Dreitagefieber: Erste Hilfe für Kinder

Redaktion PraxisVITA

Symptome wie Schnupfen, Halsweh, Husten, andere Kinderkrankheiten und auch das Dreitagefieber richtig zu erkennen, erklärt ihnen Praxisvita.

Dreitagefieber bekommen Kinder von zwei Monaten bis zwei Jahre
Wenn bei Kindern im Alter von zwei Monaten bis zwei Jahren plötzlich hohes Fieber auftritt, das bis vier Tage andauert, handelt es sich in der Regel um Dreitagefieber. Das ist allerdings meistens harmlos © Fotolia

Wenn Viren, die Schleimhäute in Nase, Rachen, Hals und Lunge reizen. Sollten Sie viel trinken (zum Beispiel warmen Holunderbeersaft). Wickel lindern Halsschmerzen und Fieber.

 

Wann zum Arzt?

Wenn die Beschwerden nach 3 Tagen nicht abklingen oder sich verschlimmern.

 

Symptome bei Dreitagefieber

Welche Symptome zeigen sich? Plötzlich auftretendes hohes Fieber, das 3 bis 4 Tage andauert, danach blassroter Hautausschlag am Rumpf. Was genau steckt dahinter? Eine Virusinfektion mit hohem Fieber und Hautausschlag, die vor allem Kinder im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren trifft. Was kann man tun? In der Regel ist das Dreitagefieber eine harmlose Krankheit. Wichtig sind Bettruhe und fiebersenkende Maßnahmen, wenn die Temperatur 40°C übersteigt. Wann zum Arzt? Falls nach 3-4 Tagen keine Besserung eintritt oder andere Beschwerden hinzukommen.

 

Was ist eine Mandelentzündung?

Welche Symptome zeigen sich? Gerötete oder eitrige Mandeln, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, erhöhte Temperatur bis hin zu hohem Fieber. Was steckt dahinter? Durch Viren oder Bakterien können sich die Mandeln im Rachen entzünden und anschwellen. Wann zum Arzt? Falls nach zwei Tagen noch keine Besserung eintritt. Was kann man zusätzlich tun? Feuchtwarme Halswickel lindern die Beschwerden.

 

Wie erkennen Sie Scharlach?

Welche Symptome zeigen sich? Stark geröteter Rachen, roter Hautausschlag, Kopfschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost, Halsweh, Schluckbeschwerden, weiß-gelb belegte Mandeln. Was steckt dahinter? Bakteriell ausgelöste Entzündung der Mandeln, bei der die Bakterien Giftstoffe produzieren, die u. a. zu Hautausschlag führen. Wann zum Arzt? Sobald die Symptome auftreten. Was kann man zusätzlich tun? Warmer Kamillentee lindert die Halsschmerzen, bei Fieber Bettruhe.

 

Was ist Pfeiffersches Drüsenfieber?

Welche Symptome zeigen sich? Unwohlsein, Gliederschmerzen, geschwollene Nackenlymphknoten, Halsweh, Fieber. Was genau steckt dahinter? Eine durch Viren ausgelöste Rachenentzündung, oft sind auch Milz und Leber beteiligt. Betroffen sind vor allem ältere Kinder bis zur Pubertät. Wann zum Arzt? Sobald die Symptome auftreten. Was kann man zusätzlich tun? Ihr Kind sollte sich schonen, bei Fieber ist Bettruhe wichtig.

 

Was tun bei einer Mittelohrentzündung?

Welche Symptome zeigen sich? Stechende Schmerzen im Ohr, Fieber. Was genau steckt dahinter? Eine durch Viren oder Bakterien ausgelöste Entzündung des Ohrs, oft in Folge einer Erkältung. Wann zum Arzt? Sobald die Symptome auftreten. Was kann man zusätzlich tun? Alle 3 Stunden Kinder-Nasentropfen geben (Ohr und Nasenkanal sind verbunden).

 

Was ist Brechdurchfall?

Welche Symptome zeigen sich? Brechreiz, Durchfall. Was steckt dahinter? Eine meist durch Viren ausgelöste Magen-Darm-Störung. Was kann man tun? Viel trinken (z. B. Kamillentee, Mixgetränke aus Mineralwasser, Cola und Orangensaft). Wann zum Arzt? Wenn die Beschwerden länger als 2 Tage anhalten.

 

Wie kommt es zur Verstopfung?

Welche Symptome zeigen sich? Harter, sehr trockener Stuhlgang. Was steckt dahinter? Falsche Ernährung, Psyche. Was kann man tun? Viel trinken, Trockenpflaumen essen. Wann zum Arzt? Wenn die Beschwerden nach 2 Tagen noch nicht abgeklungen sind.

 

Gegen diese Kinder-Krankheiten wird heute geimpft

 

Das Standard-Paket

Damit Ihr Kind rundum gut geschützt ist, sollte es gegen Diphtherie, Kinderlähmung (Polio), Wundstarrkrampf (Tetanus) sowie Keuchhusten, HIB (eine besondere Form von Grippe-Viren) und Gelbsucht (Hepatitis B) geimpft sein. Diese 6 Impfungen gelten als Standard-Schutz. Es gibt sie als Kombi-Impfung, die innerhalb des 1. Lebensjahres insgesamt viermal gegeben wird, später (ab 5 Jahre) aufgefrischt werden muss.

 

Neue Impfungen

Früher hatte fast jedes Kind einmal Masern, Röteln oder Windpocken. Mittlerweile gibt es jedoch auch gegen diese Krankheiten Impfungen. Die so genannte MMR-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln sollte laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) zwischen dem 11. - 23. Lebensmonat zweimal gegeben werden. Ganz neu ist die Windpocken-Impfung (gegen Varizellen), die auch ab dem 11. Lebensmonat empfohlen wird.

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