Diese Stars erlitten einen Schlaganfall

Joana Schmidt Medizinredakteurin

Alle drei Minuten ereignet sich in Deutschland ein Schlaganfall. Wenn Freunde, Verwandte oder bekannte Persönlichkeiten davon betroffen sind, wird uns das besonders bewusst. Wie Sie die Anzeichen rechtzeitig erkennen und wie Sie am besten vorbeugen können, erfahren Sie hier.

Im Februar dieses Jahres starb das amerikanische Model Katie May an den Folgen eines Schlaganfalls – mit nur 34 Jahren. In unserer Bildergalerie zeigen wir, welche Promis ebenfalls einen Schlaganfall erlitten haben.

 

So kann man einen Schlaganfall vorhersehen

Auch wenn das Wort danach klingt: Ein Schlaganfall kommt nicht immer aus heiterem Himmel. Manchmal kommt es ein paar Tage oder Wochen zuvor zu einer Art Mini-Schlaganfall. Etwa bei jedem dritten Patienten wurde das beobachtet. Doch wenn erst im Nachhinein klar wird, um was es sich dabei handelte, ist es zu spät.

Die Symptome hängen davon ab, in welcher Gehirnregion das Gerinnsel stecken bleibt. Es kann zu einseitigem Sehverlust kommen, halbseitigem Gesichtsfeldausfall, Empfindungslosigkeit oder Lähmung einer Körperseite oder einer Extremität, Sprachstörung, Schwindel oder Ohnmacht.

Schlaganfall
Auch plötzlich einsetzender Kopfschmerz kann auf einen Schlaganfall hindeuten© iStock

Der korrekte Begriff für diese vorausgehenden Mini-Schlaganfälle ist TIA. Das bedeutet Transitorische ischämische Attacke, eine vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns. Sie wird meist durch kleine Blutgerinnsel verursacht, die mit dem Blut ins Gehirn geschwemmt werden und dort die Durchblutung behindern. Der einzige Unterschied zum Schlaganfall: Das Mikrogerinnsel löst sich wieder auf, die Symptome verschwinden. In 80 Prozent der Fälle dauert eine TIA weniger als 30 Minuten, sie kann aber auch 24 Stunden anhalten.

 

Die Gefahr bei Schlaganfall-Vorboten

Das Problem: Weil diese Auffälligkeiten meist von selbst wieder verschwinden, gehen viele Betroffene nicht zum Arzt. Das ist ein Fehler. Der Patient sollte zeitnah untersucht werden. In der Röhre eines CT oder MRT wird kontrolliert, ob tatsächlich eine Minderdurchblutung beziehungsweise ein Blutgerinnsel im Gehirn vorliegt. Lautet die Diagnose TIA, wird untersucht, woher das Gerinnsel kommt. Oft stammt es aus einer verengten Halsschlagader oder der Herzgegend.

Ab jetzt muss der Patient einem Schlaganfall vorbeugen. Medikamentös wird das mit blutverdünnenden und fettsenkenden Mitteln unterstützt – lebenslang.

 

So können Sie vorbeugen

Vieles kann man auch selbst tun, zum Beispiel auf Nikotin verzichten, Stress vermeiden, auf seine Figur achten und genug trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag). Eine gute Vorsorge ist eine gesunde Ernährung: Vollkornprodukte, Kartoffeln, Obst und Gemüse sollten reichlich auf dem Speiseplan stehen. Wurst und Fleisch jedoch nur zweimal pro Woche, auch Zucker und Fett sollten Sie nur in Maßen genießen. Zudem ist regelmäßige Bewegung wichtig: Am besten drei- bis viermal pro Woche jeweils für eine halbe Stunde. Ideal sind Ausdauersportarten wie Walking, Schwimmen, Rad fahren oder Joggen.

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