Diese Morbus Crohn-Symptome sollten Sie kennen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Die typischen Morbus Crohn-Symptome beginnen häufig schleichend und zeigen sich als Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle. Praxisvita erklärt, wie sich die Krankheit noch bemerkbar macht.

Zu Anfang haben Betroffene von Morbus Crohn meist drei bis sechs weiche Stühle im Verlauf des Tages und in der Nacht. Sie fühlen sich müde und abgeschlagen. Hat sich die Erkrankung erst einmal manifestiert, so verläuft sie in der Regel schubweise: Phasen, in denen die Betroffenen kaum oder keine Morbus Crohn-Symptome entwickeln, wechseln sich mit Phasen ab, die durch mehr oder weniger starke, typische Beschwerden gekennzeichnet sind. Bei einem akuten Schub leiden Menschen mit einer Morbus-Crohn-Erkrankung vor allem an Durchfällen und Bauchschmerzen.

Im Unterschied zur „nahe verwandten“ entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa sind die Durchfälle bei Morbus Crohn aber nicht blutig. Die Schmerzen durch Morbus Crohn sind in der Regel im rechten Unterbauch am stärksten ausgeprägt, da hier der letzte Abschnitt des Dünndarms verläuft, der häufig entzündet ist. Je nach Ort und Ausmaß der Krankheit treten die Morbus-Crohn- Symptome auch in anderen Bereichen des Bauchs auf. Die Schmerzen können punktuell sein, sich krampfartig verstärken oder sich diffus über den gesamten Bauchraum verteilen.

 

Wie zeigen sich Morbus Crohn-Symptome im Körper?

Frau mit Morbus Crohn beim Arzt
Ein typisches Symptom bei Morbus Crohn sind chronische, starke Bauchschmerzen© Fotolia

Viele von Morbus Crohn Betroffene zeigen zudem Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Krankheitsgefühl, Übelkeit, Fieber und Gewichtsverlust. Sofern Darmabschnitte entzündet sind, in denen Nahrung aufgenommen wird (wie der Zwölffingerdarm), können Mangelerscheinungen wie zum Beispiel ein Vitamin-B12-Mangel oder Verdauungsstörungen auftreten. Infolge der Erkrankung können sich abgekapselte Eiteransammlungen (Abszesse) bilden oder Verbindungsgänge in die Bauchhöhle, zu anderen Organen oder nach außen (sogenannte Fisteln). Durch den Heilungsprozess nach wiederholten Entzündungen und Vereiterungen kann es außerdem zur Narbenbildung in betroffenen Darmabschnitten kommen. In schweren Fällen verursachen die vernarbten Abschnitte eine Darmverengung oder einen Darmverschluss. Nicht selten muss dann der verschlossene Darmabschnitt chirurgisch entfernt werden.

 

Gibt es Morbus Crohn-Symptome außerhalb des Darms

Über die typischen Morbus-Crohn-Symptome hinaus können weitere Beschwerden außerhalb des Darms auftreten. Häufig sind hier beispielsweise Entzündungen der Augen, Hautveränderungen, Entzündungen in den Gelenken, Lebererkrankungen, Gallensteine oder Harnwegsinfekte (wie Blasenentzündungen).

 

Morbus Crohn: Oft jahrelang unentdeckt

So ausgeprägt und belastend die Morbus-Crohn-Symptome mitunter auch sind, so kommt es dennoch vor, dass Morbus Crohn über viele Jahre hinweg unentdeckt bleibt. Das gilt insbesondere dann, wenn die Beschwerden und Symptome unspezifisch und zugleich schwach ausgeprägt sind.

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