Die wichtigsten Nährstoffe für meinen Bauch

Mandelmarzipan
Ein guter Grund, in der Weihnachtszeit viel Marzipan zu essen: Mandelmarzipan ist ein hervorragender Magnesiumlieferant – und dieser Nährstoff schützt laut einer aktuellen Studie vor Bauchspeichelsdrüsenkrebs © Fotolia

Vitamin D kann bei Reizdarmsyndrom helfen, Magnesium schützt vor Bauchspeicheldrüsenkrebs – zwei neue Nährstoff-Studien zeigen, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für die Gesundheit ist.

Ein Vitamin-D-Mangel führt zu Muskelschwäche, begünstigt Osteoporose und laut einer dänischen Studie verkürzt er sogar die Lebenszeit. Doch er könnte auch zur Entstehung des Reizdarmsyndroms beitragen – darauf deutet eine aktuelle Studie von Forschern der University in Sheffield in England hin. Sie ergab: 82 Prozent der Patienten mit Reizdarmsyndrom leiden außerdem an Vitamin-D-Mangel.

Die Studienleiter empfehlen Betroffenen darum, bei ihrem Arzt ein Blutbild erstellen und den Vitamin-D-Spiegel überprüfen zu lassen. Ist er zu niedrig, sollten Vitamin-D-Präparate eingenommen werden – diese könnten laut Ansicht der Forscher auch die Symptome des Reizdarmsyndroms lindern. Weitere mögliche Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels sind Schwindel, Übelkeit und Durchfall – allerdings treten diese Symptome erst bei einem schwerwiegenden Mangel auf, ein leichter Mangel verläuft meist symptomfrei.

 

Magnesium für die Bauchspeicheldrüse

In einer weiteren aktuellen Studie fanden Forscher heraus, dass Magnesium vor Bauchspeicheldrüsenkrebs schützen kann. Das Team an der Indiana University Bloomington (USA) wertete Daten von 66.000 Männern und Frauen im Alter von 50 bis 76 Jahren aus, die im Schnitt für 6,8 Jahre begleitet wurden. In diesem Zeitraum trat bei 151 der Studienteilnehmer Bauchspeicheldrüsenkrebs auf. Diese Krebsart gilt als diejenige mit der geringsten Lebenserwartung – fünf Jahre nach der Diagnose leben noch rund acht Prozent der Männer und sieben Prozent der Frauen. Das liegt daran, dass der Krebs meist erst spät erkannt wird und der Tumor häufig nicht vollständig entfernt werden kann.

Die US-Forscher stellten fest: Im Vergleich zu Studienteilnehmern, die die empfohlene Tagesmenge an Magnesium zu sich nahmen (420mg/Tag für Männer, 320mg/Tag für Frauen) kam es bei Männern und Frauen, die weniger zu sich nahmen, häufiger zu Bauchspeicheldrüsenkrebs. Demnach steigt pro 100 mg, die täglich weniger aufgenommen werden, das Risiko um 24 Prozent.

Gute Lieferanten für Magnesium sind beispielsweise Naturreis (157mg/100g), Mandelmarzipan (120mg/100g) und Linsen (75mg/100g). Weitere magnesiumhaltige Lebensmittel finden Sie hier.

Hamburg, 22. Dezember 2015

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