Drei charakteristische ADHS-Symptome

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die drei wichtigsten ADHS-Symptome sind Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität. Diese Hauptsymptome sind individuell verschieden stark ausgeprägt – daher erfolgt die Einteilung in die drei ADHS-Typen.

 

Typisches ADHS-Symptom: Konzentrationssschwäche

Betroffene mit ADHS haben ständig das Bedürfnis, sich zu bewegen, und können nicht stillhalten. Schulkinder mit ADHS springen zum Beispiel während des Unterrichts von ihrem Platz auf und laufen im Klassenraum herum oder wippen mit dem Stuhl. Charakteristisch ist auch, dass sie häufig dazwischenreden oder bereits mit einer Antwort herausplatzen, bevor sie aufgerufen wurden. Außerdem fällt es ihnen schwer, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

Kinder mit ADHS oder ADS zeigen schon früh Symptome
Ein häufiges ADHS-Symptom bei Kindern ist Impulsivität – auch zu Hause sorgen sie daher für Chaos© Fotolia

Betroffene machen häufig Flüchtigkeitsfehler und achten nicht auf Details. Auch Patienten mit ADS ohne Hyperaktivität fällt das Konzentrieren schwer – jedoch nicht wie bei ADHS, weil sie ihren ständigen Bewegungsdrang nicht bändigen können, sondern weil sie ihren Gedanken nachhängen und vor sich hin träumen. In der Schule folgt deshalb in vielen Fällen eine schlechte Note auf die nächste.

 

ADHS-Symptome bei Erwachsenen – Zappelphilipp wächst auf

ADHS kommt nicht nur bei Kindern vor – bei bis zu 60 Prozent der Betroffenen bleiben die Symptome bestehen. Allerdings verändern sich bei Jugendlichen und Erwachsenen die ADHS-Symptome. Die Unruhe, die sich bei Kindern durch ständige Bewegung bemerkbar macht, verlagert sich eher nach „innen“: Jugendliche und erwachsene Patienten verspüren eher eine geistige Unruhe und Anspannung. Aus dem Zappelphilipp wird ein unruhiger Erwachsener. Betroffene wippen zum Beispiel ständig mit den Füßen, wechseln häufig die Körperhaltung oder spielen mit Gegenständen, zum Beispiel einem Stift. 

 

Ungeduld als ADHS-Symptom bei Erwachsenen

Erwachsene mit ADHS stoßen im Beruf an ihre Grenzen, wenn sie zum Beispiel an längeren Besprechungen teilnehmen müssen. Auch Projekte, die über einen langen Zeitraum andauern, sind für ADHS-betroffene Erwachsene eine schwierige Herausforderung. Symptome: Sie lassen sich leicht ablenken und wirken vergesslich. Am Arbeitsplatz fällt es ihnen schwer, Ordnung zu halten und sich zu organisieren. ADHS bei Erwachsenen äußert sich außerdem dadurch, dass die Betroffenen sehr wenig Geduld mit sich und anderen haben und zum Teil sehr unberechenbar reagieren. Bereits bei kleinen Konflikten reagieren sie ungezügelt (impulsiv). Wenn etwas nicht auf Anhieb so funktioniert wie geplant, sind ADHS-Betroffene häufig schnell entmutigt und geben auf.

ADHS bei Erwachsenen
ADHS-betroffene Erwachsene sind oftmals ungeduldig und es fällt ihnen schwer, Ordnung zu halten© Fotolia
 

Zu den positiven ADHS-Symptomen zählen Kreativität und Ideenreichtum

ADHS bei Erwachsenen und Kindern hat aber nicht nur schlechte Seiten. Betroffene sind häufig besonders kreativ und haben viele Ideen. In Berufen, in denen sie sich als „Querdenker“ beweisen müssen, können sie durch diese ADHS-Symptome sehr erfolgreich sein. Erwachsene mit Aufmerksamkeitsdefefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom arbeiten zum Beispiel häufig in der Medienbranche.

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