Die Potenzmittel-Matrix – Wirkung, Nebenwirkung und Gefahren von Viagra und Co.

Diverse Tabletten
Viagra, Cialis und Levitra sind die derzeit populärsten Medikamente gegen erektile Dysfunktion © iStock

Viagra, Cialis und Levitra sind die derzeit populärsten Medikamente gegen erektile Dysfunktion. Doch obwohl alle drei die selben Symptome bekämpfen sollen, unterscheiden sie sich in vielerlei Hinsicht. Erfahren Sie jetzt alles zu Wirkmechanismen, Nebenwirkungen und Gefahren der Potenzmittel.

 

Wie wirken die Potenzförderer?

Hinter den uns bekannten Markennamen verstecken sich bestimmte Wirkstoffe: Viagra enthält Sildenafil, Cialis Tadalafil und Levitra Vardenafil. Alle drei Wirkstoffe gehören zu den sogenannten PDE5 Inhibitoren. Diese helfen die Muskeln zu entspannen und steigern den Blutfluss im Körper. Der verstärkte Blutfluss soll sich auch auf die Erektion auswirken und diese ermöglichen beziehungsweise verlängern.
Doch gibt es Unterschiede wie schnell und wie lange die drei Medikamente wirken:

  • Viagra sollte 30 bis 60 Minuten vor der sexuellen Aktivität eingenommen werden. Das Medikament kann seine Wirkung 3 bis 5 Stunden lang entfalten.
  • Die Wirkung von Levitra setzt teilweise etwas schneller ein, hält aber ebenso lange an wie die von Viagra
  • Cialis hat hingegen eher eine Langzeitwirkung. Bis zu 36 Stunden kann hier etwas von dem Potenzmittel zu spüren sein.
 

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Da die drei Potenzmittel alle aus der gleichen Klasse von Chemikalien kommen, haben sie ähnliche Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötungen und Kongestion (Blutansammlungen im Körper). Ein paar Nebenwirkungen sind allerdings Medikamentenspezifisch:

Viagra

Cialis

Levitra

Es kann vorkommen, dass die Potenzmittel zu einem Priapismus führen – also einer Erektion die zunächst nicht wieder abschwillt. Dauert diese durchgehend mehr als 4 Stunden an, sollte ein Arzt aufgesucht werden um Folgeschäden zu vermeiden.
In seltenen Fällen können auch schlimmere Nebenwirkungen auftreten, wie plötzlicher Seh- oder Hörverlust. Auch in diesem Fall wird zu einem sofortigen Arztbesuch geraten.

Viagra Tabletten
Viagra ist seit 1998 auf dem Markt und ist das wohl weltweit bekannteste Potenzmittel© iStock
 

Worauf Sie vor der Einnahme achten sollten

Die Hersteller empfehlen, die PDE5 Inhibitoren nicht mit Grapefruits oder Nitraten einzunehmen, da diese Einfluss auf die Wirkung haben könnten.
Alle Medikamente für Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie) können mit Viagra interagieren und zu einem gefährlich hohen Blutdruck führen. Eine neue Studie hat außerdem Hinweise dafür gefunden, dass Viagra das Risiko für Hautkrebs steigern könnte.

Cialis interagiert mit vielen anderen Medikamenten und Faktoren, wie etwa einer ungewöhnlichen Penisform. Vor der Entscheidung für dieses Potenzmittel sollte also ausführlich mit dem Arzt abgeklärt werden, ob die Einnahme im jeweiligen Fall ungefährlich ist. In Kombination mit Blutdruck-Medikamenten kann es beispielsweise zu einem gefährlichen Absinken des Blutdrucks kommen.

Auch bei der Einnahme von Levitra sollte ein Arzt vorher abklären, ob keine Vorerkrankungen oder andere Medikamente dagegen sprechen. Gerade in Kombination mit Herzmedikamenten kann Levitra gefährlich werden.

 

Für wen ist welches Mittel am Besten geeignet?

Neben der Abklärung mit dem Arzt, welches Medikament unbedenklich eingenommen werden kann, sprechen einige Gründe für und gegen die Wahl eines der drei Potenzmittel.

Cialis ist beispielsweise das einzige der drei Mittel, dass bei einer vergrößerten Prostata zugelassen ist. Es kann auf täglicher Basis eingenommen werden und hält den Körper jederzeit für sexuelle Stimulation bereit, was größere Spontanität ermöglicht. Außerdem ist Cialis günstiger als Viagra.

Für Levitra wurde bereits ein günstiges sogenanntes Generikum in den USA freigegeben. Diese Nachahmerpräparate enthalten die gleichen Wirkstoffe sind aber preiswerter.
Wer Sex eher in  unregelmäßigen Abständen hat, kann also auf diese Präparate oder Viagra zurückgreifen und so einfach bei Bedarf die gewünschte Wirkung erzielen.

Jedoch sollte bedacht werden, dass jeder Körper individuell auf verschiedene Wirkstoffe reagiert. So sollte, nach ärztlicher Abklärung, einfach ausprobiert werden, welches Potenzmittel die geringsten Nebenwirkungen hervorruft und die besten Effekte erzielt.

© by WhatsBroadcast

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.