Kinderschuhe können Verbrennungen auslösen

Verena Elson Medizinredakteurin
Mutter bindet ihrem Kind die Schuhe zu
Ein neuenjähriger Junge aus New York hatte starke Verbrennungen an den Füßen, die durch seine Blinkschuhe ausgelöst worden waren © iStock/djedzura

Bei Kindern kommen die Schuhe mit den bunten, blinkenden Sohlen gut an – doch Blinkschuhe bergen auch Risiken, wie eine New Yorker Mutter berichtet.

Am letzten Tag vor den Sommerferien trug der neunjährige Peyton Foster aus New York stolz seine neuen Schuhe. Er hatte die Blinkschuhe der Marke Skechers zu Ostern bekommen. Am letzten Schultag gab es keinen Unterricht mehr – die Kinder durften stattdessen mit Wasser spielen und plantschen. 

Leider begannen die Sommerferien nicht so, wie Peyton es sich erhofft hatte: Als er abends nach Hause kam, klagte er über Schmerzen an den Füßen. „Ich sah sie mir an; sie waren rot, aber ich dachte, sie seien einfach kalt“, berichtete Peytons Mutter Sherry Foster gegenüber der US-Webseite „cafemom“. „Am nächsten Tag kam er vom Spielen rein und sagte, dass seine Füße richtig brannten. Ich sah sie mir nochmal an und sie waren doppelt so rot, voller Blasen und schmerzten sehr.“

 

Verbrennungen zweiten und dritten Grades

Am nächsten Morgen ging Foster mit ihrem Sohn zum Arzt und der überwies sie an eine Spezialistin. Diese diagnostizierte Verbrennungen zweiten und dritten Grades an der Fußsohle und den Zehen – allerdings hatte Peyton keinerlei Kontakt mit Feuer, heißem Wasser oder heißen Gegenständen gehabt.

Um die Ursache der Verbrennungen ausfindig zu machen, befragte die Ärztin Peyton und seine Mutter ausführlich über die Aktivitäten des Jungen und auffällige Ereignisse in den vergangenen Tagen. Dabei fiel ihnen ein, dass Peytons Schuhe nicht mehr blinkten. Offenbar waren die Batterien in den Schuhen bei dem „Wasserspaß“ am letzten Schultag nass geworden und hatten daraufhin Chemikalien freigesetzt, die chemische Verbrennungen ausgelöst hatten.

 

Mutter warnt andere Eltern

„Wir haben schon immer Skechers gekauft und hatten noch nie ein Problem“, sagt Foster. „Dieser spezielle Schuh, der Skech Rayz, hatte einen An- und Ausschalter. Wenn Eltern diese Schuhe kaufen, rate ich ihnen, sie nicht nass werden zu lassen und die Kinder damit nicht in Pfützen springen zu lassen. Ich weiß, dass Kinder sie lieben wegen den coolen Lichtern, aber seid vorsichtig.“

Skerchers äußerte sich gegenüber „cafemom“ zu dem Vorfall: „Skechers‘ Fußbekleidungsprodukte werden rigoros auf Sicherheitslücken geprüft. Skechers hat als Familienunternehmen Millionen Paare von Blinkschuhen auf der ganzen Welt verkauft und uns wurde noch von keinem einzigen Fall von chemischen Verbrennungen berichtet.“ Als die Firma auf Fosters Facebook-Post aufmerksam gemacht wurde, kontaktierte sie Peytons Mutter und bat sie, ihr die Schuhe zuzuschicken, damit nach der Ursache für Peytons Verletzungen gesucht werden könne. „Obwohl uns bisher kein weiterer ähnlicher Fall bekannt ist, nehmen wir diese Beschwerde sehr ernst und geben ihr die höchste Priorität“, so Skechers weiter.

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