Dornwarzen: Richtig behandeln lassen

Farbstofflaser gegen Warzen
Oft wird gegen Warzen ein sogenannter Farbstofflaser eingesetzt. Das Laserlicht verschließt die kleinen Kapillaren am Grund der Warze und schneidet sie so von der Blutversorgung ab © Fotolia

Bei fast jedem Menschen entwickeln sich irgendwann im Laufe des Lebens Warzen – häufig schon während der Kindheit. Denn zu der Zeit ist das Immunsystem noch nicht ausgereift, so dass die Kleinen besonders anfällig sind.

Experten raten, bei Kindern dennoch erst einmal abzuwarten, denn häufig verschwinden die Warzen von allein wieder. Und im Falle einer spontanen Selbstheilung kommen die Warzen ganz selten wieder.

 

Was sind eigentlich Warzen?

Es handelt sich um ein virusbedingtes, vermehrtes Zellwachstum, ausgelöst durch Papilloma-Viren. Ärzte unterscheiden bei den durch das Papilloma-Virus verursachten Warzen drei Typen:

  • Vulgäre Warzen sind stecknadel- bis erbsengroß, derb, mit zerklüfteter Oberfläche. Meist treten sie an den Händen auf.
  • Dornwarzen entstehen an den Fußsohlen. Wie ein Dorn bohrt sich die Warze in die Tiefe und verursacht heftige Schmerzen beim Gehen.
  • Flachwarzen sind hautfarbene oder leicht rötliche Gebilde, die meist bei Kindern und Jugendlichen, überwiegend im Gesicht, selten am Handrücken auftreten.
  • Warzen im Intimbereich nennt man Feigwarzen
 

Was sind Dellwarzen?

Dellwarzen sind die Folge einer Infektion mit einem Virus der Pockengruppe. Dieser sehr ansteckende Warzentyp kommt häufig bei Kindern mit Ekzemen vor.

Besonders leicht infiziert man sich in Schwimmbädern, Sporthallen oder Saunen, denn dort sind die Fußböden oft besonders stark mit Warzenviren besiedelt. Kleinste Verletzungen, die man selbst kaum wahrnimmt, reichen aus, dass die Viren in den Körper eindringen können. Deshalb sollte man an diesen Orten besser nicht barfuß laufen, denn auch die Desinfektions-Sprüher halten oft nicht, was sie versprechen. Außerdem stets sehr sorgfältig abtrocknen und nur eigene Handtücher benutzen.

 

Viele schwören auf das Besprechen der Warzen

Was kann man gegen diese unschönen Hautveränderungen tun? Auf keinen Fall aufkratzen oder gar aufschneiden! Und peinlichste Sauberkeit ist Voraussetzung, um das Warzenproblem in den Griff zu bekommen, denn Warzen sind sehr ansteckend.

Unsere Großmütter kannten so einige Hausmittel. Dazu gehört zum Beispiel eine halbe Zwiebel, die man ein wenig aushöhlt, mit Salz auffüllt und in einer Dose in den Kühlschrank stellt. Nach drei Tagen hat sich Flüssigkeit gebildet, mit der man die Warze immer wieder betupft. Ein anderes Hausmittel ist Teebaumöl, das man so oft wie möglich aufträgt. Doch die Warzen verschwinden mit dieser Methode nur sehr, sehr langsam.

Andere schwören aufs Besprechen. Handwarzen sollen in 80 Prozent der Fälle danach verschwinden.

Bei Feigwarzen im Intimbereich raten die Experten zu dem Homöopathikum Tuja D12 beziehungsweise zu Acidum Natricum D12 für 14 Tage. Man nimmt täglich dreimal fünf Globuli.

Bei gewöhnlichen Warzen an den Händen soll die homöopathische Arznei Thuja oplx helfen. Zweimal täglich auf die Knubbel tupfen, außerdem dreimal täglich je 15 Tropfen einnehmen, bis die Plagegeister verschwunden sind. Alle zur Bekämpfung von Warzen empfohlenen homöopathischen Mittel kann der Arzt verschreiben. Man bekommt aber auch einige rezeptfrei in der Apotheke.

Auch Propolis, das Kittharz der Bienen, gehört zu den bewährten Mitteln bei virusbedingten Warzen. Propolissalbe wird dreimal täglich mit einem Wattestäbchen aufgetragen. Zusätzlich nimmt man zwei Propoliskapseln täglich.

 

Dornwarzen sollten nur vom Arzt behandelt werden

In sehr hartnäckigen Fällen sollte man sich besser an einen Hautarzt wenden. Er kann die Warze mit Säuren verätzen und mit flüssigem Stickstoff vereisen. Bei dieser Form der Behandlung muss die umgebende, gesunde Haut durch Pflaster oder Vaseline vor Verätzungen geschützt werden. Oft setzt man bei hartnäckigen Warzen auch Farbstofflaser ein. Das Laserlicht verschließt die kleinen Kapillaren am Grund der Warze und schneidet sie so von der Blutversorgung ab. Dadurch trocknet das Gewebe aus und löst sich. Aber der Farbstofflaser kann nur vier Millimeter tief in die Haut eindringen. Aus diesem Grund wird der Arzt bei Dornwarzen vor der Laserbehandlung ein Salicylsäurepflaster auftragen. Damit wird die Warze zunächst aufgeweicht und mit der Hornhauthobel so weit wie möglich abgetragen.

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