Die Rheuma-Diagnose deckt Gelenkschäden auf

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Erster Schritt der Rheuma-Diagnose ist immer ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt oder Rheumatologen. Dieser wird Fragen zu den Symptomen, wie zu deren erstmaligem Auftreten und ihrer Dauer stellen und sich außerdem erkundigen, ob in der Familie bereits Fälle von rheumatoider Arthritis vorgekommen sind.

Anschließend folgt innerhalb der Rheuma-Diagnose eine gründliche körperliche Untersuchung zur Kontrolle der Gelenke auf Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Dabei orientiert sich der Arzt auch an bestimmten festgelegten Kriterien, wie z. B. denen der wissenschaftlichen europäischen Rheumatologie-Gesellschaft (EULAR).

Röntgenuntersuchung zur Rheuma-Diagnose
Um das Ausmaß von möglichen Knochenschädigungen bei Rheuma beurteilen zu können, kann der Rheumatologe eine Röntgenuntersuchung im Rahmen der Rheuma-Diagnose durchführen© alamy
 

Rheuma-Diagnose: Was das Blut verrät

Außerdem wird für die Rheuma-Diagnose eine Blutuntersuchung durchgeführt und bestimmte Rheumafaktoren und Entzündungsmarker im Blut bestimmt. Mit dem sogenannten Rheumafaktor sind Antikörper im Blut gemeint. Sie lassen sich zum Teil früh nachweisen. Der Rheumafaktor ist aber ziemlich ungenau, da ihn auch viele Gesunde in sich tragen und ihn manche Rheuma-Kranke dafür nicht haben. Kinder haben zu 90 Prozent keinen Rheumafaktor.

Ein relativ neuer Test ist die Laboruntersuchung auf Antikörper im Blut gegen bestimmte Eiweiße, sogenannten CCP-Antikörper (cyclisch citrullinierte Peptide). Diese können dem Arzt auch dabei helfen, eine bessere Prognose für den Verlauf der Krankheit zu geben.

 

Untersuchungen bei der Rheuma-Diagnose

Um das Ausmaß von möglichen Knochenschädigungen bei Rheuma beurteilen zu können, kann der Rheumatologe eine Röntgenuntersuchung im Rahmen der Rheuma-Diagnose durchführen. Die Gelenkweichteile lassen sich mithilfe von Ultraschall untersuchen. In manchen Fällen kommen weitere Untersuchungen, wie z. B. eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) oder Szintigrafie, bei der Rheuma-Diagnose zum Einsatz.

Rheuma-Ursachen
Zur Rheuma-Diagnose gehört auch eine körperliche Untersuchung der Gelenke© iStock
 

Rheuma-Diagnose durch Szintigrafie

Anders als bei einfachen Röntgenbildern geht es bei der Szintigrafie zur Rheuma-Diagnose nicht um die Abbildung der Struktur eines Organs oder Knochens, sondern um die Darstellung der Organfunktion. Dabei spritzt der Arzt radioaktiv markierte Substanzen (sogenannte Radiopharmakon) in den Körper. Eine spezielle Kamera – die sogenannte Gammakamera – misst nach einer bestimmten Zeit die vom Körper abgegebene Strahlung von außen und hält damit fest, wie sich das verabreichte Radiopharmakon im Körper verteilt hat. Die Ergebnisse verraten, wie gut das jeweilige Organ arbeitet.

Behandlung
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