Die U5-Untersuchung: Wie sieht die Entwicklung des Babys aus?

Michael van den Heuvel Medizin- und Wissenschaftsjournalist

Zur U5-Untersuchung sollten Eltern ihr Kind im Alter zwischen sechs und sieben Lebensmonaten bringen. Der Kinderarzt prüft bei dieser Vorsorgeuntersuchung unter anderem motorische Fähigkeiten sowie das Hör- und Sehvermögen des Babys. Bei Auffälligkeiten folgt eine Überweisung zum Facharzt.

Inhalt
  1. Wann ist die U5-Untersuchung?
  2. Was ist die U5-Untersuchung?
  3. Welche Informationen erhalten Eltern bei der U5-Untersuchung?
  4. Sind bei der U5-Untersuchung Impfungen beim Baby vorgesehen?

Die U5-Untersuchung zeigt die enormen Fortschritte, die das Baby bei seiner Entwicklung in den ersten Lebensmonaten macht. Vielleicht hat es seit der U4 gelernt, sich besser zu bewegen. Vielleicht greift es auch schon nach Gegenständen. Diese motorischen Verbesserungen bewerten Kinderärzte bei der U5 des Babys. Engmaschige U-Untersuchungen sind in dieser Phase des Heranwachsens besonders wichtig.

 

Wann ist die U5-Untersuchung?

Die U5-Untersuchung ist zwischen dem sechsten und siebten Lebensmonat vorgesehen. Innerhalb dieses Zeitraums können Eltern einen Termin frei wählen. Viele fragen sich: „Was muss mein Kind zur U5 können?“ Doch diese Sorgen sind unberechtigt. Denn kein Kind gleicht dem anderen. Schon eine Terminverschiebung der Vorsorgeuntersuchung U5 um vier Wochen kann einen großen Unterschied in der Entwicklung des Babys ausmachen. Sehr starke zeitliche Verzögerungen können aber Hinweise auf Krankheiten sein.

 

Was ist die U5-Untersuchung?

Bei der U5 des Babys bestimmen Ärzte – wie schon bei früheren U-Untersuchungen – die Größe, das Körpergewicht und den Kopfumfang. Sie führen auch verschiedene spielerische, schmerzfreie Tests durch, um die altersgemäße Entwicklung motorischer Fähigkeiten zu überprüfen. Zudem werden die Sinne untersucht: Reagiert das Kleinkind auf Geräusche, und wendet es seinen Kopf dem akustischen Signal zu? Kann es Lichtquellen mit den Augen fixieren und Bewegungen verfolgen? Wie ausgeprägt ist der Greifreflex bei Gegenständen in der Nähe? Und kann der Kopf im Sitzen bereits gehalten werden?

Anschließend bespricht der Kinderarzt seine Ergebnisse mit den Eltern. Es geht nicht darum, bestimmte Ziele zu erreichen. Vielmehr sollen eventuelle starke Abweichungen bei der Entwicklung des Babys erkannt werden. Falls erforderlich, werden weitere Fachärzte hinzugezogen, etwa ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) bei Verdacht auf Schwerhörigkeit oder ein Augenarzt bei Sehstörungen wie dem Schielen. Auch die Zahngesundheit ist Thema der U5-Untersuchung.

 

Welche Informationen erhalten Eltern bei der U5-Untersuchung?

Babys werden in dem U5-Alter immer neugieriger und erkunden ihre Umgebung. Für Eltern heißt das, umso stärker auf Gefahren wie Steckdosen, Putzmittel, Medikamente oder Chemikalien im Haushalt zu achten. Fenster sollten nicht unbeaufsichtigt geöffnet werden und Treppen sind zu sichern. Auch die bekannte Gefahr, dass kleine Gegenstände in die Atemwege oder in den Magen gelangen, bleibt bestehen. Bei der U5-Untersuchung erhalten Eltern daher Informationen, worauf sie achten sollten, um ihren Haushalt kinderfreundlich und sicher zu gestalten.

 

Sind bei der U5-Untersuchung Impfungen beim Baby vorgesehen?

Haben Eltern bisher alle Termine für U-Untersuchungen wahrgenommen, sind laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) im Alter von sechs bis sieben Lebensmonaten keine Impfungen vorgesehen. Bei der U5-Untersuchung informiert der Kinderarzt jedoch über weitere Impftermine, damit keine Lücken entstehen.

Quellen:

Illing, Stephan; Claßen, Martin (2017): Klinikleitfaden Pädiatrie, München: Elsevier/Urban&Fischer.

Speer, Christian P. et al. (2018): Pädiatrie, Berlin: Springer-Verlag.

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, in: Robert Koch-Institut

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