Die richtige Hyaluronsäure-Dosierung

Kapitel
  1. 1. Hyaluronsäure – Wirkstoff-Guide
  2. 2. Die 10 häufigsten Fragen
  3. 3. Nebenwirkungen
  4. 4. Dosierung
  5. 5. Medikamente

Wenn die Haut fahl und müde wirkt, braucht sie einen Energieschub! Dafür sind Cremes optimal, die Knitterfältchen glätten und für einen jugendlichen Schimmer sorgen. Das schaffen Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure.

Sie machen den Teint praller und regen die Zellerneuerung an, was im Nu für ein frischeres Aussehen sorgt.

 

Hyaluronsäure im medizinischen Bereich

Besonders im Kosmetik- und Schönheitsbereich ist der Wirkstoff Hyaluronsäure weit verbreitet. Sie wird dazu benutzt um kleine Fältchen zu glätten und die Haut von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Aber auch im medizinischen Bereich kommt Hyaluronsäure immer häufiger zum Einsatz. Mal als neue „Gelenkschmiere“ oder als künstliche Tränen bei sehr trockenen Augen.

Augentropfen mit Hyaluronsäure können mehrmals täglich verwendet werden
Augentropfen mit Hyaluronsäure können mehrmals täglich verwendet werden, um sehr trockene Augen mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen© Fotolia
 

Darreichungsformen von Hyaluronsäure

  • Den Wirkstoff Hyaluronsäure gibt es als folgende Darreichungsformen
  • Hals-/ Lutschtabletten
  • Kapseln
  • Creme / Lotion
  • Injektionen
 

Wie wird Hyaluronsäure bei einer Knie-Arthrose dosiert?

Eine Knie-Arthrose gehört zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen. Die Gründe: genetische Veranlagung, Fehlbelastungen, alte Verletzungen. Gegen die Schmerzen können entzündungslindernde Tabletten und Spritzen mit Hyaluronsäure helfen.

Bei vielen Patienten können mithilfe der sogenannten künstlichen Gelenkschmiere die Beschwerden deutlich gelindert werden – und das ist entscheidend. Dazu wird die Hyaluronsäure direkt ins Gelenk injiziert, um dessen Schmier- und Gleitfähigkeit zu verbessern. Damit wird der Knorpel entlastet, und der Verschleiß kann hinausgezögert werden. Die Injektionen werden bis zu fünfmal in wöchentlichen Abständen wiederholt. Was jedoch beachtet werden muss, ist, dass mit dieser Methode der Knorpel nicht wiederhergestellt werden kann. Zudem baut der Körper die künstliche Gelenkschmiere nach und nach ab, sodass die Therapie nach etwa sechs bis 12 Monaten wiederholt werden muss.

Prof. Dr. Hartmut Göbel
Experte Prof. Dr. Göbel: "Auch während der Schwangerschaft dürfen Produkte mit Hyaluronsäure zur äußerlichen Anwendung verwendet werden." © privat

Wichtig zu wissen: Hyaluronsäure, die injiziert wird, kann nicht vom Patienten selbst dosiert werden. Diese Spritzen müssen immer von einem Mediziner verabreicht werden.

 

Hyaluronsäure als künstliche Tränen

Vor allem in der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter geröteten und brennenden Augen. Der Grund: Trockene Heizungsluft kann die Augen reizen. Auch lange Bildschirmarbeit oder Zugluft können Ursache sein. Experten empfehlen sogenannte künstliche Tränen, um das Ungleichgewicht in der wässrigen Schicht des Tränenfilms auszugleichen. Dazu eignen sich am besten Tropfen mit Hyaluronsäure. Diese Substanz ist natürlicher Bestandteil des Tränenfilms und hilft so, die Befeuchtung des Auges schonend zu stabilisieren. Diese werden nach Bedarf mehrmals täglich ins Auge geträufelt.

 

Hyaluronsäure darf auch von Schwangeren verwendet werden

Während der Schwangerschaft dürfen Produkte, die Hyaluronsäure enthalten auch weiterhin zur äußerlichen Anwendung genutzt werden.

Bislang gibt es keine Studien dazu, ob auch während einer Schwangerschaft Hyaluronsäure in das Gelenk eingespritzt werden darf. Über diese Behandlungsform sollte die Schwangere zusammen mit ihrem Arzt entscheiden.

Auch während der Stillzeit darf Hyaluronsäure zur äußerlichen Anwendung genutzt werden. Wenn es sich um eine Körperlotion handelt, sollten die Brüste jedoch ausgespart werden.

 

Hyaluronsäure bei Kindern

Auch Kinder dürfen Hyaluronsäure zur äußerlichen Anwendung (z.B. als Lotion) und als Augentropfen verwenden. Bisher gibt es keine Studien, die eine Einspritzung von Hyaluronsäure in Gelenken an Personen unter 18 Jahren untersucht haben. Hier sollte der behandelnde Arzt über die passende Therapiemethode entscheiden.

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