Diese Nährstoffe machen Feldsalat so gesund

Redaktion PraxisVITA

Feldsalat ist gesund – aber warum genau? Welche Inhaltsstoffe stecken in den grünen Blättern und wie viel davon hat wirklich einen positiven Effekt auf den Körper?

Feldsalat in einer Hand
Feldsalat liefert Vitamine, die für den Körper essenziell sind Foto:  istcok/tema_kud
Inhalt
  1. Diese Nährstoffe machen Feldsalat gesund
  2. Feldsalat: Oxalsäure und Nitrat
  3. Wo gibt es Feldsalat zu kaufen?
  4. Feldsalat richtig genießen

Da Feldsalat gesund und besonders schmackhaft ist, wird er gern in der kalten Küche verwendet und liefert dabei viele wichtige Nährstoffe, die dem Körper guttun. Allerdings enthält das grüne Gewächs auch einige Inhaltsstoffe, die bei übermäßigem Verzehr problematisch sein können. 

Feldsalat, dessen botanischer Name Valerianella lautet, gehört zu den Baldriangewächsen. In verschiedenen Regionen Deutschlands ist er auch unter anderen Namen bekannt – zum Beispiel als Rapunzel, Ackersalat, Mausohrsalat, Sonnenwirbel und Nüsschen. Diese Bezeichnungen sind teils auf sein Aussehen mit den kleinen, feinen Blättern, aber auch auf seinen nussigen Geschmack zurückzuführen. Lange Zeit wuchs er vielerorts wild und landete daher schon im Mittelalter auf dem Tisch.

 

Diese Nährstoffe machen Feldsalat gesund

Dass Feldsalat gesund ist, liegt vor allem daran, dass er besonders reich an wertvollen Nährstoffen ist. Vor allem Provitamin A, das als Beta-Carotin in den pflanzlichen Zellen vorkommt, ist nützlich für uns: Es wird im Körper in Vitamin A umgewandelt, hilft beim Zellwachstum und ist somit auch für viele Organe essenziell. Darüber hinaus kann die enthaltene Folsäure unsere Zellen unterstützen. Insbesondere in der Schwangerschaft wird von dem Spurenelement viel benötigt.

Feldsalat liefert aber noch viele weitere wichtige Nährstoffe:

  • Vitamin C: Zur Stärkung des Immunsystems
  • Kalium: wichtig für das Funktionieren von Nerven- und Muskelzellen
  • Eisen: trägt zur Blutbildung und den Transport von Sauerstoff bei
  • Calcium: stärkt unter anderem die Knochen
  • Magnesium: braucht der Körper für Muskeln, Nerven und Herz
  • Jod: unterstützt die Schilddrüsenfunktion

Das Baldriangewäch enthält zudem ätherische Öle, die beruhigend auf unser Gemüt wirken können. Allerdings sollte der Salat möglichst zügig nach dem Kauf verzehrt werden, damit die Nährstoffe und Aromen nicht verloren gehen. Leider hält sich Feldsalat nicht besonders lange und kann nur wenige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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Feldsalat: Oxalsäure und Nitrat

Neben all den Power-Nährstoffen gibt es allerdings auch Nachteile beim Verzehr von Feldsalat. Wer aufgrund der gelobten Inhaltsstoffe besonders viel davon verspeist, nimmt auch mehr von der ebenfalls enthaltenen Oxalsäure zu sich. Diese ist zwar in vielen Lebensmitteln vorhanden, kann aber bei übermäßigem Verzehr zu Problemen führen. Besonders die Nieren werden davon in Mitleidenschaft gezogen.

Zudem können auch Knochen und Zähne Schaden nehmen, weil durch die Nahrung aufgenommenes Calcium und Eisen in geringerem Maße genutzt werden kann. Wer also ohnehin bereits an Osteoporose leidet oder eine eingeschränkte Nierenfunktion hat, sollte besser zu oxalsäureärmeren Salat-Alternativen greifen.

Besonders für Kinder ist Feldsalat weniger gut geeignet, weil die Blätter durch eine oft starke Düngung des Bodens häufig einen hohen Nitratgehalt aufweisen. Dies kann sich unter bestimmten Voraussetzungen im Körper zu Nitrit umwandeln – ein Stoff, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Für Erwachsene ist eine moderate Menge aber absolut vertretbar und es überwiegen die positiven Eigenschaften von Feldsalat. Um die enthaltene Nitratmenge so gering wie möglich zu halten, sollten Sie aber möglichst auf Feldsalat in Bio-Qualität zurückgreifen.

 

Wo gibt es Feldsalat zu kaufen?

Gerade in den Herbst- und Wintermonaten ist Feldsalat fast in jedem Supermarkt und Discounter zu finden. Aber auch Bioläden und Märkte bieten Rapunzel an. Der Vorteil des Gewächses: Es kann auch hierzulande in der kalten Jahreszeit angebaut werden, sodass es keine langen Transportwege gibt.

Allerdings sollte beim Kauf nach Möglichkeit auf Bioware geachtet werden. Viele konventionelle Produkte sind laut Ökotest mit Pestiziden belastet. Der Grund: Bei der Aufzucht, die oft unter Folie stattfindet, sollen ein eventueller Schädlingsbefall und die Ausbildung von Pilzsporen verhindert werden. Zwar werden die Grenzwerte für Pestizide nicht überschritten, allerdings ist die Belastung bei biologisch angebauten Produkten oft deutlich geringer. Dies kommt übrigens nicht nur den Verbrauchern, sondern auch Insekten wie Bienen zugute.

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Feldsalat richtig genießen

Frisch gepflückter Feldsalat muss gut geputzt werden, denn die Blätter werden mit der Wurzel geerntet, die im Vorfeld entfernt werden sollte. Beim Putzen werden die Blätter aber nicht einzeln abgezupft, sondern bleiben weiterhin miteinander verbunden.

Außerdem hängt am Salat oft noch viel Sand, der zuvor sorgfältig abgewaschen werden muss. Dies geschieht idealerweise in einer Schüssel mit kaltem Wasser, damit der Salat möglichst schonend gereinigt werden kann und knackig auf den Teller kommt. Soll er dagegen noch ein paar Stunden nach dem Putzen aufbewahrt werden, ist es ratsam, die Blätter mithilfe einer Salatschleuder oder einfach in einem Küchenhandtuch zu trocknen.

Besonders gut schmeckt Feldsalat dank seines nussigen Aromas zu deftigen Fleischspeisen. Aber auch in Kombination mit Granatapfel, Fetakäse, Süßkartoffeln und Senfdressings bietet Feldsalat ein leckeres Geschmackserlebnis.

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