Die Schnarchen-Behandlung erfolgt anhand der Ursachen

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Eine Schnarchen-Behandlung ist nicht in allen Fällen erforderlich. PraxisVITA erklärt, wann die Beschwerden behandelt werden sollten und welche Therapien bei welchen Ursachen infrage kommen.

 

Muss immer eine Schnarchen-Behandlung erfolgen?

„Normales“ Schnarchen erfordert keine Schnarchen-Behandlung, da es für sich genommen keine Krankheit ist. Wenn der Arzt jedoch feststellt, dass zusätzlich schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS, umgangssprachlich: Schlaf-Apnoe) vorliegen, empfehlt sich eine Behandlung. Ist dies nicht der Fall, erfolgt eine Schnarchen-Behandlung nur auf Wunsch des Patienten. Da Betroffene oft erst dann zum Arzt gehen, wenn sich der Bettpartner nachts gestört fühlt oder ein sonstiger Leidensdruck besteht, kommt dies häufiger vor. Die Therapie orientiert sich an den im Vorfeld ermittelten (vermutlichen) Ursachen.

Generell ist es wichtig, zusätzliche Erkrankungen, die bei schnarchenden Menschen häufiger vorliegen, zu behandeln, wenn dies bislang noch nicht der Fall ist. Zu diesen Erkrankungen zählen Diabetes mellitus sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Änderung des Lebensstils

Zur weiteren Schnarchen-Behandlung gehört eine Lebensstilberatung durch den Arzt. Diese orientiert sich an den individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen des Betroffenen und kann unter anderem die Punkte Übergewicht/Gewichtsreduktion, Alkohol- und Nikotinverzicht und Schlafhygiene beinhalten.

Schnarchen
Je nach Ursache der Beschwerden kann eine Operation zur Schnarchen-Behandlung infrage kommen© iStock
 

Behandlung anhand der Ursachen

Neben diesen eher allgemeinen Hinweisen zielen folgende Schnarchen-Behandlungen auf individuelle Ursachen der Beschwerden:

  • Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS): Die Schnarchen-Behandlung, die nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen sinnvoll ist, ist unter anderem die sogenannte Unterkieferprotrusionsschiene (Schnarchschiene). Diese wird während des Schlafens getragen und soll den Unterkiefer durch sanften Druck ein Stück nach vorne verlagern. Dadurch erweitert sich der Rachenraum, was das Schnarchen mindern oder verhindern kann.
  • Rückenlage-Verhinderung: Tritt das Schnarchen nur in Rückenlage auf, hilft es häufig, durch spezielle Maßnahmen eine Rückenlage während des Schlafens zu verhindern. Dies ist beispielsweise mithilfe spezieller Schlafrucksäcke möglich, die vor dem Schlafengehen auf den Rücken geschnallt werden.
  • Naseneingangsdilatatoren/Operation einer Nasenverengung: Wenn das Schnarchen vermutlich durch Engstellen im Nasenbereich hervorgerufen oder verstärkt wird, können sogenannte Naseneingangsdilatatoren eine geeignete Therapie sein. Diese erweitern (lat.: dilatare = erweitern) den Naseneingang und sollen so die Atmung verbessern. Es gibt sie sowohl als Pflaster als auch als Klammern, die an/in der Nase angebracht werden. Ist die Nasenatmung durch eine anatomische Verengung erschwert, kann in manchen Fällen auch eine Operation helfen.
  • Minimal-invasive Eingriffe am weichen Gaumen: Vermutet der Arzt, dass die Beschaffenheit des weichen Gaumens das Schnarchen auslöst oder verstärkt, kann unter bestimmten Umständen ein kleiner operativer Eingriff Erfolg versprechen. Hier stehen viele verschiedene chirurgische Verfahren zur Verfügung.

Unabhängig davon, welche Schnarchen-Behandlung der Arzt empfiehlt: Der Erfolg der therapeutischen Maßnahmen sollte nach einer gewissen Zeit nochmals kontrolliert werden.

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