Die New York-Diät: Gewichtsverlust durch Verzicht und Sport

Redaktion PraxisVITA

Die Pfunde purzeln lassen wie die Promis? Das verspricht zumindest die New York-Diät. Wir erklären Ihnen, was es mit der Trend-Abnehm-Methode auf sich hat.

Frau läuft auf New Yorker Skyline zu
Bei der New York-Diät wird neben der richtigen Ernährung auf ein tägliches Sportprogramm von bis zu 90 Minuten gesetzt Foto:  iStock/ferrantraite
Inhalt
  1. Die New York-Diät: Mit drei Phasen zum Wunschgewicht
  2. Die New York-Diät: Ernährung plus Sport!
  3. Kritik an der New York-Diät
  4. Die “New York-Diät” – Fazit

New York, das bedeutet doch Hotdogs, die berühmte New York-Style-Pizza, Bagels, Pastrami und Cheesecake – oder? Nein, in diesem Fall nicht! Die New-York-Diät hat mit diesen zweifellos leckeren Genüssen eines Besuchs im Big Apple nämlich überhaupt nichts gemeinsam. Dafür verspricht die New-York-Diät große Erfolge, auf die auch Promis wie Heidi Klum, Liv Tyler oder Faith Hill schwören sollen.

Erfinder der New York-Diät ist der Promi-Trainer David Kirsch. Er veröffentlichte die Methode in dem Buch “Die ultimative New York Diät” – und soll damit unter anderem Heidi Klum nach ihren Geburten schnell wieder zur Top-Figur verholfen haben. Die New York-Diät setzt auf eine Kombination von kohlenhydratarmem Essen und einem Abnehmprogramm in drei Phasen mit Fitnesstraining.

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Die New York-Diät: Mit drei Phasen zum Wunschgewicht

Die New York-Diät besteht aus drei Phasen – und die härteste kommt direkt am Anfang. Hier wird die Ernährung umgestellt und Anhand der “A, B, C, D, E, F”-Liste Verzicht geübt. Verboten sind: “alcohol, bread, starchy carbohydrates, dairy products, extra sweets, fruits and most fats”. Also Alkohol, Brot, stärkehaltige Kohlenhydrate, Kaffee, Milchprodukte, Süßigkeiten, Früchte und ungesunde Fette.

In der ersten Phase gilt es, nicht mehr als 900 Kalorien am Tag zu sich zu nehmen. Auf dem Speiseplan stehen kohlenhydratarme Speisen wie mageres Fleisch, Fisch, Gemüse, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte. Besonders viel Auswahl bei Getränken haben Sie in dieser Phase auch nicht – wählen können Sie zwischen Wasser oder (natürlich ungesüßten) Tees. Diese Phase dauert zwei Wochen und soll einen Gewichtsverlust von bis zu sechs Kilogramm ermöglichen.

Auch die zweite Phase dauert vierzehn Tage und soll nochmal zusätzliche zwei bis fünf Kilogramm purzeln lassen. Hier ist eine geringe Anzahl von Kohlenhydraten erlaubt – allerdings nur zum Frühstück. Auf Ihren Speiseplan kommen neben den Speisen von Phase eins nun auch Bohnen, Linsen, Süßkartoffeln, Äpfel, Beeren und Quinoa. Das Kalorienlimit in dieser Phase beträgt zwischen 800 und 1200 Kalorien am Tag. Zusätzlich empfiehlt Kirsch Nahrungsergänzungsmittel.

Die dritte Phase ist dann, wie bei vielen vergleichbaren Diäten, dazu da, die neuen Essgewohnheiten in den Alltag zu integrieren. Die Verbote werden dafür wieder etwas gelockert, die erlaubte Kalorienanzahl erhöht sich auf 1000 bis 1200 Kalorien pro Tag. Einmal pro Woche darf man sogar sündigen – nur eine Grundregel bleibt eisern im Raum stehen: Keine Kohlenhydrate am Abend!

 

Die New York-Diät: Ernährung plus Sport!

Die richtige Ernährung ist bei der New York-Diät aber längst nicht alles. Kirsch setzt als Teil seiner Diät auch ein tägliches Sportprogramm von 45 bis 90 Minuten voraus – und das zweimal täglich! Das Sportprogramm besteht aus Cardio und Muskeltraining. Letzteres soll zur Straffung des Gewebes führen.

 

Kritik an der New York-Diät

Die New York-Diät ist eine ziemlich radikale Methode zur Gewichtsabnahme, die von Experten in vielen Punkten kritisiert wird. Die verminderte Kalorienzufuhr ist auf Dauer definitiv nicht zu empfehlen – und auch die 1000 bis 1200 Kalorien am Tag aus der dritten Phase sind definitiv nichts, das man langfristig in seinen Alltag integrieren kann und sollte. Bei einer dermaßen geringen Kalorienzufuhr ist ein Jojo-Effekt vorherzusehen. Zu befürchten ist außerdem ein Nährstoffmangel.

Auch das tägliche Sportprogramm ist nicht zu empfehlen. Zum einen sieht das Programm keine Trainingspausen vor – die aber vor allem von Anfängern alle paar Tage unbedingt einzuhalten sind. Außerdem ist das rigorose Sportprogramm in Kombination mit der stark verringerten Kalorienanzahl keine empfehlenswerte Kombination – vor allem der völlige Verzicht auf Kohlenhydrate ist anhand eines so aktiven Bewegungsplans nur wenig empfehlenswert.

 

Die “New York-Diät” – Fazit

Die New York-Diät ermöglicht zwar schnelles Abnehmen – jedoch ist sie definitiv keine Diät, die sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Auch ihre Nachhaltigkeit in puncto Kalorienzufuhr ist mehr als fraglich. Hierbei handelt es sich um ein zweifellos radikales Ernährungs- und Sportprogramm, das besonders für Sportmuffel nur sehr schwer durchführbar ist. Ob Sie die New York-Diät ausprobieren, bleibt Ihnen überlassen. Beachten Sie aber, dass diese Methode auf Dauer definitiv nicht empfehlenswert und gesund ist.

Quellen:

Die New York-Diät: so funktioniert sie!

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