Die wahre Osterbotschaft Warum feiern wir Ostern?

Redaktion PraxisVITA
Ostern schenkt uns Hoffnung
Warum feiern wir Ostern? Wir gedenken Jesu Auferstehung, doch gleichzeitig erzählt uns das Fest auch eine Menge über das Leben, z.B. dass wir hoffen dürfen © istock/ipopba

Das fröhlichste Fest des Jahres ist ein Geschenk an uns alle. Denn es zeigt uns, dass wir unser Leben immer wieder neu gestalten können. Warum feiern wir Ostern? Lassen Sie sich von der wahren Osterbotschaft inspirieren und finden Sie heraus, warum das Fest ein guter Zeitpunkt für einen Neubeginn ist. 

Sonnengelbe Narzissen und weiße Gänseblümchen auf einer grünen Wiese, Kinder, die nach bunten Eiern suchen…An Ostern liegt so viel Lachen, Licht und Leichtigkeit in der Luft. Aber warum ist gerade Ostern, wo wir der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu gedenken, ein so wunderbares Fest der Freude? Was sagt es uns über das Leben an sich? Pater Anselm Grün, Benediktinermönch und Autor zahlreicher Lebens-Ratgeber, hat sich ein paar Gedanken darüber gemacht, warum wir Ostern feiern:

 

Warum feiern wir Ostern? Wir spüren, dass ein Neubeginn möglich ist

„An Ostern feiern wir Christen die Auferstehung Jesu als Zeichen der Hoffnung: Das Leben siegt! Diese Botschaft können wir auch um uns herum sehen. Überall grünt und blüht es, überall erwacht die Natur. Erstarrtes bricht auf – außen wie innen. Unsere Seele spürt, dass ein Neubeginn jetzt im Frühling mehr denn je möglich ist. Wir fühlen uns freier und leichter als sonst. Bereit, negative Gefühle loszulassen.

Denn auch das feiern wir an Ostern: dass wir Selbstmitleid, Resignation und Angst, all die Gefühle, die uns behindern und uns das Leben schwer machen, immer wieder überwinden können. Mit Christus zusammen trauen wir uns, aufzustehen und Ja zum Leben zu sagen.

Mutter und Tochter feiern Ostern
Wir feiern Ostern, weil das schönste Fest im Frühling so viel Lachen, Licht und Leichtigkeit mitbringt © istock/FluxFactory
 

Warum feiern wir Ostern? Wir werfen alles ab, was uns behindert

Wir trauen uns aufzustehen und alte Lebensmuster abzuschütteln, die uns behindern. Etwa Perfektionismus, der uns umklammert. Oder Neid, der uns zerfrisst. Ja, wir stehen an Ostern auf aus der Zuschauerrolle, in die sich viele von uns flüchten, um dem Leben aus dem Weg zu gehen. Ostern können wir nicht als Zuschauer feiern, denn dann würde es an uns vorübergehen.

 

Warum feiern wir Ostern? Wir haben die Chance, Dinge anzupacken

Nein, Ostern will uns Mut machen, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben immer wieder die Chance, ein neues Kapitel in unserem Leben aufzuschlagen, Dinge anzugehen, die wir vor uns hergeschoben haben, oder mit Menschen ins Reine zu kommen, mit denen wir hadern.

Ostern zeigt uns darüber hinaus, dass das Leben ein immerwährender Kreislauf der Veränderung ist. Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang neuen Lebens.

 

Warum feiern wir Ostern? Wir erfahren: Liebe ist stärker als der Tod

Steht der Karfreitag noch für die Verzweiflung und dafür, dass Hilfe manchmal weit weg scheint, so ist Ostern Erlösung, Aufatmen, Neubeginn.

Die Auferstehung Jesu will uns darin bestärken, dem Leben in uns zu trauen. Es ist stärker als der Tod. Sie will uns zeigen, dass auch die Liebe stärker ist als der Tod. Der Tod kann uns zwar voneinander trennen. Aber die Liebe zwischen den Menschen kann er nicht zerstören.

Glückliches Pärchen im Gras
An Ostern feiern wir die Liebe zwischen den Menschen © istock/Khosrork

So feiern wir zu Beginn des Frühlings das Fest der Auferstehung als Fest der Hoffnung, dass das Leben, das Gott uns geschenkt hat, auch durch negative Gefühle und Krankheit nicht niedergehalten werden kann, sondern immer wieder aufblüht. Frohe Ostern!“

 

Warum feiern wir Ostern? Was an den Ostertagen geschah..

Gründonnerstag

Am Abend seiner Gefangennahme feiert Jesus mit den zwölf Aposteln das Abendmahl. Nach seinem Gebet am Ölberg wird er von den Römern verhaftet. Judas hatte ihn verraten.

Karfreitag

Der römische Statthalter Pontius Pilatus verurteilt Jesus in einem Schnellverfahren zum Tod. Er wird, neben zwei Verbrechern, noch am gleichen Tag ans Kreuz geschlagen.

Ostersamstag

Der Tag nach Jesu Tod ist der Tag der Grabesruhe. In einer Felshöhle ruht der in Leinen gehüllte Leichnam Jesu. Der Eingang ist mit einem Felsbrocken verschlossen.

Ostersonntag

Als Maria Magdalena zum Grab kommt, um den Leichnam zu salben, entdeckt sie, dass es leer ist. Kurz darauf erscheint ihr der auferstandene Jesus.

Ostermontag

Auf ihrem Heimweg nach Emmaus begegnen zwei Jünger einem einsamen Wanderer, der sie begleitet. Bei einer Rast gibt dieser sich ihnen als der auferstandene Jesus zu erkennen.

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