Die Natur-Apotheke für unsere Seele

Redaktion PraxisVITA

Endlich wieder gut ein- und durchschlafen, zu innerer Ruhe zurückfinden oder neue Energie spüren: Heilpflanzen stärken Körper und Geist – und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Sie fühlen sich irgendwie ausgebrannt? Trotzdem schlafen sie oft schlecht? Sie können sich nur mühsam konzentrieren, werden leicht nervös oder sind schnell gereizt? Depressive Verstimmungen, nervöse Erschöpfung und vor allem Schlaflosigkeit sind heute weit verbreitet – mit steigender Tendenz. Betroffen sind überwiegend Frauen. Der Grund liegt häufig in ihrer Doppelrolle in unserer modernen Gesellschaft: Als Familien-Managerinnen und Berufstätige sind sie im Alltag großen Belastungen ausgesetzt. Aber mit Naturmedizin lassen sich leichte bis mittelschwere psychische Beschwerden gut behandeln. Im Gegensatz zu chemischen Antidepressiva helfen Pflanzenmittel meist ohne Nebenwirkungen.

 

Lavendelöl löst innere Anspannung

Gegen innere Unruhe, Furchtsamkeit und dadurch verursachte Schlafstörungen ist ein Kraut gewachsen. Die Lavendelblüten enthalten ätherische Öle. Diese können die Reizverarbeitung im Gehirn regulieren, indem sie die Produktion erregender Botenstoffe drosseln. Der Effekt: Weniger erregende Reize strömen auf die Nerven ein.

Anwendung: Ein Lavendel-Bad beruhigt und entspannt die Nerven. Dazu acht Tropfen Lavendelöl mit 2 EL Meersalz im Badewasser vermischen.

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Studien zeigen, dass Lavendelöl bei innerer Unruhe entspannt© iStock
 

Baldrian schenkt erholsamen Schlaf

Die Wurzel dieser Pflanze liefert über 100 Substanzen, deren Zusammenspiel für die beruhigende Wirkung verantwortlich ist. Besonders wertvoll für erholsame Nachtruhe: Baldrian lässt uns schneller einschlummern und verbessert die Qualität des Schlafes.

Anwendung: 1-2 Teelöffel Baldrianwurzeln (Apotheke) mit 150 Milliliter Wasser übergießen und das Getränk fünf bis zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Drei Tassen pro Tag sind optimal.

 

Melisse wirkt sanft ausgleichend

Das ätherische Öl mit den Wirkstoffen Citral und Citronellal sorgt nicht nur für den zitronigen Duft. Es wirkt beruhigend und ausgleichend auf Magen und Darm – und auch auf das Gehirn. Vor allem in stressigen Lebenslagen hilft Melisse deshalb, die innere Balance wiederzufinden.

Anwendung: Für eine Tasse Tee 2–3 Teelöffel getrocknete Melissenblätter (Apotheke) mit 150 Milliliter Wasser überbrühen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Drei Tassen über den Tag trinken.

 

Hopfen entspannt bei innerer Unruhe

Die Wirkstoffe aus den Zapfen der weiblichen Pflanze sind als entspannendes Mittel gegen Unruhe, Angstzustände und Schlafstörungen anerkannt.

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Melisse beruhigt angespannte Nerven und entstresst© iStock

Anwendung: Für eine Tasse Beruhigungstee überbrühen Sie 1–2 Teelöffel getrocknete Hopfenzapfen mit 150 Milliliter Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Drei Tassen am Tag.

 

Passionsblume stärkt die gereizten Nerven

Ihre Blüten sind für ihre beruhigende Wirkung bekannt. Die Inhaltsstoffe wirken einem Mangel des Gehirn-Botenstoffes GABA entgegen, der uns vor Stress schützt. Das macht uns in Zeiten erhöhter Anspannung belastbar, stärkt die Nerven, fördert das Einschlafen.

Anwendung: Für einen Tee 1 Teelöffel Kraut (Apotheke) mit 200 Milliliter Wasser überbrühen. Zehn Minuten ziehen lassen.

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