Ibuprofen 400: Die richtige Dosierung

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Ibuprofen – Wirkstoff-Guide
  2. 2. Die 10 häufigsten Fragen
  3. 3. Nebenwirkungen
  4. 4. Dosierung
  5. 5. Medikamente

Bei einem Arzneimittel, vor allem wenn man es zum ersten Mal einnimmt, sollte immer genau darauf geachtet werden, wie es wirkt. Jede Auffälligkeit sollte mit dem Arzt besprochen werden. Ein gut verträgliches Schmerzmittel ist zum Beispiel Ibuprofen 400. Arzneimittel sollten allerdings nicht eigenmächtig dosiert werden. Am sichersten ist es, vor der Einnahme Rücksprache mit dem Arzt zu halten – auch wenn es nur eine einfache Schmerztablette wie Ibuprofen 400 ist.

 

Darreichungsform von Ibuprofen 400

Der Wirkstoff Ibuprofen 400 ist in Arzneimitteln in Form von Tabletten, Kapseln, Granulaten oder auch als Saft erhältlich. Neben den oralen Einnahmemöglichkeiten, besteht auch die Möglichkeit einer äußerlichen Anwendung durch Ibuprofen-haltige Cremes oder Gele. In Krankenhäusern wird der Wirkstoff Ibuprofen 400 auch als Infusion verabreicht.

Ibuprofen 400 ist rezeptfrei erhältlich

Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen 400 mg sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich © istock/AntonioGuillem

Wie Ibuprofen genau wirkt, hängt ganz von der Dosis ab: Geringere Dosierungen zwischen 200 und 800 mg wirken bei erwachsenen Patienten fiebersenkend und schmerzlindernd. Die entzündungshemmde Wirkung tritt meist erst bei deutlich höhreren Dosierungen, wie etwas 2400 mg pro Tag, ein. Die Wirkung von dem Wirkstoff Ibuprofen 400 tritt nach etwa 30 Minuten ein und hält bis zu drei Stunden an.

 

Ibuprofen-Dosierung bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren)

In der Selbstmedikation liegt die Tageshöchstdosis des Wirkstoff Iburpofen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren bei 1200 mg. Das entspricht in etwa drei Tabletten mit Ibuprofen 400. Das entspricht auch der Dosis, die in der Apotheke frei verkäuflich ist. Auf ärztliche Anordnung hin können sogar Dosen von bis zu 2400 mg oder sogar 3600 mg pro Tag verschrieben werden.

Es gilt immer zu beachten: Egal wie hoch die Dosierung ist, der Wirkstoff Ibuprofen sollte nicht länger als an drei aufeinander folgenden Tagen und insgesamt nicht öfter als zehnmal im Monat eingenommen werden.

 

Ibuprofen-Dosierung bei Kindern (unter 12 Jahren)

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen sind für Kinder unter sechs Monaten tabu. Für Kinder ab sechs Monaten richtet sich die Tagesdosis ganz nach dem Alter und auch dem Gewicht des Kindes. Ein ungefährer Richtwert ist 20 bis 30 mg/kg Körpergewicht.

Das ganze sollte auf drei bis vier Gaben über den Tag verteilt werden. Geben Sie Ihrem Kind, besonders dann wenn es noch sehr klein ist, niemals einfach Arzneimittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen. Fragen Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, um mögliche Überdosierungen zu vermeiden.

Mädchen nimmt Schmerzmittel ein
Die Ibuprofen-Dosierung für Kinder richtet sich ganz nach dem Alter und auch dem Gewicht © Fotolia
 

Ibuprofen-Dosierung bei Schwangeren

Bevor Sie in der Schwangerschaft Medikamente einnehmen, sollten Sie die Einnahme vorab immer mit Ihrem behandelnden Arzt abklären. Wird während einer Anwendung des Wirkstoffs eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Sie dürfen Ibuprofen im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf der Wirkstoff wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden. Wird Ibuprofen vor der Geburt gegeben, kann der Wirkstoff unter Umständen die Wehen unterdrücken und so die Geburt unnötig verlängern.

Wichtig außerdem für werdende Mütter: Ibuprofen geht in die Muttermilch über. Wird eine längere Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen verordnet, sollte ein frühzeitiges Abstillen erwogen werden.

Ibuprofen 400
Die Einnahme von Ibuprofen 400 in der Frühschwangerschaft sollte nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen © istock/arin13
 

Wie wirkt Ibuprofen 400?

Der Wirkstoff Ibuprofen 400 wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und auch entzündungshemmend. Das geschieht dadurch, das der Wirkstoff die Enzyme Cyclooxygenase I und II hemmt, und somit auch die Produktion der sogenannten Prostaglandine unterbindet.

Wie bei allen nichtsteroidale Antirheumatika (NASR) dienen Prostaglandine als Botenstoffe bei der Schmerzentstehung, die bei Verletzungen und Entzündungen Hormone ausschütten, die bei uns ein Schmerzgefühl hervorrufen.

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