Dreitagefieber: Diagnose erfolgt anhand des typischen Fiebers und Ausschlags

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Um die Dreitagefieber-Diagnose zu stellen, wird der Kinderarzt einige Fragen zu den Symptomen und dem Verlauf stellen. Für den Arzt ist zum Beispiel wichtig, wann das Fieber aufgetreten ist und wie lange es bereits anhält. Da beim Dreitagefieber oft nur hohes Fieber als einziges Symptom auftritt, ist es nicht immer leicht, eine eindeutige Diagnose sofort zu stellen. Beim Dreitagefieber ist die Diagnose in Regel erst nach dem Abklingen des Fiebers möglich – charakteristisch sind sowohl das plötzliche Auftreten wie das ebenso abrupte Abklingen des Fiebers.

Die endgültige Dreitagefieber-Diagnose lässt sich anhand des anschließenden Hautausschlags stellen. Im Gegensatz zu anderen Kinderkrankheiten, die auch Fieber und einen Hautausschlag verursachen, wie zum Beispiel die Masern, zeigt sich der Ausschlag beim Dreitagefieber erst nach dem Abklingen des Fiebers. Bei den Masern hingegen tritt er zusammen mit dem Fieber auf.

 

Diagnose des Dreitagefiebers

Beim Verdacht auf ein Dreitagefieber kann der Arzt zur Diagnose zusätzlich Blut- und Urinuntersuchungen anordnen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Fieber länger als drei Tage andauert. Die Untersuchungen dienen dazu, andere Krankheiten wie eine Blasen- oder Nierenbeckenentzündung, die ebenfalls Auslöser für das Fieber sein können, auszuschließen. Bestimmte Werte im Blut weisen auf eine Infektion hin: So ist die Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut erniedrigt (Leukopenie), gleichzeitig aber die Anzahl der Lymphozyten erhöht (relative Lymphozytose). Die Lymphozyten gehören zu den Leukozyten und machen normalerweise maximal 40 Prozent an deren Gesamtzahl aus. Infolge des Dreitagefiebers steigt ihr Anteil jedoch auf bis zu 80 Prozent an.

Zur Dreitagefieber-Diagnose eignet sich auch der Nachweis des Erregers. Im Blut lassen sich Abwehrstoffe (Antikörper), die der Körper gegen den Erreger gebildet hat, nachweisen. Allerdings ist dies erst zwei Wochen nach der Erkrankung möglich, sodass sich diese Methode nur dazu eignet, eine bereits durchgemachte Infektion festzustellen. Um ein Dreitagefieber zu diagnostizieren, lässt sich außerdem das Erbgut (DNA) des Erregers mit speziellen molekularbiologischen Methoden (zum Beispiel einer sogenannten PCR) in Speichel, Blut, Urin oder Gehirn- beziehungsweise Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) nachweisen. Diese aufwändigen Untersuchungen sind allerdings bei einem unkomplizierten Verlauf des Dreitagefiebers nicht notwendig.

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