Diese 6 Lebensmittel sollten in keiner Küche fehlen

Carolin Banser
Nüsse
Sie müssen nicht teuer und exotisch sein: Neueste Forschungen zeigen, dass herkömmliche Lebensmittel wie Nüsse und Kaffee das Risiko für die Entwicklung bestimmter Krankheiten senken können © istock/Eva Katalin Kondoros
Inhalt
  1. Ei-Konsum gegen Diabetes
  2. Pekanüsse schützen das Herz
  3. Milchprodukte für den Darm
  4. Niedriges Parkinson-Risiko durch Gemüse
  5. Kaffee ist gut für die Leber
  6. Auch Mango ist gesund!

Diese Lebensmittel können mehr als andere, denn ihre positive Wirkung auf unsere Gesundheit ist nun durch Studien wissenschaftlich nachgewiesen. Welche Produkte auf den täglichen Speiseplan gehören und wie sie uns vor Diabetes, Krebs und anderen Krankheiten schützen können: PraxisVITA stellt Ihnen die sechs besten Power-Pakete vor.

Die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, haben einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Wissenschaftler haben nun nachgewiesen, wie Eier, Nüsse, Milchprodukte, Gemüse und sogar Kaffee zum Schutz vor Gesundheitsproblemen beitragen können. Die neuesten Forschungen wurden kürzlich in Boston auf der Nutrition 2018 – einem Ernährungsforschungs-Kongress – vorgestellt.

 

Ei-Konsum gegen Diabetes

Die Ergebnisse einer 12-wöchigen Studie mit übergewichtigen oder fettleibigen Personen mit Prä- oder Typ-2-Diabetes legen nahe, dass Eier helfen können, Diabetes-Risikofaktoren positiv zu beeinflussen. Demnach zeigten Teilnehmer, die jeden Tag ein Ei aßen, eine verbesserte Blutzuckerregulation, bessere Blutfettwerte und einen niedrigeren Blutdruck verglichen mit denen, die das Ei durch vegane Produkte, wie z.B. Seidentofu, Leinsamen und Kichererbsenmehl, ersetzt hatten.

Ei
Ein Ei am Tag kann den Nüchternblutzuckerspiegel verbessern © istock/Derkien
 

Pekanüsse schützen das Herz

Nach vier Wochen täglicher Einnahme einer kleinen Handvoll (56 g) Pekannüsse zeigten übergewichtige Erwachsene ab 45 Jahren oder älter, positive Veränderungen der sogenannten kardiometabolischen Risikofaktoren  – Adipositas, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Die Erklärung der Forscher: Nach der Einnahme der Nüsse stieg der Gehalt an sogenannten Antioxidantien (Zellschützern) im Blut an, während der Gehalt von schädlichem LDL-Cholesterin um 33 Prozent sank.

 

Milchprodukte für den Darm

Forscher, die 101.677 Menschen im Alter von 54 bis 83 Jahren untersuchten, fanden heraus, dass Milchprodukte einen Einfluss auf den Darm haben. Sie stellten jedoch fest, dass nicht alle gleich gut wirken, um das Risiko von Darmkrebs zu verringern. Studienteilnehmer, die fettarme oder fermentierte Milchprodukte wie z.B. Joghurt konsumierten, wiesen das geringste Risiko für die Entwicklung von Darmkrebs auf. Die in den Milchprodukten enthaltenen Milchsäurebakterien reinigen unsere Darmflora: Sie siedeln sich im Verdauungsorgan an, erneuern eine geschädigte Darmflora und bekämpfen unerwünschte Bakterien. Mediziner empfehlen bis zu drei Portionen Milch, Joghurt oder Käse pro Tag.

 

Niedriges Parkinson-Risiko durch Gemüse

Die Wissenschaftler untersuchten 706 Menschen in einem Zeitraum von 4,6 Jahren. Ihre Analyse ergab, dass der Verzehr von mehr Gemüse (insbesondere grünem Blattgemüse) und Beeren, aber nicht von anderen Früchten, das Risiko für Parkinson verringern und den Verlauf der Krankheit bei Erwachsenen verlangsamen kann. Mediziner gehen davon aus, dass bei Parkinson die Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn absterben. Eine Ernährung, die reich an natürlichen Zellschützern ist, wirkt sich positiv auf das Parkinson-Risiko aus. Experten empfehlen zwei Portionen grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold, Rucola) und drei Portionen Beeren (z.B. Heidelbeeren, Preiselbeeren und Holunderbeeren) am Tag.

Mangold
Grünes Blattgemüse wie z.B. Mangold kann das Risiko für eine Parkinson-Erkrankung senken © istock/aloha_17
 

Kaffee ist gut für die Leber

Eine Studie mit mehr als 14.000 Menschen im Alter von 45 bis 64 Jahren zeigt, dass Menschen, die drei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag trinken, ein geringeres Risiko für leberbedingte Krankenhausaufenthalte haben als diejenigen, die niemals Kaffee trinken. Koffein schützt die Leber vor Entzündungen und wirkt entgiftend.

 

Auch Mango ist gesund!

Eine neue Studie, die an der Universität von Kalifornien durchgeführt wurde, zeigt, dass zwei pürierte Tassen Mango (insbesondere Honig-Mango) pro Tag positive Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Krankheiten und die Darmgesundheit haben.

Für das Experiment nahmen die Probandinnen zwei Wochen lang zusätzlich jeden Tag 330 Gramm Mango zu sich. Nach der zweiwöchigen Mango-Intervention kehrten die Teilnehmer 13 Tage lang zu ihrer Standardernährung zurück und strichen die gelbe Frucht vom Speiseplan.

Die Forscher nahmen währenddessen Messungen vor, darunter Herzfrequenz und Blutdruck, aber auch Atemproben.

Mango
Eine tägliche Portion Mango ist gut für das Herz und den Darm – das zeigt eine Untersuchung der Universität von Kalifornien © istock/ansonmiao

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Blutgefäße sich bereits zwei Stunden nach der Einnahme entspannten und der systolische Blutdruck – das heißt, der Druck in den Arterien, wenn sich das Herz zusammenzieht – besser (deutlich niedriger) war als der Ausgangswert. Der Pulsdruck – ein Maß für die Kraft, die das Herz bei jeder Kontraktion erzeugt – war ebenfalls nach dem Mango-Verzehr deutlich niedriger.

Durch die Analyse von Atemproben wird es möglich, die Gesundheit des Darms zu analysieren. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie eine Momentaufnahme der Gase liefern, die während der Gärung im Darm entstehen. Der Atemtest zeichnetet die Methanwerte auf. Bei dieser Art von Test gilt Methan als Zeichen für eine schlechte Darmgesundheit. Die Teilnehmer zeigten nach dem Verzehr von Mango eine verminderte Methanproduktion.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Konzentration der in Mangos enthaltenen Pflanzenstoffe wie z.B. Mangiferin, Quercetin, Gallotannine und Gallussäure für die günstige Wirkung der Frucht verantwortlich sein könnte.

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