Drei kuriose Fakten rund ums Abnehmen

Joana Schmidt
Nüsse
Mandeln und Nüsse sind gesünder als ihr Ruf als Kalorienbomben © Fotolia

Fetthaltige Nüsse, schlanke Kellner, frühes Aufstehen am Wochenende - wir zeigen drei neue Studien, die verraten, wie diese Dinge beim Abnehmen helfen.

Die Adventszeit mit ihren Weihnachtsmärkten und leckeren Plätzchen an jeder Ecke macht es einem nicht gerade leicht, in Form zu bleiben. Doch wer der eigenen Gesundheit – oder der Bikinifigur – etwas Gutes tun will, kann diese drei wissenschaftlichen Erkenntnisse beherzigen.

 

Mandeln mindern Hungergefühl

Früher galten sie als Dickmacher, doch heute zeigen immer mehr wissenschaftliche Studien: Mandeln und Nüsse sind besonders gesund.

Auch britische Forscher kamen jetzt zu diesem Ergebnis. Bei einem Versuch gaben sie 32 Personen an drei Tagen das gleiche Frühstück zu essen. Als zweites Frühstück erhielten die Probanden eine kleine Portion Mandeln, maximal 42 Gramm. An einem der Tage erhielten sie keine Zwischenmahlzeit.

Zum Mittag- und Abendessen wurden dann jeweils die Kalorienaufnahme und das Hungergefühl gemessen. Die Forscher fanden heraus: Der Verzehr von Mandeln schränkte den Hunger deutlich ein – sogar noch Stunden später. Zudem war die aufgenommene Kalorienanzahl beim Mittag- und Abendessen niedriger als der Energiegehalt der morgens konsumierten Mandeln.

 

Ausschlafen am Wochenende ungesund?

Dass Schichtarbeit nicht gesund für den menschlichen Organismus ist, wurde bereits mehrfach bewiesen. Denn wie beim Reisen in andere Zeitzonen gerät der zirkadiane Rhythmus, unsere innere Uhr, dadurch durcheinander. Das beeinflusst verschiedene Stoffwechselvorgänge negativ.

Aber gilt das auch für das Ausschlafen am Wochenende, wenn man unter der Woche gewöhnlich früh aufsteht? Das wollten Forscher der Universität Pittsburgh herausfinden. Bei mehr als 400 Studienteilnehmern maßen sie deshalb die Schlafdauer mit einer speziellen Armbanduhr. Zudem wurde das Blut der Teilnehmer untersucht.

Die Untersuchung ergab: Bei Personen, die am Wochenende ausschliefen, wirkte sich der dadurch erlebte „Social Jetlag“ negativ auf ihre Blutwerte aus. Ihr HDL-Cholesterinspiegel war niedriger als bei der Vergleichsgruppe – dieses sogenannte „gute Cholesterin“ kann vor Arteriosklerose und sogar vor Herzinfarkt schützen. Zudem wiesen sie erhöhte Triglycerid- und Insulinwerte auf. Hohe Triglyceridwerte stören den Fettstoffwechsel und zu viel Insulin im Blut führt zu Unterzuckerung. Das bedeutet, dass ein veränderter Schlafrhythmus am Wochenende offenbar nicht gesund ist.

 

Dicke Kellner machen hungrig

Beim nächsten Restaurantbesuch sollten Sie sich den Kellner genauer ansehen. Denn eine Studie, die das Bestellverhalten in 60 amerikanischen, französischen und spanischen Restaurants untersuchte, führte jetzt zu einem interessanten Ergebnis.

Durch die Analyse von fast 500 Bestellungen fanden die Forscher heraus, dass bei fülligen Kellnern deutlich mehr Gerichte bestellt wurden als bei schlanken. Bei den dickeren Kellnern wurde zudem viermal häufiger ein Dessert bestellt und etwa 18 Prozent mehr alkoholische Getränke. Das Gewicht der Restaurantbesucher spielte dabei keine Rolle, genauso wenig wie das Geschlecht der Kellner. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Gäste beim Anblick einer beleibten Bedienung seltener ein schlechtes Gewissen bekommen und sich dann eher etwas Leckeres gönnen.

Auch eine Untersuchung in Kantinen lieferte ähnliche Ergebnisse. Dort aßen die Versuchsteilnehmer mehr, wenn vor ihnen eine füllige Person in der Schlange stand. Wer diesen Effekt vermeiden will, kann sein Gericht beim nächsten Mal ja einfach schon auf der Karte am Restauranteingang auswählen.

Im Video erfahren Sie außerdem, welche 20 Dinge jede Frau auf Diät kennt:

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