Doch Drogen! Peaches Geldof starb an einer Überdosis Heroin

Peaches Geldof: Radikale Diät mit Gemüsesaft bleibt als Todesursache wahrscheinlich - Obduktion brachte keine anderslatuenden News
Peaches Geldof starb an den Folgen einer Überdosis Heroin. Das zeigten nun die Ergebnisse einer toxikologischen Untersuchung © Corbis

Peaches Geldof starb an einer Überdosis Heroin. Damit scheint das Rätsel um den plötzlichen Tod der junge Mutter gelöst. Auflösung brachten die Ergebnisse einer toxikologischen Untersuchung, die heute im Laufe des Tages von der zuständigen Polizeibehörde offiziell vorgestellt werden soll.

Britische Medien berichten, dass Peaches Geldof an einer Überdosis Heroin starb. Das haben die Ergebnisse einer toxikologischen Untersuchung gezeigt, die im Laufe des Tages von der Polizei in einem ausführlichen Gutachten vorgestellt werden soll.

Die Tochter des bekannten Musikers Bob Geldof war am 7. April tot in ihrem Haus aufgefunden worden. Nachdem die Obduktion der Leiche zuerst keine Ergebnisse gebracht hatte, war eine toxikologische Untersuchung angesetzt worden, um die Todesursache der jungen Mutter zu klären.

 

Das Rätsel um die Todesursache

Ein Tod durch Drogenkonsum war zunächst als Todesursache ausgeschlossen worden, da bei der Durchsuchung des Hauses keine Drogen oder Rückstände, die auf Drogenmissbrauch hätten schließen lassen können, gefunden wurden. Ebenso hatte auch die Obduktion der Leiche keine Hinweise auf einen Heroin- oder anderweitigen Drogenkonsum gebracht. Die toxikologischen Ergebnisse werfen nun Fragen auf, in wie weit die tatsächliche Todesursache zu den vorigen Ermittlungen passen könnten.

In den Medien war zuvor wochenlang eine radikale Saft-Diät als Todesursache vermutet worden, die Peaches Geldof nachgewiesener Weise regelmäßig praktiziert hatte und die unter Experten als sehr gesundheitsgefährdend gilt.

 

Schatten der Vergangenheit

Schon seit einigen Jahren war bekannt, dass Peaches Geldof – genau wie ihre Mutter, die im Jahr 2000 im Alter von 41 Jahren an einer Überdosis Heroin gestorben war – heroinabhängig war. Trotz einiger Therapieversuche soll sie bereits 2008 nach einer Überdosis nur knapp dem Tod entgangen sein. Damals hatte sie einen Atemstillstand erlitten und musste angeblich reanimiert werden.

 

Was passiert bei einer Überdosis?

Eine Überdosis Heroin führt im Körper zu schweren Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Weitere Folgen sind Übelkeit, Erbrechen, flacher Atem und Blaufärbung der Haut. Der Tod tritt nach einer Überdosis – vor allem in Kombination mit Mischkonsum (z.B. von Alkohol oder anderen Opiaten) oder einer Reaktion auf die zahllosen Streckstoffe im Heroin – zumeist durch Atemlähmung, Herzstillstand oder Kreislaufversagen ein. In vielen Fällen sterben Heroinabhängige, da die Reinheit und Konzentration des konsumierten Heroins nur schwer einschätzbar ist und in der Regel stark schwankt.

Hamburg, 1.Mai 2014

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