Dieser Geburtstag grenzt an ein Wunder

Verena Elson
Als der kleine Jaxon aus Florida geboren wurde, hielt niemand es für möglich, dass er seinen ersten Geburtstag erleben würde © Facebook/Jaxon Strong

Jaxons erster Geburtstag ist ein doppelter Grund zum Feiern: Bei seiner Geburt räumten ihm seine Ärzte nur einige Tage Überlebenschancen ein – denn große Teile seines Kopfes fehlen. Lesen Sie hier seine bewegende Geschichte.

Jaxon ist jetzt ein Jahr alt – und seine Fangemeinde auf Facebook umfasst fast 150.000 Menschen. Sie alle sind fasziniert und bewegt von seiner unglaublichen Geschichte.

Als seine Mutter Brittany Buell mit ihm schwanger war, entdeckte ihr Arzt während einer Routine-Ultraschalluntersuchung, dass etwas mit Jaxons Kopf nicht stimmte. Er hatte eine merkwürdige Form – zunächst war jedoch unklar, was die Verformung verursachte.

 

Wie kommt es zu der Verformung des Kopfes?

Nach seiner Geburt wurde den Eltern die Diagnose mitgeteilt: Jaxon hatte eine sogenannte Anenzephalie – eine Fehlbildung, bei der Teile des Gehirns, des Schädeldaches, der Kopfhaut und der Hirnhäute fehlen. Überleben betroffene Kinder die Schwangerschaft, sterben sie meist wenige Tage nach der Geburt.

„Jeder Arzt, mit dem wir gesprochen haben, ist fasziniert, dass Jaxon heute hier ist, und sie können keine Prognose mehr stellen“, schreibt Brittany Buell auf Facebook.

Besonders bewegend für seine Eltern sind die Fortschritte, die der kleine Junge macht, obwohl ihm Teile seines Gehirns fehlen: „Zurzeit quasselt er ununterbrochen und lernt, auf seine eigene Weise mit uns zu kommunizieren.“ Er kann sich aufsetzen, seine Hände nach Gegenständen ausstrecken und nennt seine Eltern „Mama“ und „Addy“.

 

Spendenkampagne für Jaxon

Dennoch machen ihm immer wieder Krampfanfälle und Schwierigkeiten beim Essen zu schaffen. Da seine Eltern dringend Geld benötigen, um seine medizinische Versorgung zu finanzieren, starteten sie eine Spendenkampagne, mit der sie inzwischen 50.000 Euro einnehmen konnten.

Jaxon ist ein Kämpfer – deshalb hat er den Spitznamen „Jaxon Strong“ erhalten. Unter dem Hashtag #jaxonstrong wird seine Geschichte weltweit geteilt. „Jaxons kleine Fußabdrücke werden einen bleibenden Eindruck in der Welt hinterlassen – und, dass er in einem Jahr bereits mehr Menschen berührt und inspiriert hat als die meisten von uns in ihrem ganzen Leben“, schreibt sein Vater auf Facebook. „Weil er lebt, geht es mir gut, ich bin gesegnet, ich bin dankbar und ich bin einfach ein stolzer ‚Addy’“.

Hamburg, 29. September 2015

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