Zeckensaison 2019 – neue Risikogebiete

Verena Elson

Im Jahr 2018 gab es in Deutschland so viele Zecken wie seit zehn Jahren nicht mehr. Auch die FSME-Erkrankungen erreichten Rekordhöhe. Für die kommende Zeckensaison haben Experten fünf neue FSME-Risikogebiete gemeldet – darunter auch eins in Norddeutschland.

Eine Zecke sitzt auf einem Zweig
Erstmals gehört auch ein Landkreis in Norddeutschland zu den FSME-Risikogebieten Foto:  Fotolia

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) ist die Zahl der FSME-Risikogebiete um fünf Landkreise auf 161 gestiegen. Mit dem Emsland gehört erstmals auch ein norddeutscher Landkreis zu den Risikogebieten. Die vier weiteren neuen Risikogebiete sind die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech und der Stadtkreis Kaufbeuren in Bayern sowie der Landkreis Sächsische Schweiz in Sachsen.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist ein von Zecken übertragenes Virus, dass zu Entzündungen von Hirnhaut, Gehirn und Rückenmark führen kann. Es gibt eine Impfung gegen FSME – die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie Bewohnern von Risikogebieten und Menschen, die in betroffenen Regionen Urlaub machen. Welche Landkreise zu den FSME-Risikogebieten gehören, können Sie der Risiko-Karte des Robert-Koch-Instituts entnehmen.

Nach Spaziergang in Zeckengebieten den Körper sofort auf Zecken untersuchen
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Borreliose: bundesweit eine Gefahr

Deutlich häufiger kommt es bei Zeckenstichen zur Übertragung der sogenannten Borreliose – eine Infektion mit Borrelien genannten Bakterien, die Haut, Nervensystem und Gelenke befallen kann. Sie ist bundesweit verbreitet, in Deutschland sind jährlich rund 60.000 Menschen betroffen. Expertenschätzungen zufolge ist etwa jede fünfte Zecke Träger der Bakterien. Gegen Borreliose existiert keine Impfung, doch anders als bei FSME gibt es eine wirksame Behandlung. Diese besteht in der Einnahme bestimmter Antibiotika.

 

Zecken-Alarm: So schützen Sie sich

Beim Aufenthalt im Wald und in hohem Gras sollten Spaziergänger lange Hosen und Schuhe mit hohem Schaft tragen. Vorteilhaft ist außerdem helle Kleidung – darauf sind Zecken besser zu erkennen und können gegebenenfalls entdeckt werden, bevor sie zustechen. Nach dem Aufenthalt in der Natur sollten Körper und Kleidung gründlich nach Zecken abgesucht werden. Wird dabei tatsächlich eine Zecke entdeckt, sollte diese schnellstmöglich entfernt werden. Damit kann die Übertragung der Borreliose noch verhinert werden, denn diese erfolgt häufig erst nach mehr als 24 Stunden (Anders ist das bei FSME – das Virus wird sofort mit dem Speichel der Zecke übertragen). Hier erfahren Sie, wie Sie Zecken Schritt für Schritt sicher entfernen.

 

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