Die Zysten-Ursachen sind sehr unterschiedlich

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Zysten entstehen aufgrund vieler verschiedener Ursachen und können sich fast überall im Körper bilden. So ist der Einfluss von Hormonen eine Ursache für Zysten. Dies ist zum Beispiel bei Frauen mit Zysten an den Eierstöcken oder in den Brüsten, oder bei Männern mit Zysten in den Hoden der Fall.

Zysten sind zum Teil angeboren und bestehen seit der Geburt. Bei diesen sogenannten entwicklungsgeschichtlich bedingten Zysten liegt die Ursache in Entwicklungsstörungen in embryonalen Strukturen. Aber auch verschiedene Krankheiten kommen bei Zysten als Ursachen infrage. So verursacht die erbliche Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose (zystische Fibrose) unter anderem Zysten in der Lunge. Ein weiteres Beispiel sind die Zystennieren (polyzystische Nieren). Diese häufige erbliche Krankheit führt zu Zysten in den Nieren und anderen Organen wie der Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz und den Eierstöcken.

Als Zysten-Ursachen infrage kommen auch Abflussbehinderungen von Drüsen wie Speicheldrüsen oder Talgdrüsen. Diese sogenannten Retentionszysten, zu denen die Mukozele zählt, entstehen unter anderem durch verstopfte Speicheldrüsen im Mundraum. Ist zum Beispiel durch einen Biss der Ausführgang der Drüse verletzt, kann die Flüssigkeit nicht mehr abfließen und staut sich an. Daraus bildet sich dann eine Zyste.

 

Inklusion als eine von vielen Zysten-Ursachen

Bei den sogenannten Inklusionszysten liegen die Ursachen nicht in Abflussbehinderungen. Sie entstehen, wenn ein bestimmtes Gewebe (Epithelgewebe) unter der Haut- oder Schleimhautoberfläche eingeschlossen wird (Inklusion). Dies geschieht zum Beispiel nach Verletzungen oder operativen Eingriffen. Das eingeschlossene Gewebe wächst dann zu einer Zyste heran.

Auch Infektionen mit verschiedenen Parasiten kommen bei Zysten als Ursachen infrage. Ein Beispiel hierfür ist der Bandwurm (Echinococcus). Dieser löst eine Erkrankung namens Echinokokkose aus. Dabei bilden sich Zysten in verschiedenen Organen wie der Leber, der Lunge, der Milz, den Nieren und dem Gehirn. Ein weiteres Beispiel sind die sogenannten Pärchenegel (Schistosomen). Sie verursachen die sogenannte Bilharziose, die zu Zysten in der Leber führt.

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