Die Schlafapnoe-Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Bei einer Schlafapnoe hängt die Behandlung von ihrem Schweregrad ab. Leichte Schlafapnoen lassen sich manchmal schon mit allgemeinen Maßnahmen wie Schlafen in Seitenlage, Vermeidung von Alkohol vor dem Schlafengehen oder einer Verminderung von Übergewicht behandeln. Meist reichen diese Verhaltensänderungen allerdings nicht aus, sodass eine weitere Behandlung nötig ist.

 

Behandlung einer leichten Schlafapnoe

Zunächst können verschiedene Arten von Hilfsmitteln eingesetzt werden, um die Schlafposition zu beeinflussen, die Zunge oder den Kiefer zu fixieren oder die Nasenatmung zu verbessern. Allerdings gibt es für die meisten dieser Hilfsmittel wie Kinnbinden, Nasenpflaster oder Aufbissschienen keinen Nachweis für eine positive Wirkung gegen die Schlafapnoe. Daher sollte auf jeden Fall eine schlafmedizinische Messung mit und ohne Hilfsmittel erfolgen, um die Wirksamkeit zu überprüfen.

Eine Frau schläft mit Atemmaske
Mithilfe der CPAP (continuous positive airway pressure) wird bei einer Schlaf-Apnoe ein Überdruck in die Atemwege geleitet, um Atemaussetzer zu verhindern© Fotolia
 

Behandlung einer schweren Schlafapnoen

Bei schweren Fällen einer Schlafapnoe – vor allem, wenn Begleiterkrankungen auftreten – ist zur Behandlung eine Atemtherapie sinnvoll. Gegen die obstruktive Schlafapnoe wird in den meisten Fällen eine sogenannte Atemwegs-Überdruck-Therapie (CPAP; continuous positive airway pressure) eingesetzt, die bei mehr als 70 Prozent der Patienten die Lebensqualität deutlich bessert. Bei diesem Behandlungsverfahren wird über eine Atemmaske, die jede Nacht getragen werden muss, Überdruck auf den Atemtrakt übertragen und so einer Verengung der Atemwege und Atemaussetzern entgegengewirkt. Allerdings hat diese Behandlung keinerlei nachhaltigen Effekt, sodass ohne Tragen der Atemmaske sofort wieder die Symptome der Schlafapnoe auftreten.

 

Operative Behandlung der Schlaf-Apnoe

Eine weitere Therapiemöglichkeit der Schlafapnoe ist eine Behandlung mit Sauerstoff, die allerdings nur bei vorhandenen Schäden des Lungengewebes durchgeführt wird. Wenn körperliche Fehlbildungen oder Veränderungen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs, wie beispielsweise eine verkrümmte Nasenscheidewand oder vergrößerte Rachenmandeln oder Polypen, vorliegen, lassen sich diese durch operative Eingriffe beseitigen oder korrigieren. Vor allem bei Personen mit Übergewicht kann eine Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP) bei einer Schlafapnoe helfen. Hierbei handelt es sich um eine Operation, bei der Fett- und Bindegewebe im Rachenbereich, welches die Atemwege im Schlaf verschließt, entfernt wird. Dazu gehören Teile der weichen Gaumenmuskulatur, des Zungengrunds und des Rachenzäpfchens.

 

Behandlung der Folgeerkrankungen der Schlafapnoe

Sollte es aufgrund der Schlafapnoe zu Folgeerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck gekommen sein, müssen diese ebenfalls adäquat behandelt werden. 

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