studie die Entwicklung von 312 Kinder von 203 Müttern mit Hyperemesis gravidarum mit der von 169 Kindern, deren 89 Mütter keine derartigen Beschwerden hatten.

Das Ergebnis: Die Kinder von Müttern mit schwerem Schwangerschaftserbrechen zeigten rund dreimal so häufig neurologische Entwicklungsauffälligkeiten – darunter Aufmerksamkeitsstörungen, Lernprobleme und Verzögerungen in der Sprechentwicklung. Allerdings legen die Ergebnisse nahe, dass eine intensive medizinische Behandlung mit Nährstoff-Infusionen – wie sie Herzogin Kate schon frühzeitig bekommen hat – das Risiko stark vermindern kann. Die Studie zeigt allerdings, dass besonders ein vor der fünften Schwangerschaftswoche einsetzendes schweres Erbrechen gefährliche Schäden an der neurologischen Entwicklung des Kindes begünstigt.

Hamburg, 27. Juni 2015

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