Die Wahrheit über Müsli und Co. – Ballaststoffe schützen vor Krebs und Herzinfarkt

Redaktion PraxisVITA
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Studien zeigen, dass Ballaststoffe für die menschliche Ernährung wichtiger Bestandteil sind. Dennoch essen nur ein Drittel der Frauen und ein Viertel der Männer ausreichende Mengen der unverdaulichen Nahrungsfasern © Fotolia

Ballaststoffe sind ein wichtiger Bestandteil für den menschlichen Stoffwechsel. Studien zeigen, dass die unverdaulichen Nahrungsbestandteile nicht nur vor Diabetes und allergischen Entzündungsreaktionen, sondern auch vor Darmkrebs und Herzinfarkten schützen können. Dennoch essen zu wenig Menschen in Deutschland die gesunden Nahrungsfasern. Praxisvita erklärt, wieso das schnellstens geändert werden sollte.

Ballaststoffe sind ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Stoffwechsels. Wissenschaftler unterteilen die nichtverdaulichen Nahrungsfasern in wasserlösliche und wasserunlösliche Varianten und beide sind – nach Aussagen von Ernährungsexperten – zu wenig Teil der täglichen Nahrungsaufnahme. Rund 30 Gramm Ballaststoffe sollte ein gesund lebender Mensch nach Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung täglich zu sich nehmen. Das schaffen in Deutschland nur ein Drittel der Frauen und nur ein Viertel der Männer.

Doch aktuelle Studien zeigen den großen gesundheitlichen Mehrwert der Nahrungsfasern. Die Forschungen belegen, dass wasserlösliche Ballaststoffe aus Obst und Gemüse allergische Entzündungsreaktionen und auch Asthma vorbeugen können. Die Tatsache, dass die nicht verdaulichen Stoffe auch das unerwünschte LDL-Cholesterin im Blut senken, ist wissenschaftlich unbestritten.

 

Ballaststoffe schützen vor Krebs – und Hunger

Die sogenannte European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (kurz EPIC-Studie), die hierzulande von dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) vertreten wurde, zeigte, dass der Mensch Ballaststoffe größtenteils unverdaut ausscheidet und nur einen kleinen Teil – durch Bakterien im Dickdarm – verwertet wird. Ballaststoffe verringern durch die Produktion von Acetat nicht nur das subjektive Appetitgefühl des Menschen, sondern führen auch zu einer verbesserten Verdauung. Die Fasern saugen sich mit Wasser voll, beschleunigen die Darmaktivität, bauen so Giftstoffe schneller ab und verringern so effektiv das Darmkrebsrisiko.

 

Nahrungsfasern sind gut für unser Herz

Die EPIC-Studie zeigte ebenfalls einen schützenden Effekt der Ballaststoffe für kardiovaskuläre Erkrankungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Durch die von den Fasern ausgelöste erhöhte Bakterienaktivität im Darm werden Fettsäuren – Butyrate – produziert, die über die Darmwand und die dort gedeihenden Schleimhautzellen antientzündlich wirken und den Zuckerstoffwechsel in der Darmflora anregen. Beide Effekte haben einen vorbeugenden Effekt für Herz- und Kreislauferkrankungen.

Hamburg, 17. Juni 2014

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