Die Suche nach den DNA-Superhelden

Super-DNA
Manche Menschen scheinen eine Superhelden-DNA zu haben, die genetische Krankheiten am Ausbrechen hindert, sagen Wissenschaftler © fotolia

Veränderungen im Erbgut lösen Krankheiten wie Mukoviszidose aus. Das muss aber nicht immer der Fall sein, zeigt jetzt eine Studie.

Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Mechanismen und den Faktoren, die genetische Krankheiten auslösen können. Ein internationales Forscherteam suchte nach gesunden Probanden, deren DNA eigentlich eine genetisch bedingte Krankheit hätte auslösen müssen.

 

Testpersonen mit möglicher Super-DNA

Das internationale Team um Stephen H. Friend von der Icahn School of Medicine in New York führte eine Studie durch und veröffentlichte das Ergebnis jetzt in Nature Biotechnology. Die Wissenschaftler untersuchten die DNA von rund 600000 Menschen auf fehlerhafte Gene, die normalerweise bereits im Kindesalter Krankheiten wie Mukoviszidose, Smith-Lemli-Optiz-Syndrom, familiäre Dysautonomie, Epidermolyse, Pfeiffer-Syndrom, Polyendokrinopathie, Dysplasie und Atelosteogenesis auslösen können.

Die Forschungsgruppe konnte 13 Personen mit „Super-DNA“ identifizieren. Trotz Mutationen in ihrem Erbgut schienen sie gesund.

 

"Resilience Projekt"

Aber hier endet die momentane Studie, da die Patienten ihre DNA für dieses Testverfahren einmalig zur Verfügung stellten. Den Forschern ist es nicht möglich, die Identitäten der 13 „DNA-Superhelden“ herauszufinden. Bestätigen kann die Studie daher bislang nur, dass eine Möglichkeit der „Super-DNA“ besteht.

Doch im Rahmen des "Resilience Projects" streben die Forscher bereits neue DNA-Studien an, für die sie Testpersonen suchen, die ihr gesamte Krankenakte der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Das ist der Schlüssel, um uns alle zu DNA-Superhelden zu machen.

Hamburg, 13.04. 2016

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